Boxen- und Lautsprecher-Systeme für Zuhause finden

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Boxen- und Lautsprecher-Systeme für Zuhause finden

Egal ob Kinofan oder Musikliebhaber – der Klang ist im Heimbetrieb oft ein wichtiges Kriterium. Guter Sound in den eigenen vier Wänden muss daher nicht übertrieben teuer sein. Die vielfältigen Angebote im Bereich Lautsprechersysteme schwanken von 'klein, billig und kompakt' bis 'groß, teuer und massiv.' Unterschiedlichste Formen und Bauweisen sind dabei stets auf die Bedürfnisse des Hörers angepasst. Daher sollten Sie sich im Vorfeld fragen, wo genau ihre Gewichtung liegt, welche Form von Beschallung Sie zu welchem Zweck benötigen und worin ihre preislichen Grenzen liegen. Der folgende Ratgeber gibt eine kurze Übersicht zu den erhältlichen Formaten und Optionen.

Die wichtige Grundsatzentscheidung zu Beginn – welche Größenordnung und welches Klangmodell?

Zwei Aspekte sollten Sie vor dem Kauf eines Lautsprechersystems abklären. Die Erste wäre die nach der Größenordnung Ihrer Geräte. Suchen sie nur kleine Boxensysteme für Ihren digitalen Musikplayer oder das Smartphone oder darf es auch ein etwas größeres Exemplar sein, dass auch eine kleine Anlage oder den Laptop bedient? Sollten Sie zur Gattung der besonders audiophilen Menschen gehören, sind professionelle Studiomonitore vermutlich eine Überlegung wert. Wer eine Rundumbeschallung haben möchte, für den sind komplexe Lautsprechersysteme mit perfekt ausbalanciertem Sound die richtige Lösung.

Auch auf den Receiver kommt es an

In diesem Fall käme auch der zweite Aspekt, ihre soundtechnischen Präferenzen, ins Spiel. Wenn Ihnen der normale Stereoklang nicht ausreicht, können Sie auch auf Surroundsound mit 5.1.-Basis oder höher aufrüsten. Da die Boxensysteme ab einer bestimmten Größe auf einen Verstärker angewiesen sind, entscheidet sich mit ihrem gewünschten Soundbild auch die Wahl dieses Receivers. Sollten Sie bereits einen vorrätig haben, checken Sie die entsprechenden Anschlussmöglichkeiten, eventuell ist der 5.1.-Anschluss bereits vorhanden. Für den alleinigen Audiobetrieb sind beide Varianten bestens geeignet, die Surround-Option wird wichtig, sobald Sie die Anlage auch darüber hinaus nutzen möchten.

Hinterfragen Sie also, bevor Sie sich für eine Option entscheiden, ihr Hörverhalten, die technischen Gegebenheiten Ihrer Wohnung und wie wichtig Ihnen Klang und Flexibilität jeweils sind. Verschaffen Sie sich im Folgenden einen Überblick über verschiedene Systeme für den Heimgebrauch.

Aktive Miniboxen als kleine und flexible Lautsprechersysteme für den Alltag

Die einfachste Lautsprecher-Variante ist auch gleichzeitig die flexibelste. Moderne Miniboxen sind ideal an die Anwendung mit kleinen mp3-Playern oder Smartphones angepasst. Sie sind mehr oder minder handlich, lassen sich bequem in der eigenen Tasche herumtransportieren und sind dabei flexibel und unkompliziert einsetzbar. Die handlichen Geräte besitzen heutzutage einen recht guten Sound, vor allem in geschlossenen Räumen. Je kleiner die Größe, desto weniger Klangqualität können sie aber erwarten. Besonders draußen nimmt man die Nebengeräusche recht deutlich wahr. Die Boxen werden meist mittels Akku betrieben, welcher sich via USB-Anschluss am heimischen Laptop oder Rechner aufladen lässt. Klassische Batterien tauchen dabei immer seltener bei den Geräten auf.

Der Audioeingang erfolgt mittels 2,5 mm Klinkenstecker, oft gibt es auch integrierte Kabel bzw. einen Mini-USB-Anschluss, mit welchem der Sound übertragen wird. Von Vorteil ist heutzutage auch, dass ein Großteil dieser Lautsprecher eine Bluetooth-Funktion. Dieses Signal kann dann von Smartphones angewählt werden, sodass eine kabellose Übertragung möglich ist. Gleiches ist auch über Bluetooth-fähige Laptops und Computer möglich. Insgesamt eignen sich diese kleinen Aktivboxen gut als Gelegenheitslautsprecher. Egal ob im Hotelzimmer der Urlaubsreise oder auf der Liege im eigenen Garten – eine Klangverstärkung ist allemal spürbar.

