Body contra Schlüpfer und Hemd: Vor- und Nachteile der Unterwäsche für Mädchen

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Body contra Schlüpfer und Hemd: Vor- und Nachteile der Unterwäsche für Mädchen

Gerade die Kleiderwahl ist bei Babys und Kleinkindern immer wieder eine schwierige Frage für werdende Eltern und Eltern. Neben bestimmten Stoffen, die für Kinderhaut geeignet sind, ist auch immer zu entscheiden, ob ein Kleidungsstück auch für das jeweilige Alter geeignet ist. Dies gilt auch bei der Wahl von Unterwäsche für Mädchen. Was ist alltagstauglicher – Body oder Hemd mit Schlüpfer? Wo liegen jeweils die Vor- und Nachteile?

Begriffsklärung: Body, Schlüpfer und Hemd

In Sachen Unterwäsche für Mädchen gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Zum einen gibt es Bodys und zum anderen Hemd mit Schlüpfer. Während beim Hemd und Schlüpfer die Unterwäsche aus zwei Teilen besteht, sind diese beiden Teile bei einem Body vereint in einem Kleidungsstück. Ein Body kann somit nur komplett an- oder ausgezogen werden. Hingegen können Hemd und Schlüpfer einzeln oder kombiniert getragen werden. Das Hemd wird hierbei über den Kopf und der Schlüpfer über die Beine an- bzw. ausgezogen. Ein Body wird in den meisten Fällen über den Kopf an- sowie ausgezogen und zwischen beiden Beinen meist mit drei Druckknöpfen verschlossen.

Arten von Bodys für Mädchen

Während beim Schlüpfer und Hemd nicht ganz so viele Ausprägungen bestehen, abgesehen von verschiedenen Schlüpferformen, wie der Normalform und einer Shorts, gibt es bei Bodys wesentlich mehr Arten, zwischen denen unterschieden werden kann. Zunächst einmal wird zwischen Langarm- und Kurzarmbodys unterschieden. Wie die Bezeichnungen schon verraten, verfügt ein Langarmbody über lange Ärmel und ein Kurzarmbody über kurze Ärmel. Dazwischen gibt es noch mehrere Abstufungen, die allerdings seltener anzutreffen sind als die normalen Lang- bzw. Kurzarmbodys. Die Kurzarmbodys eignen sich vorwiegend für die wärmeren Monate im Jahr und können entweder als Unterwäsche getragen werden oder an heißen Tagen auch als alleiniges Kleidungsstück, in dem kleine Mädchen fleißig drinnen und draußen herumtollen können. Um das Anziehen zu erleichtern, haben diese Bodys am Hals Druckknöpfe oder teilweise auch normale Knöpfe. Gerade bei Babys oder Kleinkindern, die das An- und Ausziehen über den Kopf nicht sehr gern haben, bietet es sich an, Bodys mit Knöpfen am Hals zu kaufen. Die Bodys, die im Halsbereich nicht über Knöpfe verfügen, haben hier meist einen weiteren Ausschnitt, damit das Köpfchen besser durchpasst. Und für die ganz Kleinen empfehlen sich sogenannte Wickelbodys. Wickelbodys werden nicht über den Kopf an- oder ausgezogen, sondern wie eine Art Jacke übergezogen und dann an der rechten und linken Seite meist mit je zwei Druckknöpfen zugeknöpft. Zwischen den Beinen finden sich dann, wie bei den anderen Bodys auch, meist drei weitere Druckknöpfe zum Verschließen.

