Big Game Angeln Die Jagd auf die Riesen der Meere

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Big  Game

Die Beschäftigung mit den "richtigen" Fischen

Allen unseren Freunden und deren Freunden  2012. Erfolg in jeder Art, viel Freude und wirkliches Petri Heil das wünscht das Team von 1000 Angeln. 

 

Der Autor dieser Zeilen hat einige Reisen zu den "richtigen" Fischen unternommen.Dadurch hat er seinen Fuss auf 4 Kontinente gesetzt. Er ist in 25 Ländern gewesen. Auf der Home Page gibt es eine "Angeber-Seite". Wer mag kann da nachlesen.

Dies soll nur ein Rückblick sein, am Ende folgen Gerätetipps. Sonst mal den Autoren ansprechen, sicher entsteht im Gespräch noch ein oder zwei Ratschläge.

Es ist eine der beiden schönsten Arten Fische zu fangen. Wer etwas in diese Richtung erlebt hat sollte nicht auf die anderen Angler herabsehen. Der Fang einer farbenprächtigen Rotfeder sollte auch noch Freude auslösen.

 

Das Big Game ist nicht gerade eine preiswerte Angelegenheit aber nun mal auf das Kilo Fisch gerechnet ist es auch wieder anders.

Nun denn lasst mich einfach plaudern:

Hier Geschichten bei einer der 17 Reisen erlebt.

Wir sind in Malindi

Mitten in der Nacht, genau 5:00, ein vorsichtig, scharrendes Geräusch an der Tür." Mister Breakfast is ready ". Durch die nächtliche Kühle gehe ich zum Frühstück. Der Raum ist nicht grell aber doch hell erleuchtet. Alles was das Herz begehrt ist hier zu finden. Eier gebraten, als Rührei, gekocht, pochiert. Gebratener Speck, Würstchen, kleine Steaks. Frische Brötchen, Croussants, frisch getoastetes Weissbrot. Tiefschwarzer Kaffee, toller Tee, Kakao, frische kalte Milch. Berge von frischen Früchten.

Ein jeder muss hier sein Frühstück finden. Neben dem Weg zur Tür ein freundlicher Mann. Hatten Sie ein Lunchpaket bestellt?

Vor dem Hotel ein Taxi oder ein Beauftragter des Bootseigners. Das Angelgerät wird sorgsam verstaut. Es geht im offenen Auto zum Hafen.Die laue Luft umspielt den Angler

Die Motoren der Boote laufen schon. Die Fahrt geht in die aufgehende Sonne hinein.Die Ruten werden aufgetakelt, das blaue Wasser ist eben erreicht da tänzeln auch schon die Köder im Schraubenwasser. Von der Luftspur der Schraube werden die Fische angelockt, nun können sie wählen welcher Köder am verlockensten spielt. Der mit den roten Fransen, der immer so aufgeregt hüpft, Dieser mit den blitzenden Flossen, jener der den Duft des Balyhoo ausströmt? Hier in Kenia, läuft der Fisch unter der Bezeichnung Garfish? Seine Hauptgräte ist herausgetrennt und er bekommt Halt durch die Hakenflucht.

Da beginnt eine Rolle zu kreischen, ein Bonito hat sich den Oktopus mit den grünen Fransen einverleibt. Der Angler bringt den Fisch an das Boot. Der Maat setzt das Gaff, das Abendessen ist gesichert. Hier in Malindi sind die Fische zwar Eigentum des Bootseigners aber wer den Fisch mitnehmen will kann das ohne Probleme tun. Jeder Hotelkoch bringt gerne einen Fisch vom Tage auf den Tisch. Was gibt es ausserdem schöneres als zum Dinner einen selbstgefangenen Fisch, auf Landessitte zubereitet zu verspeisen?

  Ich entsinne 2 solcher Fischschmäuse. Den Ersten in Kenia. Ich hatte am ersten Tag meinen ersten Filuci, so nennt man auf Suaheli die Goldmakrele, gefangen.Die englische Bezeichnung ist Dolphin. Der Geschäftsführer des Sailfisch Clubs, Joe Breitmaier, holte uns ab. Er fragte nach unseren Fängen, ich erzählte davon. Er liess sich von der Besatzung den Fisch geben. Zu Beginn des Abendessens kam der Fisch nun hier auf den Tisch. Für mich nicht nur ein tolles geschmackliches Erlebnis. Auch das die anderen Gäste nun "meinen" Fisch zu essen bekamen, war schon etwas was mich stolz machte.

