Blast from the Past – Mit Retro-Konsolen Spiele-Klassiker neu erleben

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Retro liegt voll im Trend. Das gilt nicht nur für Fashion und Lifestyle, sondern auch für Videospiele. Der neueste Schrei: Retro-Konsolen. Mit den folgenden Nachbauten  lassen sich die Spiele von gestern in voller Pracht im Hier und Jetzt genießen. 


Videospiele sind erwachsen geworden und schon lange kein Kinderkram mehr. Wer das nicht glaubt, muss sich nur das Durchschnittsalter des typischen Spielers anschauen. Das liegt inzwischen bei ungefähr 32 Jahren und widerlegt damit das Klischee des dauerzockenden Jugendlichen.
Das gestiegene Alter der Zielgruppe hat einen interessanten Nebeneffekt: Retro-Games, die Spieleklassiker der 80er und 90er Jahre, erleben seit einigen Jahren ein Revival. Für manche Spiele-Enthusiasten ist die Kindheit nie wirklich zu Ende gegangen und Konsolen wie Super Nintendo und Mega Drive sind immer noch das Maß aller Dinge – auch wenn die Technik stetig voranschreitet und die neue Hardware virtuelle Welten ermöglicht, von denen Spiele-Fans früher nicht einmal zu träumen wagten.
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Der Siegeszug der Klon-Konsolen

Die alte Konsole an den Fernseher anzuschließen, ist leider gar nicht so einfach. Auch wenn Spielemaschinen wie der Super Nintendo dank solider Bauweise und vergleichsweise simpler Technik im Prinzip unkaputtbar sind, legt der technische Fortschritt dem Retro-Fan eine ganze Reihe von Stolpersteinen in den Weg. Die Anschlüsse sind oft nicht kompatibel mit modernen Fernsehgeräten und wenn man es mittels Adapter doch irgendwie geschafft hat, die Konsole zum Laufen zu bringen, sieht das Bild auf modernen Flachbildfernsehern relativ bescheiden aus.
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Genau aus diesen Gründen haben sich am Markt inzwischen sogenannte Klon-Konsolen etabliert. Diese Geräte sind im Grunde Nachbauten von Konsolen wie Super Nintendo oder Mega Drive: Technik und Design orientieren sich an den Vorbildern, die alten Spiele-Cartridges lassen sich problemlos damit verwenden und die Konsolen sind für moderne Fernseher konzipiert. Hier nehmen wir drei dieser Klon-Konsolen einmal näher unter die Lupe.

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Hyperkin Retron 5 – der Alleskönner

Wenn es um die Menge der unterstützten Systeme geht, kann der Hyperkin Retron 5 vermutlich niemand das Wasser reichen: Die Konsole unterstützt die beeindruckende Anzahl von fünf Retro-Konsolen. Mit anderen Worten: Wer sich die Retron 5 zulegt, kann damit Spiele für NES, SNES, Mega Drive, Game Boy und Game Boy Advance spielen.
Das ist aber nicht alles. Auch in Sachen Technik kann die Retron 5 punkten: Das Gerät bietet eine HDMI-Ausgabe bis zu 720p, verfügt über einen SD-Karten Slot und ein Netzteil mit länderspezifisch austauschbaren Steckern. Außerdem wird es mit einem kabellosen Gamepad geliefert, das gut in der Hand liegt und relativ nahe an das klassische Gamepad des Super Nintendo herankommt.
Interessant ist auch die Technik, mit der die Spiele dargestellt werden: Die Retron 5 läuft mit einem auf Android basierenden Betriebssystem und spielt den Titel nicht direkt ab. Stattdessen werden die Daten von der Spiele-Cartridge eingelesen und anschließend von einem vorinstallierten Emulationsprogramm verarbeitet. Puristen mögen hier die Nase rümpfen, da das nicht 100 % authentisch ist und die Retron 5 damit im Grunde „nur“ eine Software-Umgebung bietet, die die Spiele simuliert.
Auf der anderen Seite wartet die Retron 5 aber mit zahlreichen Features auf, die das Spielen deutlich komfortabler machen. Die Bildqualität lässt sich beispielsweise mit speziellen Filtern deutlich verbessern. Ergebnis: Die Kanten sind glatter, das Bild insgesamt weicher und wer will kann sogar den echten Röhrenfernseher-Look einstellen. Dazu kommt die Möglichkeit, das Spiel an jeder beliebigen Stelle mittels Save-State abzuspeichern – selbst wenn das im Original gar nicht vorgesehen war. Mit einer SD-Karte lassen sich Cheats für bestimmte Titel einspielen, außerdem ist das Button-Layout des Gamepads frei konfigurierbar.
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Super Retro Trio – authentisches Spielerlebnis mit leichten Abstrichen