Vor- und Nachteile von Bodys für Mädchen

Egal, für welche Unterwäsche man sich bei Mädchen entscheidet, es gibt Vor- und Nachteile. Bodys eignen sich eher für Babys und Kleinkinder, für größere Mädchen sind diese aufgrund der eingeschränkten Alltagstauglichkeit eher ungeeignet. Ein Baby oder Kleinkind trägt noch Windeln und geht nicht selbstständig auf die Toilette. Von daher ist ein Body hier die bessere Variante in Sachen Unterwäsche. Ein Body sitzt perfekt am Körper und bietet auch der Windel einen sicheren Halt. Gerade beim Krabbeln oder auch beim Drehen sitzt der Body und verrutscht nicht. So wärmt der Body den umschlossenen Körperbereich auch gleichmäßig und bietet keine offenen Stellen, wo kühle Luft eindringen könnte. Gerade wenn die Babys einige Monate alt sind und langsam immer mehr entdecken, könnte es bei Schlüpfer und Hemd schnell passieren, dass die Kleinen versuchen, diese auszuziehen. Bei einem Body ist das nicht so schnell möglich. Hier müssen erst die Druckknöpfe im unteren Bereich geöffnet werden, bevor versucht werden kann, dieses Kleidungsstück über den Kopf auszuziehen. Ein ganz klarer Vorteil ergibt sich bei Bodys in Hinsicht auf das Windelwechseln. Die meist drei Druckknöpfe zwischen den Beinen müssen nur geöffnet werden. Der Body kann dann ein wenig nach oben gezogen und die Windel problemlos gewechselt werden. Der Nachteil eines Bodys liegt allerdings darin, dass an warmen Tagen der Body nur entweder ganz oder gar nicht ausgezogen werden kann. Wird dieser ganz ausgezogen, schwitzt der oder die Kleine unter dem T-Shirt zwar nicht mehr, aber unter dem Röckchen oder der kurzen Hose sitzt die Windel dann auch nicht mehr so perfekt. Hier sollte man vielleicht doch auf einen Schlüpfer zurückgreifen.

Vor- und Nachteile von Hemd und Schlüpfer für Mädchen

Auch Hemd und Schlüpfer als Unterwäsche für Mädchen bieten Vor- und Nachteile. Für Babys und Kleinkinder sind diese eher ungeeignet, da die Windel einerseits nicht so gut sitzt, wie beim Body und andererseits auch beim Krabbeln oder Spielen das Hemd und der Schlüpfer schneller verrutschen können als ein Body. Was bei kleineren Kindern einen Nachteil darstellt, ist bei etwas größeren Kindern ein Vorteil. Unterwäsche bestehend aus Hemd und Schlüpfer gewährt dem Mädchen mehr Freiheiten. So können ein Hemd und ein Schlüpfer einfacher an- oder ausgezogen werden und ein Kind, das bereits zwei oder drei Jahre alt ist, kann somit schon beim Ankleiden selbst mithelfen. Das erleichtert nicht nur Ihnen als Eltern den Alltag ein wenig, sondern macht Ihre Kleine zudem auch noch stolz und fördert das Selbstbewusstsein. Auch das Benutzen der Toilette fällt mit einem Schlüpfer wesentlich leichter, schließlich muss der nur heruntergezogen werden. Ein Body würde hier zu überflüssigen Knöpfversuchen führen, sowohl beim Aus- als auch beim Anziehen. Das fördert nicht unbedingt die Freude beim Aufsuchen der Toilette.

Ein weiterer Vorteil von Hemd und Schlüpfer ist, dass beide Teile unabhängig voneinander ausgezogen werden können. Ist es im Laufe des Tages vielleicht doch etwas heißer geworden, als man am Morgen vermutet hat, so kann das Hemd einfach unter dem T-Shirt ausgezogen werden. Auch für den Fall, dass eines der beiden Teile nass oder schmutzig geworden ist, so müssen nicht gleich beide Teile gewechselt werden. Ein Body hingegen müsste vollständig umgezogen werden.

