Betrügerisches Hochbieten

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Betrügerisches Hochbieten

Das Hochbieten der eigenen Artikel mit einem anderem Nickname ist ein alter Hut. Höchstwahrscheinlich so alt wie eBay selbst. Und in „Drei, zwei, eins, keins“-Zeiten lassen sich Scharlatane immer frechere Tricks einfallen um die Gebote für die eigenen Artikel in die Höhe schnellen zu lassen. Die anonymisierten Benutzernamen in der Gebotshistorie tuen ein übriges dazu diese Machenschaften zu verschleiern. Einer der herrlichsten neueren Bauernfallen ist das „Angebot an unterlegenen Bieter“ einige Minuten und wenige Stunden nach Auktionsende.

Hier ein Beispiel: Verkäufer A bietet einen Artikel zu einem marktunüblichen hohen Preis zum Sofortkauf kann. Keine „Sau“ interessiert sich dafür. Bei dem Versuch des Verkäufers A über den Auktionsweg den Artikel zu versteigern wird immer kräftig mit einem anderen eigenen Account des Verkäufers A oder mit Hilfe eines Bekannten, nennen wir ihn Bieters B, immer kräftig mitgeboten. Immer in kleinen Etappen, so dass es kaum auffällt. In den letzten Minuten wird vom Bieter B noch ein saftiges Agentengebot abgegeben, um den potentiell höchstbietenden Käufer C zu überbieten.
Jetzt wird es dreist. Der Verkäufer A schickt dem Käufer C ein „Angebot an unterlegenen Bieter“ wenige Stunden nach Auktionsende. Auf Nachfrage hin des Käufers C nach dem Grund für dieses schnelle Angebot, wird sich unverzüglich vom Verkäufer A eine haarsträubende Geschichte nach der angeblichen Zahlungsunfähigkeit des Bieters B ausgedacht. Der Käufer C sitzt nun da wie Robert in den Bickbeeren. Nachweisen kann er das dem Verkäufer A nicht, da man nur mit einem richterlichen Beschluss die IPs der Verkäufers A und Bieters B nachverfolgen könnte. Aber haben möchte er den Artikel doch. Was also tun sprach Zeus?

Beim Zweifel über den rechtmäßigen Ablauf einer Auktion und wenn man nicht unbedingt diesen einen Artikel um Teufel komm raus haben muss das Angebot des Verkäufers nicht annehmen und beim nächsten Versuch des Verkäufers mit einer Auktion, und das wird passieren, niedriger mitbieten. Das spart dem Käufer Geld und kostet den Verkäufer mehr als nur Nerven.

Ich möchte darauf hinweisen, dass die meisten „Angebote an unterlegene Bieter“ fair ablaufen. Doch die Anzahl der Schwarzen Schafe wächst. 
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Betrug

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