Dockingstation vs. klassischem 2.1-System – die nächste Stufe der Lautsprecherentwicklung

In den letzten Jahren haben sich die sogenannten Dockingstationen als nächste Evolutionsstufe der kleinen Aktivlautsprecher herauskristallisiert. Gerade im Hinblick auf ihre optimierte Kombination mit digitalen Playern und Smartphones konnten die Geräte an Sympathiepunkten gewinnen. Bequem kann dabei der eigene mp3-Player oder das Smartphone in die entsprechende Vorrichtung gesteckt werden, welche dann via Bluetooth oder dem Apple-internen WLAN-Programm AirPlay an die Lautsprecher gekoppelt wird und somit Soundausgabe und Steuerung übernimmt. Durch die drahtlose Verbindung muss das Telefon dabei nicht unbedingt in der Andockstation verweilen, sondern kann die Lautsprecher auch aus einiger Entfernung anwählen und bedienen.

 

Pluspunkt: Dockingstation mit Zusatzfeature

Die neueren Modelle sind mit allerhand nützlichen Zusatzfeatures ausgestattet. Viele Stationen besitzen integrierten Radioempfang, Weckfunktion, einem separaten USB-Anschluss oder auch einen integrierten CD-Player sowie eine eigene Fernbedienung. Nicht jedes Mobilfunkgerät agiert dabei problemlos mit jeder Dockingstation, überprüfen Sie vorher also in jedem Fall die Kompatibilität. Das kompakte und oft formschöne Design der Stationen gestattet flexiblen Transport, der Sound der Lautsprecher ist denen der Miniboxen deutlich überlegen. Die Kabellosigkeit ist dabei das große Plus dieser Geräte, gleichzeitig wird das Smartphone dabei noch aufgeladen.

Flexibler und guter Sound lässt sich darüber hinaus auch mit den immer beliebter werdenden und kompakten 2.1.-Systemen erreichen. Diese bestehen aus zwei Stereoboxen, sowie einer Bassbox. Die Lautsprecher zeichnen sich dabei meist durch kompaktes Design mit sehr guter Leistungsfähigkeit aus, während die Subwoofer entsprechend größer ausfallen. Diese Kombination bietet allerdings im Resultat eine sehr gute Klangqualität. Aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit benötigt das System aber stets eine externe Stromquelle und ist damit weniger flexibel als kleinere Systeme.

Anschluss mit Miniklinkenstecker

Durch den integrierten Miniklinkenstecker lassen sich die Lautsprecher sehr einfach an portable Musikplayer und vor allem an PCs oder Notebooks anschließen. Sie stellen inzwischen eine gute preisgünstige und platzsparende Alternative zu klassischen Lautsprechersystemen da. Zu den bekanntesten Herstellern der 2.1.-Kompaktsysteme gehören:

  • Logitech
  • Teufel
  • Kardon
  • Harman
  • Creativ

Stereo- und Surroundanlagen – kompakt oder komplex

Für viele Musikliebhaber stellt die klassische Stereoanlage immer noch das Nonplusultra der heimischen Musikbeschallung da. Unter einem Stereosystem wird die Kombination eines Verstärkers mit zwei Lautsprechern verstanden. Eine Kompaktanlage vereint dabei alle Geräte in einem Gehäuse mit einheitlicher Bedienoberfläche. Lautsprecher werden hier meist extern angeschlossen, allerdings gibt es inzwischen viele handliche Systeme, wo diese ebenfalls Teil des Gehäuses sind. Die Boxen werden meistens extern angeschlossen, wenngleich es natürlich Modelle gibt, die diese bereits integriert haben. Alternativ bieten Hi-Fi-Tower die Möglichkeit, die einzelnen Komponenten der Stereoanlage individuell um den Receiver herum anzuordnen. Hier sollten Anzahl der Steckplätze und die Kompatibilität der Geräte berücksichtigt werden. Zu den populärsten Herstellern von Stereoanlagen zählen:

  • Kenwood
  • Philips
  • Marantz
  • Sony
  • Demon
  • Yamaha

Heutzutage haben Stereoanlagen allerdings merklich Konkurrenz in den weltweiten Wohnzimmern bekommen - Surroundsysteme mit 5.1.-Lautsprecheranlagen gelten, gerade im Multimediabereich als neuer Standard. Hier dient ein AV-Receiver, der digitale Audio- und Videosignale gleichermaßen transportiert, als Basis. Neben dem Lautsprechersystem lassen sich allerhand Komponenten, wie Blu-ray-Player, Beamer und eben Fernseher direkt an die Anlage anschließen. Neben der Signalübertragung gewähren die Receiver auch ein lückenloses Hin- und Herschalten zwischen den unterschiedlichen Eingängen.