Was beachtet werden muss beim Kauf von Bodys

Beim Kauf von Bodys müssen Sie die Jahreszeit berücksichtigen. Für die kälteren Tage bieten sich insbesondere Langarmbodys an, für die wärmeren Tage im Jahr sind Kurzarmbodys vorzuziehen. Da Babys und Kleinkinder sehr schnell aus Ihren Kleidungstücken und so auch aus den Bodys herauswachsen, sollten Sie immer nur die aktuelle Größe kaufen. Kaufen Sie beispielsweise in den Sommermonaten Langarmbodys, dann sind diese, bis die kalte Jahreszeit anbricht meist zu klein - oder besser gesagt - bis dahin ist Ihre Kleine zu groß. Schade um das Geld, das anderweitig hätte investiert werden können.

Bodys für Neugeborene

Insbesondere bei Neugeborenen sollten Sie vorwiegend Wickelbodys kaufen. Diese gibt es sowohl mit langen als auch mit kurzen Ärmeln. Diese Wickelbodys erleichtern Ihnen einerseits das An- und Ausziehen dadurch, dass diese nicht über das Köpfchen gezogen werden müssen, sondern um den Körper gewickelt und dann mithilfe von Druckknöpfen verschlossen werden. So müssen Sie das Köpfchen Ihres Babys, das in den ersten Lebensmonaten noch gehalten werden muss, auch nicht unnötig anheben. Ist Ihre Kleine dann ein paar Monate älter und kann ihr Köpfchen alleine halten, dann eignen sich auch normale Bodys.

Stoffe

Bei der Wahl der Bodys sollten Sie auch unbedingt auf den Stoff achten. Am besten eignen sich aufgrund der Verträglichkeit wie auch für die Maschinenwäsche Bodys aus Baumwolle. Es gibt zwar schöne Bodys, die mit einigen Prozenten Elasthan versehen sind und dadurch am Körper gut anliegen, allerdings neigen kleine Kinder hier oft zum Schwitzen, zumal diese Bodys nicht so atmungsaktiv sind.

Farbwahl

Ein weiteres Kriterium, das Sie beim Kauf beachten sollten, ist die Farbwahl. Neben Bodys in neutralem Weiß mit kleinen süßen Aufdrucken, die sich insbesondere für die Maschinenwäsche auch bei höheren Temperaturen bestens anbieten, gibt es Babybodys in ganz verschiedenen Farben. Für Mädchen eignen sich hier wohl vorwiegend Mädchenfarben wie Rosa, Lila oder vielleicht auch Rot. Aber auch Farben wie Blau, Gelb oder Grün können natürlich gewählt werden.

Was beachtet werden muss beim Kauf von Schlüpfer und Hemd für Mädchen

Bei der Wahl von Hemd und Schlüpfer für Mädchen sind ähnliche Kriterien wie bei der Wahl eines Bodys heranzuziehen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie vorwiegend Unterwäsche aus Baumwolle kaufen. Diese ist hautverträglich, atmungsaktiv und sehr gut für die Maschinenwäsche geeignet. Von hohen Elasthananteilen in der Unterwäsche sollten Sie Abstand nehmen, um ein unnötiges Schwitzen Ihrer Kleinen zu vermeiden.

Beim Schlüpfer sollten Sie unbedingt die Gummiweite prüfen. Ist das Gummi zu eng, dann führt dies häufig zu Druckstellen oder gar einem Abschnüren in der Bauchgegend Ihres Mädchen. Der Schlüpfer sollte zwar gut sitzen, aber nicht zu eng sein. Es sollte natürlich beim Kauf generell auf die richtige Größe geachtet werden, aber gerade beim Schlüpfer kann trotz richtiger Größe der Gummizug eventuell zu eng sein.

Ein weiteres Kaufkriterium, wenn auch nicht ganz so entscheidend, ist die Farbwahl. Unterwäsche für Mädchen gibt es ebenso wie normale Kinderkleidung in den verschiedensten Farben und mit unterschiedlichen Motiven und Mustern. Ein neutrales Weiß ist meist, insbesondere bei höheren Waschtemperaturen, einfacher zu reinigen, allerdings wird Ihre Kleine Ihnen ab einem gewissen Alter schon mitteilen, welches Set aus Hemd und Schlüpfer sie gerne hätte.

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