Jahre später hatten wir in einer Veranstaltung in Florida eine gute Menge Goldmakrelen gelandet. Nachdem ich die Auswertung fertig hatte fragte mich mein Freund Rainer was denn mit Essen sei. Wir kreuzten nur die Strasse. Dort sassen in einem Restaurant Teilnehmer dieses Angelns. Sie hatte sich eine Goldmakrele dort zubereiten lassen. Wir setzten uns mit an den Tisch. Wir halfen gegen ein paar Dollar dem Fisch von dem Tische. Es war eine Köstlichkeit. An sich war und bin ich bis jetzt der Ansicht die US Amerikaner wissen zwar wie man Küche schreibt, dies war aber eine Spitzen Leistung der Küche. Hut ab.

Es wird aufregend, Fisch in Bootsnähe.    

Plötzlich holt die Decksmannschaft die Ruten ein, der Motor heult auf, der Bug de Bootes kommt aus dem Wasser. Der Skipper deutet auf den Horiznt. Ein dichter Pulk von Seevögeln ist der Wegweiser. Kleine Thune haben einen Kleinfischschwarm zusammengetrieben. Um die kleinen Thune herum haben sich grosse Thune und Schwertträger, wie Segelfische und Marline auch Wahoo geschaart und wollen hier ein derbes Frühstück zu sich nehmen. Das ist der Grund warum die Vögel immer wieder ins Wasser stosssen. So frühstücken nun mal Meeresvögel.

Die Köder sind gewechselt, jetzt laufen grosse Köder in der Blasenspur. Da kreischt eine der Rollen auf. Der Angler bringt sie nur mit Mühe aus dem Halter. Jetzt laufen die Bootsmotoren nur noch im Leerlauf. Der Angler nimmt im Kampfstuhl Platz. Der Fisch hat jetzt schon über 400m Schnur von der Rolle gerissen. Jetzt steht er. Der Angler bringt die ersten Meter Schnur auf die Rolle zurück. Wichtig ist das der Fisch möglichst früh gestoppt wird. Er darf keine Erholungspause bekommen. Wenn sich ein Fisch regenrieren kann dauert der Drill sehr lange. Der Angler wird von der Mannschaft und seinen Freunden mit Erfrischungsgetränken versorgt. Feuchte Tücher werden auf Nacken und Arme gelegt. Ein Schirm sorgt für Schatten.

Stunden später wird der Maat das Gaff ansetzen oder mit einer langen Zange den Haken lösen. Viele Fische werden heute nicht mehr entnommen. Das Gewicht wird geschätzt. So wird der Bestand an Grossfischen  nicht noch weiter veringern. Es werden meist nur noch Fische entnommen die scheinbar Rekordfische sind oder die im Drill verletzt wurden. Die  Masse meiner gefangenen Segelfische und Marline ist gezeichnet und im Wasser verblieben.

Das taggen, meint markieren, der Fische, hatte Mitte der 90 Jahre auch in Namibia bei den Strandanglern Einzug gehalten. Die dort gefangenen Kupferhaie, Broncies in der landesüblichen Bezeichnung, wurden markiert. Die Fische sind sehr standorttreu. Somit wurde in meiner Gegenwart einer mit der 3 Markierung versehen.

Eine feuchte Reise

Am Anfang der 80 Jahre des vorigen Jahrhunderts führte mich meine erste Tour auf die Insel Teneriffa. Der spanische Anglerverband richtete dort eine Meisterschaft aus. Alles was darüber zu sagen ist, wir hatten viel Spass. Als einziger fing unser Teamkamerad Fritz einen nenneswerten Fisch. Da ich nicht so leicht zu erschrecken bin ging die nächste Reise an einen Platz der fischsicher ist.  