Der schärfste Konkurrent der Retron 5 ist das Super Retro Trio. Wie der Name schon andeutet, kann man hier nur drei Systeme abspielen, nämlich NES, SNES und Mega Drive. Da das aber sowieso die beliebtesten Systeme sind, ist das kein größeres Hindernis.
Problematischer wird es schon bei der Bildqualität. Die HDMI-Ausgabe fehlt beim Super Retro Trio und das Bild wird höchstens per Komposit-AV oder S-Video-Signal dargestellt. Das ist nicht ganz auf der Höhe der Zeit, auch wenn es immer noch eine kleine Verbesserung im Vergleich zu den ursprünglichen Konsolen bedeutet.
Der größte Unterschied im Vergleich zur Retron 5 ist aber die Art und Weise, wie die Games abgespielt werden. Während die Retron 5 die Spiele per Software emuliert, verarbeitet das Super Retro Trio Spiele-Titel direkt in seiner Hardware. Das ist zwar authentischer, wirft allerdings auch einige Probleme auf. Da die Hardware nur ein Nachbau des Originals ist, kann es zu Einschränkungen bei der Spiele-Kompatibilität kommen.
Die Mehrzahl der Spiele-Cartridges läuft problemlos auf dem Super Retro Trio, in einigen Fällen gibt es aber kleinere Grafikfehler. Beim Rennspiel-Klassiker Super Mario Kart werden z. B. nicht alle Sprites ganz korrekt dargestellt, außerdem hat das Bild die Tendenz, von Zeit zu Zeit zu flackern. Insgesamt schneidet das Retro Trio aber besser ab als andere hardwarebasierte Klon-Konsolen, zumal 100%ige Kompatibilität mit ausnahmslos allen Titeln eine unrealistische Erwartung ist.
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Retro-Spielspaß für unterwegs – Mega Drive Arcade Ultimate Portable

Die dritte Klon-Konsole im Bunde, die Mega Drive Arcade Ultimate Portable, ist eine Kuriosität, aber gerade deshalb eine Erwähnung wert. Im Unterschied zu den anderen beiden Systemen muss man diese Spiele-Maschine nämlich nicht an einen Fernseher anschließen – das Gerät ist portabel und bietet damit Retro-Spielspaß für unterwegs.
Das hat allerdings seinen Preis: Das System unterstützt nur eine Retro-Konsole, und zwar das Mega Drive des japanischen Herstellers Sega. Das ist zwar eine Einschränkung, dafür hat das Gerät aber die offizielle Unterstützung von Sega und wird direkt mit 18 Spiele-Titeln ausgeliefert, darunter Klassiker wie die Prügelspiele “Streets of Rage 2“ und „Street Fighter 2“. Auch die Bildqualität der Mega Drive Arcade Ultimate Portable kann sich sehen lassen. Der ungefähr sieben Zentimeter durchmessende Bildschirm des Handhelds bietet eine gestochen scharfe Darstellung und extrem lebendige Farben. Selbst einzelne Pixel lassen sich ohne Probleme erkennen. Der Ton kann da leider nicht ganz mithalten und wirkt etwas blechern, was bei der geringen Größe der Lautsprecher aber leicht zu verschmerzen ist.
Das größte Problem der Mega Drive Arcade Ultimate Portable ist vermutlich, dass man mit dem Gerät keine Original-Cartridges abspielen kann. Stattdessen bietet es einen SD-Karten Slot, mit dem sich Spiele-Dateien einlesen lassen. Das ist etwas umständlich, da der User zunächst die Cartridge mittels Adapter am PC zu einer speziellen ROM-Datei konvertieren muss, diese dann anschließend auf die SD-Karte packt und erst dann spielen kann.
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