Bloß keine Entgleisungen! Modellbahn-Gleise richtig verbinden und fixieren

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Bloß keine Entgleisungen! Modellbahn-Gleise richtig verbinden und fixieren

Modellbahngleise sind feinmechanische Spitzenprodukte. Sie müssen einerseits den technischen Ansprüchen eines robusten Betriebes und andererseits den Maßstäben feiner Details und Größen entsprechen. Damit es keine Entgleisungen mit den Gleisen gibt, sind auch spezifische Vorgaben der unterschiedlichen Hersteller zu beachten. Es existieren mindestens vier unterschiedliche Spurweiten, dazu kommen noch Schmalspurgleise und Sondergrößen. Zwei unterschiedliche Stromsysteme, Gleise zum Selbstbau und hochwertige Modellbau-Varianten ergänzen die Vielfalt der Gleise. Für alle denkbaren Varianten gilt ein Grundsatz: Modellbahngleise müssen sorgfältig verlegt werden, damit ein sicherer Betrieb der Modellbahnen gewährleistet ist.

 

Sicherer Betrieb auf allen Anlagen: unterschiedliche Gleismodelle und einheitliche Konstruktionsmerkmale

Lose verlegte Gleise sind das K.-O.-Kriterium für jede Modelleisenbahn. Zwar werden fast alle Gleise über Gleisverbinder passgenau und elektrisch leitend zusammengesteckt und ergeben so eine offene oder geschlossene Gleisstrecke. Doch die eingebauten Verbindungselemente sind empfindlich und verschleißen schnell, wenn die Gleise nicht fest verlegt werden. Alle Gleise benötigen an jeder Stelle einen festen Untergrund, der sich nicht biegen oder verschieben lässt. Meist werden die Gleise aufgeschraubt, seltener aufgeklebt. Zur Schalldämpfung werden auch isolierende Dämmplatten untergebaut oder sind bereits vom Hersteller als Gleisbett vergossen.

 

Die Gleise sind hohen Lasten ausgesetzt und benötigen deshalb eine Fixierung

In Kurven, an Weichen, Kreuzungen, Steigungen und im Gefälle treten trotz des geringen Gewichts von Loks und Wagen hohe dynamische Kräfte auf. Diese führen dazu, dass die Schienenverbinder nicht fixierter Modellgleise sich lösen. Betriebsstörungen wie Stromunterbrechungen oder Entgleisungen sind die Folge. Es kann auch teuer werden, wenn die neu erworbene Dampflok von der Brücke auf den Boden fällt oder die Modellfahrzeuge sich im Tunnel ineinander verhaken. An später unzugänglichen Stellen müssen Gleisstrecken besonders sorgfältig verlegt werden.

 

Gleisbau mit Modulsystemen für kleine und große Anlagen

Die "Eisenbahnplatte" ist eigentlich eine unpraktische Angelegenheit. Beliebt ist sie, weil alle Gleise, Berge und Tunnel auf nur einer Grundplatte Platz finden. Unbeliebt wird sie, wenn der erste Umzug - auch in der eigenen Wohnung - ansteht. Es ist nicht nur das Gewicht, das eine stabile Platte mit sich bringt. Es sind vor allem die Abmessungen, die schon bei einer kleineren H0-Anlage zwei bis drei Quadratmeter Fläche einnehmen. Es gibt Module mit standardisierten Schnittstellen, die es ermöglichen, die Modellbahnanlage immer wieder neu zu gestalten, zu erweitern oder sie grundsätzlich zu ändern. Die professionelle Gleisverlegung bei einer modularen Anlage ist ein entscheidender Aspekt für eine zufriedenstellende Modelleisenbahn.

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