Betrüger - NEIN DANKE - so wehrt man sich erfolgreich

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Nachdem ich mich nun schon mehrfach darüber geärgert habe, dass ich bezahlte Ware nicht erhalten habe,also schlicht und ergreifend einem Betrüger aufgesessen bin, möchte ich meine Erfahrungen hier einmal weitergeben um vielleicht den Käufern zu ihrem Recht, bzw. Geld zu verhelfen, die ebenfalls geprellt wurden. Natürlich kann man über eBay Käuferschutz beantragen, jedoch ist das erst ab einem Betrag von 25 Euro möglich. Meiner Erfahrung nach, liegen die meisten Betrügereien jedoch unter diesem Betrag und die meisten geprellten Kunden glauben, dass man nun sein Geld abschreiben muß. Leider ist das Engagement von eBay in solchen Fällen mehr als dürftig - mehr als eine vorgefertigte Standardmail war bisher noch nicht drin und mittlerweile habe ich auch gar keine Lust mehr viel Zeit und Energie in meine Schreiben an eBay zu verwenden. Vor kurzem bin ich mit 78 anderen Käufern von einem Verkäufer geprellt worden. Der Betrag belief sich bei den meisten Käufern, die nicht den Sofortkauf von 35,95 Euro genutzt hatten, auf 15 Euro... also ein Betrag unterhalb der 25 Euro Grenze. Ich habe, nachdem ich festgestellt habe, dass ich einem Betrüger aufgesessen bin, ca. 10 Schreiben an eBay versandt und es war schon ganz witzig zu sehen, wieviel Textbausteine vorgefertigt sind. Fazit - mehr als ernüchternd, was Ebay für geprellte Käufer tut. Ich für meinen Teil habe mir dann die Mühe gemacht und recherchiert. Siehe da, ich habe festgestellt, dass der Verkäufer noch mindestens 6 andere Anmeldungen mit jeweils anderen Wohnorten bei eBay angemeldet hat. Seltsam nur, da angeblich ja ein Schufaabgleich bzgl. Adressangaben erfolgen soll.  Daraufhin recherchierte ich weiter im Internet und wurde fündig. Der Kandidat hat sich nämlich bei einer Jobbörse registrieren lassen mit der korrekten Adresse und Telefonnummer. Daraufhin schrieb ich soviele Käufer wie möglich an - leider darf man seit neuestem auch nur noch 10 Schreiben am Tag fertigen - also auch total müßig- und empfahl diesen eine Onlineanzeige zu erstatten.  Dies kann man ganz bequem übers Internet. Da ich hier nur eBay interne Links angeben darf, kann die Seite bei mir gerne nachgefragt werden oder aber man gibt bei Google Onlineanzeige an und wird auf den Seiten der Polizei NRW fündig. So hat man sich den manchmal aufwendigen Weg zur Polizei gespart und hat vor allem große Chancen sein Geld wieder zu erhalten. Die Käufer mit denen ich Kontakt hatte, haben fast alle auf diesem Wege Anzeige erstattet und heute habe ich von der ersten Käuferin die Meldung erhalten, dass sie ihr Geld wieder bekommen hätte.

Ich selbst habe bisher 4 mal eine Onlineanzeige erstattet und jedesmal auch mein Geld zurück erhalten. Auch in o. g. Fall habe ich mein Geld zurückerhalten und er Verkäufer hat, wie alle anderen auch, eine Bewährungsstrafe erhalten - somit  hat es sich allemal gelohnt mit 100% Erfolg, denn der Aufwand ist nicht besonders groß und letztendlich sollte man soviel krimineller Energie doch Einhalt gebieten. Von einem rate ich jedoch ab - irgendwelche Mails an eBay zu versenden, wenn der Betrag unter 25 Euro liegt. Vielleicht konnte ich ein wenig weiterhelfen, denn die Wut und der Ärger ist erfahrungsgemäß immer groß, wenn man betrogen wurde. Gerne helfe ich auch weiter, wenn Fragen sind.

Mittlerweile ist einiges an Zeit vergangen und wie es aussieht, wird eBay sich jetzt vermehrt um die geprellten Kunden kümmern. Wie ich finde, eine sehr positive Entwicklung. Wahrscheinlich wird man aber auf diesem Wege relativ wenig erreichen können und es bleibt doch nur der Weg der Strafanzeige. Ich denke, wenn mehr Leute diesen Weg gehen würden, dann wäre der Abschreckungseffekt irgendwann doch wesentlich größer, so dass nicht so viele Betrüger sich im Internet tummeln würden. Also ich kann nur jedem raten sich zu wehren, denn von seiten der Polizei und Staatsanwaltschaft werden Internetbetrügereien nicht als Kavalierdelikt angesehen und sehr ernst genommen - und sei der Betrag auch noch so gering. Ich habe mittlerweile mit einigen Kommissaren telefoniert und in meinem Freundeskreis sind ein paar Staatsanwälte die mich immer wieder ermutigt haben, diesen Schritt zu gehen. Deshalb keine falsche Scheu!

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