Blumenampeln als blühende Hingucker auf Terrasse und Balkon

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Immer auf grün: Blumenampeln als blühende Hingucker auf Terrasse und Balkon

Es gibt im Bereich des Hobbygärtnerns kaum ein Einsatzgebiet, in dem Blumenampeln nicht Anwendung finden können. Die dekorativen hängenden Behälter eignen sich sowohl als schöne Zierde für den Eingangsbereich Ihres Hauses als auch zum Begrünen Ihres Balkons oder Ihrer Terrasse. Auch können Sie unansehnliche, kahle Wände in eine blühende Landschaft und Ihren Garten in eine bunte Oase verwandeln. In puncto Gestaltung sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt und die diversen Formen und Muster der Töpfchen bilden an sich bereits ein Highlight in jeder Umgebung. Als Blumenampeln werden Vorrichtungen bezeichnet, die als hängende Halterungen für Pflanzengefäße fungieren. Es gibt sie in allem möglichen Farben und sie werden aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt.

Die hängende Blütenpracht und der dichte Wuchs der grünen Kübelbewohner sind nicht nur eine Freude für das Auge, sondern auch ein guter Sichtschutz, der Ihr Reich in einen geschlossenen, paradiesischen Rückzugsort voller Ruhe und Frieden verwandelt. Lernen Sie, wie Sie Blumenampeln selber basteln, worauf Sie achten sollten, und erfahren Sie viel Wissenswertes rund um diese beliebten und vielfältigen Dekobehälter.

Diese Pflanzen kommen in Blumenampeln besonders gut zur Geltung

Verständlicherweise eignen sich vor allem hängende Zierpflanzen für Blumenampeln, denn so können sie ihre Pracht voll entfalten. Hängegeranien und Hängepetunien sind unter Gartenfreunden sehr beliebt, da sie prächtige Blüten tragen sowie dichten Wuchs aufweisen. Sie sind besonders pflegeleicht und resistent gegen ungünstige Wetterverhältnisse. Es kommen noch unzählige weitere Pflanzen- und Blumensorten hinzu, die schmückend in Erscheinung treten können. Wenn Sie zum Beispiel exotische Pflanzen mögen, wird Ihnen vielleicht die majestätische Orchideenart „Epidendrum" gefallen oder die schöne „Dichorisandra" mit ihren strahlend blauen Blüten. Im Winter können Sie die weißen Blüten der „Dipteracanthus" bewundern, die sich trotz ihrer exotischen Herkunft gut kultivieren lässt.

Es müssen jedoch nicht immer Blumen und Zierpflanzen sein – Sie können Ihre hängenden Gefäße auch mit Obst- und Gemüsesorten bestücken. Hängende Erdbeersträucher sehen nicht nur schön aus, Sie können sich auch jedes Jahr aufs Neue an einer eigenen leckeren Ernte erfreuen. Viele dieser Pflanzen sind zudem winterhart und müssen nicht ins Innere des Hauses gebracht werden. Alternativ: Wie wäre es mit eigenen Tomaten, die ihren charakteristischen und verlockenden Duft verströmen und noch viel besser schmecken, weil es die eigenen sind? Sie haben die Wahl und können die Artenvielfalt nach Belieben kombinieren.

Der Standort der Blumenampeln ist entscheidend für die Gesundheit Ihrer Gewächse

Ob Pflanzen gedeihen oder eingehen, hängt in großem Maße davon ab, wie viel Licht und Sonne sie vertragen und ob sie zu viel oder zu wenig davon bekommen. Informieren Sie sich im Vorfeld darüber, welche artenspezifischen Bedürfnisse Ihre verwendeten Exemplare haben und was ihnen nicht gut tut. Grundsätzlich gilt: Zu wenig Sonne schadet, zu viel aber auch. Natürlich brauchen tropische Gewächse viel mehr Licht, als Varianten aus den gemäßigteren Zonen – richten Sie sich bei der Suche nach einem geeigneten Standort danach. Dasselbe gilt für den Wind. Vor allem im Freien oder auf dem Balkon sollte der Platz, an dem das Wachstum stattfindet, vor zu starken Luftbewegungen weitgehend geschützt sein.

