Billiganbieter für Bestattungen -nicht immer preiswert

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Leider wird Jeder von uns mal vor diesem Problem stehen- ein lieber Angehöriger ist verstorben und die Beerdigung muß organisiert werden. Im besten Fall, hat der Verstorbene sich zu Lebzeiten selber Gedanken gemacht und bereits Alles verfügt. Viel öfter aber, bleiben die Entscheidungen bei den Angehörigen und dies in einer Lebenssitutation, in der man sich eigendlich nicht um Entscheidungen kümmern möchte.Ich weiß wovon ich rede! Den Verlust zu verkraften ist doch eigendlich schon genug.  Immer öfter wird dann, aus Kostengründen, auf sogenannte Billigbestatter zurück gegriffen, da deren markante Werbung uns billige (gemeint sind wohl günstige) Preise verspricht. Wie zuletzt auch in ZDF-Reporter gezeigt wurde, bieten aber diese Angebote - in diesem Fall aus dem Internet ausgesucht- nicht immer die Leistungen, die man eigendlich benötigt. In dem gezeigten Fall beschrieb die Ehefrau des Verstorbenen, dass man von Ihr sogar abverlangte beim Abtransport ihres Ehemannes mit anzufassen. Wenn dies wirklich zutrifft -ich gehe mal davon aus, dass das ZDF ordentlich hinterfragt und arbeitet hat- ein Unding. Darf ich mir überhaupt nicht ausmalen.
Ich kann nur raten sich beim Bestatter im eigenen Stadtteil zu melden und sich dort zu informieren ,was man für sein Geld bekommen kann oder haben möchte, was wirklich notwendig ist und was zusäzlich möglich gemacht werden kann oder könnte
 Ganz viele Dinge, die man eigendlich für selbstverständlich hält,  sind nämlich bei den Billiganbietern zusätzliche Leistungen und werden gesondert berechnet (man glaubt ja garnicht was es da so Alles geben kann), aber beim Bestatter um die Ecke sind sie im Preis anscheinend und oft inbegriffen-z.B. eine Besprechung außerhalb der normalen Öffnungszeiten.
Bei diesen Stadtteilbestattern handelt es sich um Menschen, die man immer wieder beim Einkaufen um die Ecke trifft, die im gleichen Viertel leben und so sind diese Bestatter sehr daran interessiert gute Arbeit anzubieten. Schließlich würde sich ganz schnell im Stadtteil rumsprechen wenn da etwas nicht angemessen wäre und dies wäre sehr zum Nachteil des Firmenrufes.Außerdem kennt man dort in der Regel den Verstorbenen und auch seine Familie. Dies bedeutet Nähe und Sensibilität- für die Angehörigen ebenso wie für den Bestatter.
Bei den großen Billiganbietern ist man anscheinend nur eine Nummer. Unbekannt.Einer von Vielen. "Nennen Sie uns bitte den Familiennamen"- damit man den "Vorgang" finden kann. Reklamationen, Unzufriedenheiten-na und?!
Ich möchte für mich , ebenso wie für meine Angehörigen, ein angemessenes Begräbnis. Mit dem Gefühl ein Mensch und nicht eine Nummer zu sein. Dies ist bei einem mir bekannten Menschen wohl eher zu finden, als bei einem Unbekannten, den die Angehörigen wohl nie wieder begegnen werden.
Deshalb: im Falle eines Falles und am Besten schon vorher, sollte  man sich beim Bestatter seines Vertrauens beraten lassen und genau besprechen, auf welche Dinge man Wert legt und woran -falls notwenig- auch gespart werden könnte. Die Friedhofsgebühren und dass ist der größte Kostenfaktor, sind eh von der Gemeinde/Stadt festgelegt und sind vom Bestatter unabhängig. Eine Freundin hatte die Priorität für den Vater einen Sarg aus Eiche haben zu wollen und leider war das Geld nicht so üppig. Der Stadteilbestatter hat wirklich gut beraten und so hat man auf Einige, für meine Freundin nicht so wichtige Dinge, wie z.B. Zeitungsanzeige und  Kapelle verzichtet und es war eine wirklich Menschenwürdige Bestattung im gewünschten Eichensarg.Mit dem Geld ist sie trotzdem hin gekommen.
Von den Zahlen die da so im Gespräch sind sollte man sich einfach nicht verrückt machen lassen. Alles Blödsinn.
So wie: was kostet ein Haus?200000€?! Nein- je nach Ausstattung mal mehr oder auch weniger. Wie eine Bestattung. Nur reden muß man und nur redenden Menschen kann geholfen werden.
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