Billigautos Klein, billig - und nicht richtig günstig

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Lange galt bei Autos die Devise: größer, schöner, teurer. Doch seit 2005 sind diverse Billigautos auf dem Markt, die weniger als 9.000 Euro kosten. Im Alltagstest zeigt sich aber: Billig ist nicht immer günstig.

Ein alter Bekannter ist der Ford Ka. Doch versucht Ford die anderen Hersteller seit einigen Monaten mit der Billigversion Ford Ka Student zu ärgern. Der Preis ist mit 7.990 Euro ein echtes Schnäppchen und auch der Verbrauch und die Fahreigenschaften können bei einem Test des SWR-Magazins "Rasthaus" überzeugen. Dafür er nicht viel Komfort zu bieten. Nicht wirklich billig ist der Ford Ka Student - wie alle so genannten "Billigautos" - bei den Betriebskosten. Reparatur, Wartung, Versicherung und Steuern sind vergleichsweise hoch.


Dacia Logan - Preisbrecher aus Rumänien

Die Billig-Welle hat die rumänische Renault-Tochter Dacia mit dem Logan losgetreten. Dieser war schon 2004 als 5.000-Euro-Auto in aller Munde. In Deutschland kostet er wegen der höheren Sicherheitsstandards etwa 7.500 Euro. Neben dem Preis spricht vor allem der Platz für den Logan. Einer fünfköpfige Familie bietet er viel Raum für Beine und Gepäck. Gespart hat Renault bei Design, Material und Sicherheit. Erste Fahr- und Crashtests zeigen, dass der Bremsweg vergleichsweise lang ist und auch die Stabilität der Karosserie nicht modernen Standards entspricht.


VW Fox: Geräumiger Kleinwagen

Ebenfalls nicht wirklich klein ist der VW Fox, mit dem der Wolfsburger Konzern zum ersten Mal wieder einen echten Volkswagen auf den Markt bringt. Für einen Kleinwagen ist er ziemlich geräumig, vor allem dann, wenn als Extra für 59 Euro die verschiebbare Hinterbank mitbestellt wird. Dann finden entweder vier Erwachsene bequem Platz oder der Kofferraum bietet - bei umgeklappter Rückbank - viel Raum für Transporte. Ein weiterer Pluspunkt: Als einziger der neuen Kleinwagen nimmt der Fox mit Normalbenzin Vorlieb.


Toyota, Citroën, Peugeot: Drei Blligautos auf einmal

Toyota, Peugeot und Citroën haben sich für ihre Preisbrecher zusammengetan und drei baugleiche Modelle auf den Markt gebracht. Der Citroën C1 ist der günstigste, hat dafür aber sehr wenig Platz auf der Rückbank. Das Interieur ist aus kargem Hartplastik und billigen Stoffen. Der Toyota Aygo ist etwas geräumiger und hat ein freundlicheres Design. Der Peugeot 107 liegt - was Komfort betrifft - dazwischen. Alle drei sind nur für vier Personen zugelassen und verfügen über ein verstellbares Lenkrad.

Billigautos im Vergleich  Benzinmotor Leistung Verbrauch
l/100 km  Preis
Ford Ka 1,3 Liter 60 PS 5,9 (Super) 7.990 Euro
VW Fox 1,2 Liter 55 PS 5,5 (Normal) 9.150 Euro
Toyota Aygo 1,0 Liter 68 PS 4,6 (Super) ca. 9.000 Euro
Dacia Logan 1,4 Liter 75 PS 6,9 (Super) 7.200 Euro
Peugeot 107 1,0 Liter 68 PS 4,6 (Super) 9.150 Euro
Citroen C 1 1,0 Liter 68 PS 4,6 (Super) 8.650 Euro

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