Beton: Was er kann und wie er fachgerecht eingesetzt wird

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Beton: Was er kann und wie er fachgerecht eingesetzt wird

Kaum ein Baustoff ist sie vielseitig wie Beton: Es gibt ihn in unzähligen Variationen, ebenso vielfältig ist sein Einsatzgebiet. Beton kommt häufig im Bauwesen zum Einsatz, darunter im Hoch- und Tiefbau sowie im Industrie- und Straßenbau. Zudem wird der Beton zunehmend als gestalterisches Element im Innen- wie im Außenbereich genutzt.

 

Wissenswerts rund um den Beton

Beton gilt als nahezu unverwüstlicher Baustoff, er besitzt eine sehr hohe Druckfestigkeit. Bei Beton handelt es sich um ein Gemisch aus Gesteinskörnung, die sich in der Regel aus Sand und Kies zusammensetzt, sowie Bindemittel, das mit Zugabe- bzw. Anmachwasser vermischt wird und so ein hartes, festes Baustoffgemisch ergibt. Frischer Beton benötigt Wasser zum Abbinden, damit die hohe Festigkeit entsteht. Weiterhin kann der Beton Zusatzstoffe enthalten, die seine Eigenschaften gezielt beeinflussen. Heute wird der Beton auch gerne in Kombination mit anderen Verbundwerkstoffen genutzt. Häufig kommt der Beton als Stahlbeton zum Einsatz, einer Betonvariante mit Bewehrungsstahl. Die Zusammensetzung des Betons richtet sich allerdings meist nach der gewünschten Festigkeitsklasse und den Bedingungen, denen das Bauteil anschließend ausgesetzt ist. Zudem kommt der Beton aber auch zunehmend als gestalterisches Element zum Einsatz, beispielsweise in Form von Möbeln oder auch Pflastersteinen im Außenbereich.

 

Frisch- und Festbeton: die verschiedenen Arten von Beton

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die unterschiedlichen Betonarten in Kategorien zu unterteilen. Zum einen werden die Betonarten nach ihren Eigenschaften unterschieden, aber auch nach der Herstellung und Verarbeitung sowie nach Inhaltsstoffen. Denn in vielen Fällen wird der Beton nach den jeweiligen Anforderungen maßgeschneidert hergestellt. Grob unterscheidet man beim Beton zwischen Frisch- und Festbeton. Beim Frischbeton handelt es sich um den noch nicht erhärteten Beton, der noch nicht abgebunden ist. Daher kann der Frischbeton noch geformt und weiterverarbeitet werden. Nach dem Abbinden bezeichnet man den Frischbeton als Festbeton. Der Festbeton wird wiederum in seiner Festigkeit unterschieden. Hier gibt es verschiedene Festigkeits- und Überwachungsklassen, die auch durch eine DIN-Norm geregelt sind.

 

Der fachgerechte Einsatz von Beton

Die Vorbereitung für das Betonieren umfasst neben dem Auswählen der Betonsorte und dem Erarbeiten eines Betonierplans auch Maßnahmen zur Prüfung des Betons. Beim Einbringen des Betons richten sich die entsprechenden Hilfsmittel wie Kübel oder Pumpen nach der Menge des einzubringenden Betons. Handelt es sich um kleinere Bauvorhaben, setzt man häufig Kübel ein, bei größeren Pumpen. Beim Einbringen ist darauf zu achten, den Beton erst kurz über der Einbaustelle auszulassen. Sonst erhärtet er frühzeitig, sodass die weitere Arbeit behindert sowie die spätere Haftung reduziert wird. Die Verdichtung ist ebenfalls ein entscheidendes Kriterium, da es hier wichtig ist, dass sämtliche Luft aus dem Beton entweicht, damit dieser eine hohe Stabilität und Druckfestigkeit erhält. Das Verdichten kann mittels Rütteln, Stampfen oder Stochern erfolgen. Die Nachbehandlung umfasst jene Maßnahmen, die verhindern, dass es im Frischbeton zu einem vorschnellen Verdunsten des Wassers kommt, da das Wasser zur Festigkeitsbildung benötigt wird. Auf diese Weise können auch frühzeitige Rissbildungen verhindert werden. Dabei kann ein durchgehend feuchtes Wetter übrigens sehr hilfreich sein, denn dadurch werden die Maßnahmen zur Nachbehandlung entweder überflüssig oder aber deutlich vereinfacht.

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