Betteln

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Als Betteln bezeichnet man in der Verhaltensbiologie eine bestimmte, meist komplexe und arttypische Bewegungsabfolge junger Tiere, die ihren Eltern auf diese Weise anzeigen, dass sie Nahrung aufnehmen möchten. Bei Singvögeln wird dieses Verhalten auch als Sperren bezeichnet.

Der Begriff betteln wird umgangssprachlich auch auf erwachsene Tiere angewandt, die aufgrund einer Futterdressur gelernt haben, dass bestimmte Bewegungsabfolgen die Betreuer zur Gabe von Leckerbissen veranlassen (vergleiche: operante Konditionierung). So quieken manche Hausmeerschweinchen bereits dann laut, wenn sie eine sich öffnende Kühlschranktür hören.

Viele Jungvögel recken beim Betteln ihren Hals in die Höhe, sperren den Schnabel weit auf und geben zusätzlich für die Art typische Lautäußerungen von sich. Nestlinge der Elstern betteln beispielsweise mit einem hohen kreischenden „twiit“. Der Bettelruf flügger Girlitze setzt sich hingegen aus einem zweisilbigen hohen „prrrp“ oder „zii“, „ziiz“ und „ziz“ (einzeln oder gereiht) zusammen. Bei Erregung klingt er eher wie „ziiz-ziiz, ziz-ziz-zii“.

Kammzahnvampire, die bei seinem nächtlichen Beuteflug erfolglos waren, betteln andere Gruppenmitglieder an, die daraufhin einen Teil des zuvor gesaugten Blutes heraufwürgen und so die Nahrung teilen. Dieses Betteln wird oft durch Fellpflege ausgedrückt.

Bienenläuse leben im Pelz der Bienen, vornehmlich der Königin, und fressen vor allem bei der Fütterung der Königin vom dieser dargereichten Futter; sie betteln die Arbeiterinnen aber auch direkt an.

Jungtiere des Ringelastrild besitzen die Eigenart, beim Betteln einen Flügel mit dem auffällig weißen Zeichenmuster steil in die Höhe zu heben, um auf sich aufmerksam zu machen.

Quelle:  Wikipedia
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