Besondere Pflege für den Opel Calibra: An diesen Stellen geht schnell etwas kaputt

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Besondere Pflege für den Opel Calibra: An diesen Stellen geht schnell etwas kaputt

Der Opel Calibra wurde in den neunziger Jahren als Sportcoupé basierend auf dem Opel Vectra A – Nachfolger des legendären Opel Manta – gebaut. Dieses Modell hat viele Anhänger, doch sollten Sie sich überlegen, ob dieser Klassiker etwas für Sie ist, denn etliche Schwachstellen können den Calibra zu einem echten Geldfresser machen.

 

Typische Stellen für Rostprobleme am Opel Calibra

Die ersten Roststellen erkennen Sie bereits nach zwei Jahren an der Schweißnaht der Schweller und oberhalb der HA-Feder am Längsträger, selbst bei Garagenfahrzeugen. Angegriffen sind ebenfalls die Leitungen der Bremsen, des Kühlmittels für die Klimaanlage und die Benzinleitung am Unterboden. Die meist selten benutzte Handbremse rostet oft fest, und auch die Auspuffanlage ist schnell von Korrosion betroffen. Von innen nach außen korrodieren die Radläufe. Bilden sich hier Blasen, ist dieses Teil durchgegammelt und Sie müssen neue Bleche anschweißen. Zu den weiteren Stellen, die oft von Rost betroffen sind, gehören die Batterieaufnahme, die Unterkante der Motorhaube, aufgerissene Achsmanschetten, die vorderen Traggelenke, unter der hinteren Stoßstange die Endspitzen, ein defekter Kat, die Lenkgetriebemanschette und die Aufnahme der hinteren Federn. Nicht von Rost selbst betroffen, aber schnell verschlissen sind die Bremsscheiben, die bei einem Dauertest über 100.000 Kilometer zwei Mal gewechselt werden mussten.

 

Sonstige Mängel und Schwachstellen des Opel Calibra

Neben den Roststellen können andere Mängel beim Calibra den Besitzer viel Geld kosten. Hier ist das Schiebedach oft betroffen, das sich nicht ganz öffnen lässt oder ratternde Geräusche beim Betätigen von sich gibt. Defekte Züge im Dach sind verantwortlich, die sich nur sehr schwer und mit erheblichem finanziellen Aufwand auswechseln lassen – ein gebrauchtes Schiebedach ist wesentlich einfacher und billiger einzubauen. Wie beim Opel Vectra A reißt auch beim Calibra an der Frontscheibe die Armaturenbrettleiste. Dies liegt an den von der Lüftung verursachten Temperaturschwankungen. Leerlauf- und Warmstartprobleme gab es beim Motor C20NE aufgrund kleinster Verschmutzungen, da Opel bis Juni 1992 ein fehlerhaft programmiertes Steuergerät verbaute. Defekte Thermostate und Temperaturfühler sorgen für kalte Heizungen und einen vermeintlich kalten Motor. Springt der Calibra trotz drehendem Anlasser nicht an, ist meistens das Kraftstoffpumpenrelais kaputt. Durch Ablösung der Chrombedampfung auf den Reflektoren werden die Scheinwerfer matt und stumpf. Bei Ricaro-Sitzen, deren Verstelleinrichtung oft und lange benutzt wird, geht die Rückenlehne gern wie von selbst in die Liegeposition über.

 

Vorbeugende Maßnahmen zu längeren Nutzung des Opel Calibra

Der Zahnriemen sollte streng immer nach 60.000 Kilometern gewechselt werden. Beim Allradantrieb sollten Sie auf gleich große Reifen desselben Herstellers achten. Mehr als zwei Millimeter sollte der Profilunterschied zwischen den vorderen und hinteren Rädern nicht haben. Der Opel Calibra sollte nicht tiefer gelegt werden, und wenn er dies bereits ist, sollten bei über 30 Millimetern Sturzkorrekturbuchsen verwendet werden. Das Getriebeöl des Verteilers ist stets nach 70.000 Kilometern zu wechseln.

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