Alle Vorbereitungen sind getroffen. Meine Rollen und die Rutengriffe, das sind die schwersten Gegenstände, habe ich in einem Pilotenkoffer, der ist im Flugzeug  verstaubar, untergebracht. Das Gepäck darf nur 20kg wiegen. Das Handgepäck, also der Pilotenkoffer, wird nicht gewogen.Das Gewicht des Koffers war 25kg. Ja so konnte man damals noch mogeln. Das ist heute unmöglich.  

      Der Flug in fast genau gerader Nord-Süd Richtung verursacht auch keinen Jet Lag. Als das gute Abendessen, mit einem Schluck Rotwein verzehrt ist, ordere ich zum Kaffee einen Cognac. Sonst ist mir der Kaffee zu trocken. Damit der Cognac nicht so allein im Magen ist, ordere ich den zweiten. So geht es dann weiter. Da die Flugzeit nach Mombasa 10 Stunden beträgt wird es uns in den Sitzen der " Holzklasse" zu eng. Wir bilden einen lockeren Gesprächskreis auf dem Gang. Die Oberstewardess bittet uns wir mögen und setzen. Die Runde wird immer feuchter und fröhlicher.Wir beruhigen die Stewardessen, wir fallen erst auf wenn wir umfallen. Aber keiner fällt um.Das Flugzeug befindez sich schon im Luftraum von Kenia. Es werden Einreise Erklärungen verteilt.Meine misslingt etwas. Die Gangway hinunter, ich bin schon auf der Gangwai schweissgebadet. Vor mir ein Schalter, wie früher bei der Post. Hinter dem Schalter ein schwarzes Gesicht. Ich lege meinen Pass und die Erklärung dem Beamten vor. Entschuldige mich bei dem Officer, bitte um Hilfe. Das Gesicht klart auf, sicher hat er nicht oft angetrunkene,bärtige Missungis die ihn freundlich um Hilfe bitten. Die Abfertigung ist schnell geschehen.Die nächste Freundlichkeit ist Joe. Im Prospekt hiess es Joe macht alles. Da war ich noch sehr skeptisch. Aber Joe Breitmaier machte wirklich alles. Leider weilt es nicht mehr auf diesem Globus.

Ein Bus steht bereit, das Gepäch wird hinein verladen, wir steigen ein. Durch die warme afrikanische Nacht mit der Fähre über den Sabaki in 3 Stunden nach Malindi. Ein Begrüssungs Getränk, die Verteilung der Appartments, nun nichts wie in die Falle. Mein Freund und Zimmergenosse sagt im Einschlafen, schlaf schnell zu, in der Frühe haben wir ein Boot. Ich will ausschlafen aber um 5:30 ein Geräusch an der Tür " Mister breakfast is ready" Ich trolle mich ins Badezimmer, " was ist, willst Du einen Rekord im Dauerduschen aufstellen?" Ein herrliches Frühstück macht uns munter. Ein Auto bringt und zum Hafen, durch die warme afrikanische Nacht. Die Angelschiffe liegen an Boyen. Mit Booten werden wir übergesetzt. In die Boote kommen wir nur durch das Wasser,  einen Steg gibt es noch nicht. Die Bootsgrösse ist gering, es ist unglaublich wie viele Angler mit Gerät in die Boote verfrachtet werden. Es wird aber schon etwas heller, wir erreichen das Angelschiff da ist es hell.

Die Angelgeräte werden überreicht, Schwarze aber freundliche Hände helfen uns in die Angelboote. Nun sind wir Lords, jeder Handgriff wird und abgenommen. Die Ruten werden aufgetakelt, die Köder werden bereitet. Wozu hatten wir eigentlich die ganzen Knoten geübt? wir sind zwei Angler an Bord. Uns bedienen 3 Leute und der Kapitän. so legen wir uns auf die Liegen und warten was da so kommen soll.

Kaum sind wir aus dem trüben Uferwasser heraus, verneigt sich die erste Rute, die Rolle beginnt Ihren Kreischgesang. Der erste Bonito? hat sich dem Köder gegriffen. Ein schöner Fisch etwa 15 Kg.  

 

 

 

 

 

 

 Wird fortgesetzt 

 

 

 

 

 

1000 Angeln

Alte Salzstrasse 2

29549 Bad Bevensen

05821 967 176

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