Bonsai Fächerahorn

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Gestaltung:

Der Fächerahorn ist eine beliebte Bonsaipflanze. Durch pinzieren der
Triebe läßt sich eine sehr schöne Verzweigung erzielen.

Stilformen:

Der Fächerahorn kann als Frei aufrechte Form, als Mehrfachstamm und
Floßform sowie als Felsenpflanzung gestaltet werden.

Drahten:

Verholzte dünnere Zweige können leicht gedrahtet werden. Die dickeren
Äste werden abgespannt (Ast sollte dabei vor einem Einschnüren der Rinde
durch Leder geschützt werden).

Giessen:

Der Ahorn liebt es feucht. Es ist gut, die Erde ab und an leicht
abtrocknen lassen (nicht den Ballen austrocknen lassen). Auch im Winter
sollte man den Fächerahorn nicht vollständig austrocknen lassen (bei
Überwinterung im Freien frostfreies Wetter zum giessen nutzen).

Licht:

Donniger- bis halbschattiger Platz. Die Form 'Atropurpureum' sollte
möglichst keine Mittagssonne erhalten (sonst bekommt sie braune
Blattspitzen).

Temperatur:

Der Fächerahorn ist gut winterhart, d.h. er kann im Freien überwintert
werden. Ein Windschutz gegen das Austrocknen der feinen Äste sollte
vorhanden sein. Bei frostfreiem Wetter Erde auf Feuchtigkeit prüfen und
evt. gießen.

Umtopfen:

Umtopfen mit handelsüblicher Bonsaierde oder Lehm:Torf:Humus im
Verhältnis 2:1:1. Ein junger Fächerahorn Bonsai wird ca. alle 2-3 Jahre
umgetopft, ältere Exemplare aller 4-5 Jahre (wenn Wuchskraft nachläßt
oder bei Wurzelkrankheiten, Wurzelfilz evt. häufiger). Eine
Drainageschicht am Boden der Schale ist von Vorteil.

Düngen:

Organischer Dünger von April bis Oktober. Im Winter nicht düngen (Baum
kann den Dünger nicht verwerten).

Schneiden:

Der Ahorn läßt sich sehr gut durch Schnittmaßnahmen gestalten. Dabei
kommt der Rückschitt, Formschnitt und das Pinzieren zum Tragen.
Rückschnitt: Im Frühjahr, wenn der Ahorn ca 5 Blattpaare ausgebildet
hat, werden diese auf ein bis zwei Blattpaare zurückgeschnitten. Nicht
vor dem Austrieb Schneiden (starkes Ausbluten und dadurch Baumschäden).
Pinzieren: Nach Rückschnitt folgender Austrieb wird pinziert, d.h. die
Knospen beim 2. Blattpaar ausgebrochen. Eine feine Verzweigung der Äste
ist der Lohn für diese mühselige Arbeit. Formschnitt: Einmal im Jahr
werden abgestorbene Äste und Zweige sowie gestalterischen Gesichtpunkten
entgegenstehende Äste entfernt. Dabei wird mit einer Konkavzange der Ast
hart an der Rinde ausgeschnitten (Auge wird mit entfernt -
Wiederaustreib wird erschwert).
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