Auch mit Kälte können die verschiedenen Pflanzenarten nur unterschiedlich gut umgehen. Manchen von ihnen macht es nichts aus, im Freien zu überwintern, die anderen wiederum mögen es warm und wollen die kalte Jahreszeit in der Wohnung oder sogar unter einer Wärmelampe verbringen. Sie entscheiden, wie viel Aufwand Sie für Ihre bunte Pracht in Kauf nehmen wollen, und sollten sich dies noch vor dem Kauf überlegen. Es gibt für Pflanzenliebhaber kaum einen traurigeren Anblick, als Kübel voller erfrorener, ausgetrockneter oder ertrunkener Gewächse mit gelben Blättern und hängenden Köpfen.

So bringen Sie Ihre Blumenampeln an und bepflanzen sie

In der Wohnung werden die hängenden Konstruktionen an Haken an der Decke angebracht oder an speziellen Wandkonstruktionen, die eine ausreichende Entfernung zur selbigen gewährleisten. Aus einem einfachen Handtuchhalter können Sie bereits eine Aufhängung basteln, die mehreren Kübeln Platz bietet. Hier sind Ihrer Fantasie und Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt. Es ist jedoch wichtig, dass Sie die Halterungen gewissenhaft anbringen, da die Töpfe durch das Gießen sehr schwer werden können. Außerhalb der Wohnung müssen die Vorrichtungen außerdem selbst extremen Wetterbedingungen standhalten können.

Jede Gewächsart hat eine bestimmte Vorliebe, was die Pflanzenerde angeht. Daher sollten Sie in einem Topf stets die Exemplare zusammen einpflanzen, die gleiche Bedingungen an den Boden stellen. Um Staunässe zu verhindern, brauchen Sie ein Gefäß, das über ein Loch am Boden verfügt, oder eines mit doppeltem Grundstock. So fließt das Zuviel an Wasser ungehindert ab und die berüchtigte Wurzelfäule kann nicht entstehen. Wenn Sie die Pflanzen zunächst in den hängenden Kübel umpflanzen müssen, sollten Sie vor dem Einsetzen in das neue Behältnis den Wurzelballen vorsichtig lockern.

Platzieren Sie ruhig mehrere Pflanzen in einem einzigen Behälter. So wird der Wuchs noch üppiger und eindrucksvoller. Keine Sorge, die Flora dieser ist es gewohnt, auf engem Raum miteinander auszukommen, und teilt sich die Nährstoffe des Erdbodens, ohne einander zu schaden.

Das sollte Sie über die Pflege Ihrer Blumenampeln wissen

Bei der Pflege stellt sich wiederum die Frage nach der Herkunft und der Art der Pflanzen. Gießen müssen Sie grundsätzlich alle Arten, ankommen tut es auf die korrekte Menge, Dosierung und Häufigkeit. Austrocknen darf die Erde in den Blumenkästen natürlich nie und zu viel Wasser schadet fast jeder Wurzel. Da Blumenampeln frei hängen und von allen Seiten ständiger Luftzirkulation ausgesetzt sind, brauchen diese Ziergewächse vor allem im Sommer viel mehr Wasser als in den kälteren Jahreszeiten. Warme Luft trocknet den Erdballen recht schnell aus, was nicht selten unerwartet rasch großen Schaden herbeiführen kann.

Während der ersten Zeit in der neuen Umgebung braucht Ihre Neuanschaffung regelmäßig Dünger – am besten einmal in der Woche. Wenn Sie sehen, dass Gewächse sich gut entwickeln und die ersten Blüten spießen, reicht eine Düngung alle vier Wochen. Ein Rückschnitt ist häufig angebracht, damit Ihre Zierpflanzen die Form wahren können und der Wuchs dicht und voll bleibt.