Funktionsweise des 5.1.-Systems

Das 5.1.-System besitzt zwei Stereo- und zwei Monitorlautsprecher sowie eine zentral ausgerichtete Center-Box. Der angeschlossene AV-Receiver koordiniert diese Boxen und wandelt die Audiocodierungen um. Auch klassischer Stereosound kann über eine solche Anlage wiedergegeben werden – und das sogar in leicht optimierter Form. Ein integrierter Mehrkanalton-Decoder wandelt den Stereoton in ein 5.1. Signal um. Mittels Dolby ProLogicII-Verfahren werden die sechs Audioausgänge auf ausgewogene Art und Weise anvisiert. Auch wenn der Sound dabei nicht an den eines exakt gemischten Surroundklanges herankommt, so ist dennoch eine deutliche Verbesserung hörbar. Besonders mit herkömmlichen Audio-CDs lohnt sich hier ein Test, da diese – entgegengesetzt ihrer Ausschreibung auf der Hülle – häufig für Surroundklang abgemischt wurden.

Neuere Stereoreceiver sind bereits für den modernen Klang- und die technischen Ansprüche angepasst. So bieten sie ebenfalls für digitale Signale notwendige HDMI-Ausgänge, optionale Anschlüsse für 5.1.-Systeme, 3D-Sound oder eigene Anschlüsse für digitale Musikplayer oder USB-Flashspeicher.

Klangoptimum – Studiomonitore für den Gebrauch in den eigenen vier Wänden

Sollten Sie lieber unverfälschten Klang im Hausgebrauch erleben wollen und diesbezüglich generell sehr detailverliebt sein, so lohnt es sich, über die Investition professioneller Studiomonitore nachzudenken. „Monitoring“ bedeutet „überwachen“ - Monitore gelten daher auch als Lautsprecher, deren akustische Eigenschaften dafür sorgen, dass Musiker, aber auch Techniker den aufgenommenen Klang nicht nur bestmöglich wiedergeben, sondern auch permanent kontrollieren können. Angewendet wird dieses System sowohl im Studio, als auch während Live-Konzerten, der Sound soll dabei möglichst unverfälscht wiedergegeben werden. Man unterscheidet zwischen aktiven Monitoren (mit Verstärker) oder passiven (mit separaten Verstärkern). Prinzipiell sollten Sie sich beim Hörtest mit Monitoren folgende Fragen stellen:

  • Wie gut ist der Stereo-Sound?
  • Wie wirkt der Sound der Bässe?
  • Sind die Höhen und Mitten klar definiert und deutlich hörbar?
  • Wie detailliert sind Klang und Soundbild im Allgemeinen?

Berücksichtigen Sie die Räumlichkeiten

Je nach Anwendung sollten sie unterschiedliche Präferenzen setzen. Musik wird in den eigenen vier Wänden oft anders wahrgenommen, daher gilt es, die gegebenen Räumlichkeiten zu beachten, hinsichtlich ihrer Größe, sowie den Auswirkungen auf angrenzende Wohnungen, wenn es um das Einrichten der Anlage geht. Genaues Positionieren und Justieren ist bei Studiomonitoren das A und O. Achten Sie darüber hinaus darauf, dass das Gehäuse abgerundete Kanten und keine Stoffbespannung besitzt. Beides hat entscheidenden Einfluss auf die Klang- und Schallwirkung.

Es wird außerdem empfohlen, sich und die beiden Monitore als eine Art Dreieck anzuordnen, bei dem ihr Kopf den Platz einer Ecke einnimmt. Auch vor dem Positionieren an Ecken und Wänden wird abgeraten, eine Erhöhung der Boxen gegenüber dem Boden gibt dem Klang außerdem mehr Spielraum. Hauptanliegen dieser Klangoptimierung ist es, das Abprallen der Schallwellen zu verhindern, um auf diesem Weg eine gewisse Präszission zu bewahren. Zu den wichtigsten Herstellern in dem Sektor zählen:

  • Neumann
  • Adam
  • Behringer
  • Fostex
  • Samson
  • Neusonik
  • KRK

Studiomonitore gehören in puncto Preis sicher zu den anspruchsvolleren Modellen und sie sind sicherlich am wenigsten flexibel. Allerdings erhalten sowohl Audiophile, als auch Gelegenheitshörer bestmöglichen Heimsound.

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