Betrug auf eBay - wie erkenne ich verdächtige Angebote?

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Grundsätzlich kann man unterscheiden zwischen Massenbetrug und einzelnen Betrugsfällen:

Beispiele für Massenbetrug:
- Anbieter verkauft eine größere Mengen gefälschter Ware
- Anbieter verkauft neue Produkte, welche er gar nicht hat
Beispiele für einzelne Betrugsfälle:
- Anbieter beschreibt Ware bewußt falsch
- Anbieter verschweigt einen bekannten Mangel (Defekt o.ä.)
- Anbieter verkauft gestohlene Ware

Bei Angeboten, die Ihnen verdächtig vorkommen, sollten Sie folgendes prüfen:


1. Wie lange ist der Verkäufer Mitglied auf eBay? Ein Massen-Betrüger würde sich kaum die Mühe machen, sich erst ein Jahr oder mehr ein positives Bewertungsprofil aufzubauen, um dann zu betrügen.

2. Bietet ein Verkäufer nach diversem Kleinkram für die er positive Bewertungen bekommen hat, plötzlich eine Menge hochwertige Artikel an, oder welche die sonst noch nirgends lieferbar sind, ist gesundes Mißtrauen gut!

3. Bietet ein privater Verkäufer mehrere gleiche Neuartikel an, stellt sich die Frage, woher hat er die als Privatmann/-frau? Vielleicht Hehlerware? Oder ein gewerblicher Käufer, der sich um seine gesetzlichen Pflichten als Verkäufer drücken will (Widerruf, Rückgabe, Gewährleistung)? Hier auf jeden Fall nach einem Rechnungsbeleg fragen!

4. Bietet ein gewerblicher Verkäufer neue Artikel deutlich günstiger als der zweitbilligste Anbieter? Wie macht er das, wenn er auch noch was verdienen will? Möglich wäre Überbestand, Abverkauf, auslaufender Artikel, aber ebenso Hehlerware? Wenn Sie Hehlerware kaufen, machen Sie sich eventuell selbst strafbar bei Weiterverkauf der Ware oder müssen die Ware zumindest zurückgeben, da Sie an Hehlerware kein Eigentum erwerben können.

5. Originalfotos der Ware?, wenn unklar danach fragen! Spezielle Merkmale des Originals auf dem Foto erkennbar wie Farbkombination, Markenname, Schriftzug, Logo, Etikett, Emblem usw.? Stimmt die Produktbezeichnung mit dem Foto überein? Stimmt die Produktbeschreibung mit dem Foto überein? Übliches Zubehör mit dabei?, wenn nicht kann der Zukauf fehlenden Zubehörs teurerer sein als der reguläre Preis!

6. Hat ein Verkäufer bisher keine Bewertungen oder überdurchschnittlich viele negative Bewertungen von unterschiedlichen Auktionspartnern, oder waren bereits wiederholt andere Käufer mit der gleichen Ware nicht zufrieden? Hier sollte man sich gut überlegen ob man sich vielleicht Ärger aufhalsen will, zumindest dann nach Möglichkeit mit Paypal oder auf Rechnung bezahlen.

7. Angaben zu Garantie, Gewährleistungsausschluß und Rückgaberecht vor Gebotsabgabe ansehen. Sind keine Versandkosten angegeben, dann sollte man das auf jeden Fall  vor Auktionsende klären, dann hat Portoabzocke erst gar keine Chance. In Zweifelsfällen als Käufer auch nach der Möglichkeit zur Selbstabholung fragen!

8. Massenbetrugsfälle eBay melden, evtl. Anzeige erstatten! Bei Einzelbetrugsfällen, siehe obige Beispiele, fordern Sie den Verkäufer unter Fristsetzung auf, nachzubessern! Kann er das nicht, dann auf Rückabwicklung bestehen. Es spielt hier keine Rolle, ob in der Auktion steht: "Privatverkauf unter Ausschluß von Garantie und Gewährleistung" oder nicht. Die Haftung für offensichtliche Sachmängel kann der Verkäufer nämlich dadurch nicht ausschließen.


Fazit:  Bei starkem Zweifel läßt man das vermeintliche Schäppchen am besten sausen, denn oft genug trügt das ungute Gefühl nicht. Ich habe beim Beobachten von für mich interessanten aber irgendwie dubiosen Auktionen hinterher aufgrund der negativen Feedbacks der Käufer oft genug feststellen müssen, daß ich mit der Betrugsvermutung richtig lag!


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