Bi-Metall-Lochsägen Verwendung, empfohlende Drehzahlen

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ANOKHI Tipp:

Bi-Metall-Lochsägen sind wirklich eine super Sache, da diese zum Schneiden von vielen Materialien universell einsetzbar sind. Mit ihnen ist die Erstellung von sehr sauberen größeren Löchern auch in Metallen eine Leichtigkeit.
Damit die Freude an den Lochsägen möglichst lange währt gilt es jedoch einiges zu beachten.

Die Lochsägen dürfen keinen zu hohen Drehzahlen ausgesetzt werden. Durch die verhältnismäßig eher größeren Durchmesser muss hierauf unbedingt geachtet werden. Da sich z.B. bei einem doppelten Durchmesser bereits eine doppelte Geschwindigkeit am äußeren Bereich des Werkzeugs ergibt, muss die Drehzahl der Maschine dementsprechend geringer sein. Außerdem gilt je härter das zu zerspanende Material ist desto geringer muss die gewählte Drehzahl sein. Ansonsten droht eine Überhitzung, was zu schlechten Schnitt-Ergebnissen und Verschleiß des Werkzeuges führt.

Hier ein paar grobe Zirka-Richtwerte::
HSS-Bi-Metall-Lochsäge Durchmesser   20mm:    Weichstahl: 460Umdr/min    Gußeisen: 300Umdr/min
HSS-Bi-Metall-Lochsäge Durchmesser   30mm:    Weichstahl: 285Umdr/min    Gußeisen: 190Umdr/min
HSS-Bi-Metall-Lochsäge Durchmesser   40mm:    Weichstahl: 220Umdr/min    Gußeisen: 145Umdr/min
HSS-Bi-Metall-Lochsäge Durchmesser   60mm:    Weichstahl: 140Umdr/min    Gußeisen:   95Umdr/min
HSS-Bi-Metall-Lochsäge Durchmesser   70mm:    Weichstahl: 125Umdr/min    Gußeisen:   80Umdr/min
HSS-Bi-Metall-Lochsäge Durchmesser 100mm:    Weichstahl:   80Umdr/min    Gußeisen:   55Umdr/min

Außerdem auch noch sehr wichtig:
Bei der Bearbeitung von Materialien mit hoher Härte insbesondere Edelstahl muss unbedingt Schneidöl verwendet werden. Hierdurch wird erstens immer ein wesentlich schnellerer und sauberer Schnitt erreicht, und zweitens das Risiko eines Ausglühen des Werkzeuges was zur Unbrauchbarkeit führt wesentlich verringert.

Noch zu Beachten ist das Lochsägen zum Bearbeiten von zerspanbaren Materialien und nicht zum Schleifen von Mineralien geeignet sind. Sollte z.B. durch eine Platte gebohrt werden und anschließend z.B. auf Mauerwerk getroffen werden,  wird die Lochsäge mit Sicherheit stumpf  sein. Deshalb empfehle ich auch keine Leichtbauplatten wie z.B. Rigipsplatten mit den Bi-Metall-Lochsägen zu bearbeiten, da dieses zwar eher langfristig aber doch zum Verlust der Schärfe führt. Dies wird sich bestimmt zeigen wenn im Anschluss wieder Metall zerspant werden soll.

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Ich möchte an dieser Stelle noch kurz darauf hinweisen, das es sich bei diesem Ratgeber um eine kurze Erklärung und nicht um eine Enzyklopädie handelt,  welche sich an Ottonormalverbraucher und nicht an Ingenieure aus dem Bereich Werkzeugbau oder andere Personen mit entsprechendem Wissen richtet.
Wenn Sie zur besagten zweit genannten Abteilung gehören sollten, und Ihnen dieser Ratgeber nicht zusagt überlegen Sie bitte ob Sie nicht doch vielleicht davon absehen könnten diesen Ratgeber als nicht hilfreich zu beurteilen, und die Einstufung denjenigen zu überlassen für die dieser auch gedacht ist, und für die er auch hilfreich sein könnte.

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