So schützen Sie Blumenampeln vor Schädlingen

Vor allem Pflanzen, die sich auf dem Balkon oder der Terrasse befinden, sind immer wieder bestimmten Schädlingen ausgeliefert, die sie ohne Ihre Hilfe nicht bekämpfen können. Die bekanntesten Vertreter der Parasitenfamilie sind wahrscheinlich die Blattläuse. Sicherlich haben auch Sie bereits gesehen, was diese unliebsamen Gäste den Pflanzen antun können. Dabei sind sie nicht die einzige potenzielle Gefahrenquelle. Schnecken, Raupen oder Spinnmilben leben von dem Saft der Pflanze und saugen diese nach und nach aus, bis sie vollständig abstirbt. Nicht weniger verheerend sind diverse Pilzkrankheiten, die Ihre Gewächse befallen können, wie zum Beispiel die Blütenendfäule oder die Blattfleckenpilze.

Kontrollieren Sie am besten Ihre Gewächse regelmäßig und achten Sie auf gelbe, abgestorbene Blätter oder Löcher, die immer größer werden – das könnten erste Anzeichen für einen Parasitenbefall sein. Blattläuse lassen sich relativ schnell wieder entfernen – häufig reicht es, gründlich abzuspritzen und die Tiere einfach fortzuspülen. Sollte diese Methode nicht helfen, können Sie die Blätter mit einer Mischung aus Schmierseife und Spiritus einsprühen – ein sehr wirksames Mittel gegen die Blattfresser. Raupen und Schnecken können Sie schnell einsammeln und entfernen, bevor sie Schaden anrichten. Für alle besonders hartnäckigen Störenfriede können Sie im Handel spezielle Schädlingsbekämpfungsmittel erwerben, denn manchmal kommen Sie um chemische Präparate nicht herum.

Wenn Blätter gelbe Flecken bekommen, dann könnte allerdings auch ein aggressiver Pilz die Ursache dafür sein. In einem solchen Fall sollten die befallenen Bereiche sofort gesäubert werden, um weitere Ausbreitung zu vermeiden. Es gibt einige Tricks, die Ihnen dabei helfen, diesen Erkrankungen vorzubeugen. Bereits vor dem Kauf sollten Sie darauf achten, welche Pflanzensorten am wenigsten anfällig für Pilzbefall sind, und Ihre Kaufentscheidung daran ausrichten. Beim Gießen dürfen sowohl Blätter als auch Früchte nicht nass werden, da dies die Ausbreitung unangenehmer Erscheinungen begünstigen würde. Viele Sporen befinden sich in der Erde, sodass es sich empfiehlt, Ihre Ziergewächse von Zeit zu Zeit umzutopfen und mit frischer Erde zu versorgen.

Basteltipps für einzigartige Blumenampeln

Planen Sie - sofern es schließlich allen Pflanzen gut geht - eine Gartenparty und wollen Ihre Gäste mit origineller Dekoration überraschen, oder sind auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Geschenkidee? Individuelle und ausgefallene Blumenbehälter können Sie unkompliziert selber basteln – und das häufig mit simplen Haushaltsartikeln.

Aus Plastikflaschen lassen sich zum Beispiel witzige Gefäße für Blumenampeln herstellen. Sie brauchen lediglich drei unterschiedlich geformte Exemplare mit einem Fassungsvermögen von mindestens einem Liter, Plastikkordeln in verschiedenen Farben, eventuell Dekoperlen und eine Schere. Schneiden Sie die Flaschen sorgfältig durch, sodass gerade Ränder entstehen, drehen Sie die Seite mit dem Deckel nach unten und wickeln die Kordel darum. Sorgen Sie dafür, dass das Behältnis sicheren Halt beim Hängen hat und die Blumen nicht umkippen, indem Sie die Schnur dementsprechend wie ein Netz mehrfach um die Flaschen legen. Nun können Sie die Perlen in die Kordel einarbeiten und die fertige Vase aufhängen. Einen zusätzlichen Effekt erreichen Sie, in dem Sie dem Blumenwasser etwas Lebensmittelfarbe hinzugeben.

Die Klassiker unter den Blumenampeln sind wohl die geflochtenen und verzierten Schnüre und Bänder, die an den unteren Enden verknotet werden und als hängende Halterung für Pflanzenkübel dienen. Als Grundmaterial eignen sich Kordeln aus vielen Materialien. So sind alle erdenklichen Farbkombinationen und Flechtmuster möglich. Sie benötigen zudem einen Ring oder Ähnliches, der in die Konstruktion mit eingearbeitet wird und später als Aufhängung fungiert.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden