Bernina – die Schweizer Präzisionstechnik unter den Nähmaschinen

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Bernina – die Schweizer Präzisionstechnik unter den Nähmaschinen

Die Geschichte der Bernina Nähmaschinen

Vor über 120 Jahren wurde das Traditionsunternehmen Bernina in der Schweiz gegründet. Bis heute sind die Qualitäts-Näh- und –Stickmaschinen dieses namhaften Herstellers auf der ganzen Welt bekannt und beliebt. Professionelle Bernina-Nähmaschinen verfügen über Schweizer Präzisionstechnik und werden für die Herstellung von Kleidung und Gegenständen aus Stoff oder Leder eingesetzt.

Eine professionelle Nähmaschine, auch Freiarmnähmaschine genannt, ist ein elektrisch angetriebenes Gerät zum Nähen von Stoffen jeder Art. Zu diesem Zweck werden meist zwei Fäden miteinander verknüpft. Der Oberfaden wird mithilfe einer Nadel durch den Stoff gezogen und dann mit dem Unterfaden verdreht.

Was Sie beim Kauf einer Bernina Nähmaschine beachten sollten

Für den Kauf einer Bernina Nähmaschine sollten Sie sich vor allen Dingen Zeit nehmen. Da es sich um die Anschaffung eines technischen Gerätes mit einer langen Lebensdauer handelt, sollten Sie zuvor überlegen, für welche Zwecke die neue Nähmaschine benötigt wird und welche Kriterien sie erfüllen soll.

Die verschiedenen Nähmaschinen Modelle

Der Handel hält ein breit gefächertes Sortiment an hochwertigen Qualitäts-Nähmaschinen aus dem Hause Bernina bereit.

Bei der Bernina artista 730 handelt es sich um einen Nähcomputer, der mit einem leistungsstarken Betriebssystem betrieben wird. Ihnen stehen eine Vielzahl von Nutz- und Zierstichen sowie integrierte Stickmuster zur Verfügung. Die Maschine ist mit einem Tastbildschirm ausgerüstet. Mit dem Bernina USB-Stick haben Sie die Möglichkeit zum Datenaustausch zwischen Ihrem PC und dem Stickcomputer. Diese Näh- und Stickmaschine unterstützt Sie beim schnellen und effektiven Nähen und Sticken und bietet Ihnen viele Möglichkeiten zur Umsetzung Ihrer kreativer Ideen.

Das Modell Bernina 580 erhalten Sie je nach Ihren persönlichen Vorlieben mit und ohne Stickmodul. Sie ist mit einem gut ablesbaren hellen Touchscreen ausgerüstet, über den Sie die vielfältigen Programme anwählen. Mit der integrierten Memory-Funktion können Sie Ihre individuellen Stichkombinationen speichern und jederzeit abrufen.

Mit einer einfachen Navigation auf einem modernen LCD-Display überzeugen die Bernina 330 sowie die Bernina 530. Unter anderen sind Rückwärtstaste, Knopfloch- und Knopfannähprogramm, beleuchtete Arbeitsfläche, Speicherplätze, Fadenspannung sowie automatischer Fadenabschneider am Gerät vorhanden.

Die moderne Overlock Nähmaschine 1150MDA ist in der Lage, alle Materialien schnell und exakt zu verarbeiten. Sie ist aufgrund ihres professionellen Messerantriebs zur Bearbeitung schwerer Stoffe sowie dicker Stofflagen geeignet. Die Maschine verfügt über ein automatisches Einfädelsystem für zwei Nadeln. Ein Differentialtransport ermöglicht Ihnen die optimale Kräuselkontrolle an den Nähten. Der zur Maschine gehörende Gummibandnähfuß und Blindstichfuß sind nützliche Helfer beim Einnähen von Gummibändern in Textilien wie Lingerie, Sport- und Freizeitbekleidung oder Heimtextilien.

Wichtige Ausstattungsmerkmale einer Bernina Nähmaschine

Die verschiedenen Modelle der Bernina Nähmaschinen sind in der Lage, unterschiedliche Stichbreiten und –längen zu fertigen. Dies ist individuell in vorgegebenen Stufen oder frei wählbar an der jeweiligen Maschine einstellbar. Unter den zur Auswahl stehenden Stichen ist in der Regel der Geradstich, der zum einfachen Zusammennähen von Stoffen dient. Beim Nähen von dünnen und weichen Stoffen verwenden Sie eine Stichplatte, die speziell für Dekor- und Zickzackstiche geeignet ist. Diese Stichplatte sorgt für ein schmales Stichloch und verhindert, dass der Stoff durchgestoßen wird. Der Zickzackstich wird hauptsächlich für elastische Nähte und für saubere Kanten genutzt. Kombinieren Sie den Gerad- mit dem Zickzackstich, ergeben sich die sogenannten Nutzstiche, die je nach Nähmaschinen Modell in unterschiedlicher Anzahl, nämlich zwischen zehn und über vierzig Stück betragen können. Bei Nähmaschinen mit eingebauter Computertechnik können Sie die Anzahl der Stiche frei wählen.

Die wichtigsten Sticharten

Die am häufigsten verwendeten Nutzstiche sind zum Beispiel der Blindstich, der zur Fertigung von unsichtbaren Säumen verwendet wird, und der Elastikstich, der für die Verarbeitung sehr dehnbarer Stoffe besonders wichtig ist. Mit einem Overlockstich, auch als Überwendlingstich bekannt, erzielen Sie eine besonders strapazierfähige und elastische Naht. Von Vorteil ist das Vorhandensein eines versenkbaren Transporteurs. Ein solcher Transporteur schiebt den Stoff unter der Nadel hindurch. Bei einigen Bernina Nähmaschinen Modellen lässt er sich versenken. Dies ist besonders beim Nähen von dicken Stoffbahnen oder beim Stopfen sehr praktisch. Ist die Nähmaschine mit einem festen Transporteur ausgestattet, so muss dieser zum Beispiel mit einer Stoffplatte abgedeckt werden.

 

Die Wahl des richtigen Fußes

Für eine perfekte Naht ist die Wahl des richtigen Fußes von entscheidender Bedeutung. Schließlich soll dieser den Stoff in die optimale Position bringen. Durch eine Aussparung im Fuß sticht die Nadel in den Stoff. Für die verschiedenen Nähmaschinen von Bernina werden zusätzliche Nähmaschinen-Füße als Zubehör angeboten. Für jedes Material erhalten Sie den geeigneten Nähmaschinenfuß. Für das Nähen harter Stoffe wie Jeans, Leder oder dergleichen benötigen Sie zum Beispiel einen sogenannten Jeansfuß. Beim Nähen mit einem Bandeinfasser wird ein zusätzlicher, kleiner Stoffstreifen um eine Kante genäht. So entstehen saubere Kanten. Ein Kantenlineal sorgt für das einfache Nähen paralleler Nähte im selben Abstand und dient als zuverlässige Führungshilfe beim Säumen und Absteppen.

Einfädelhilfe und Umspulfunktion ersparen lästiges Ein- und Ausfädeln

Eine große Arbeitserleichterung ist eine Einfädelhilfe, denn das Einfädeln des Fadens in das kleine Loch in der Nähmaschinen-Nadel kann manchmal recht schwierig sein, besonders für Verbraucher mit eingeschränkter Sehleistung. Abhilfe kann hier eine Einfädelhilfe schaffen. Diese kann ein kleines Kunststoffteil sein, das das Einfädeln erleichtert, aber auch eine Automatik an der Nähmaschine, die den Faden fast ganz alleine in die richtige Position bringt. Daher sollten Sie sich unbedingt vor dem Kauf darüber informieren, ob eine solche Einfädelhilfe integriert ist.

Der nächste wichtige Aspekt bei der Auswahl einer Bernina Nähmaschine ist die Umspulfunktion. Um Garn auf die Spule für den Unterfaden zu bekommen, wird in der Regel von einer Garnspule auf eine spezielle Spule umgespult. Bei den verschiedenen Nähmaschinen-Modellen unterscheiden sich die Systeme zum Umspulen. Bei manchen Maschinen bleibt dabei der Faden in der Nadel eingefädelt, was lästiges Ein- und Ausfädeln erspart, wobei allerdings das Garn stärker strapaziert wird. Für unterschiedlich dicke Garne stehen verschiedene Spulenkapseln zur Auswahl. Normalerweise werden beim Umspulen die Nadel und das Nähwerk nicht benötigt. Es gibt Maschinen, die beim Umspulen das Nähwerk automatisch abschalten. Das schont den Antrieb und es besteht keine Gefahr, dass versehentlich etwas unter die Nadel kommt. Luxuriöse Nähmaschinen können sogar umspulen und gleichzeitig unabhängig davon weiter nähen. Jede Nähmaschine benötigt spezielle Nadeln, sodass Sie beim Nachkauf auf das jeweilige Nadelsystem der Maschine achten müssen.

Die Geschwindigkeit bei einer Nähmaschine spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Sie sollten darauf achten, dass sich die Nähgeschwindigkeit der Nähmaschine regulieren lässt, und dies am besten stufenlos. Wenn die Geschwindigkeit falsch eingestellt ist, kann die Nadel zu heiß oder die Stiche können ungleichmäßig und schief werden.

Eine Knopflochautomatik erleichtert das Nähen von Knopflöchern erheblich

Bei der Automatik wird der Knopf in einen speziellen Fuß hineingelegt. Die Maschine näht dann das Knopfloch von selbst in der richtigen Größe. Ohne Automatik müssen Sie das Knopfloch von Hand auf dem Stoff markieren und dann in mehreren einzelnen Schritten nähen. Die praktische Funktion des automatischen Fadenvernähens sorgt für bessere Ergebnisse, als wenn die Fäden von Hand vernäht werden. Viele Bernina Nähmaschinen Modelle können auf Knopfdruck einen Faden abschneiden und vernähen.

Mehr Ablegefläche für mehr Effizienz

Einen abnehmbaren Anschiebetisch besitzen fast alle Nähmaschinen. Der Anschiebetisch ist meist eine Kunststoffplatte, die an der Nähmaschine befestigt wird. So wird die Fläche, auf der der Stoff aufliegt, um mehrere Zentimeter vergrößert. So können Sie den Stoff ablegen und dann besser führen. Beim Anschiebetisch ist zu beachten, auf welcher Seite er angebracht werden kann. Meist ist er nur für eine Seite, das heißt vorne oder hinten, geeignet. Manche Nähmaschinen sind mit einem Anschiebetisch ausgestattet, der die Nähmaschine auf drei Seiten, vorne, hinten und links, umschließt. Das ist besonders praktisch bei großen zu bearbeitenden Stoffmengen. Der Stofftransport bei der Bernina Nähmaschine hat den Vorteil, dass Sie den Stoff nicht immer drehen müssen, wenn nach links oder rechts statt nach vorne genäht werden soll. Damit beide Hände am Stoff bleiben können, sind einige Nähmaschinen mit einem Kniehebel ausgestattet. Mit dem Knie können Sie über diesen Hebel den Nähfuß anheben und senken.
Eine Abdeckung gehört zur Ausstattung der meisten Nähmaschinen. Diese soll verhindern, dass sich Staub auf der Maschine sammelt, wenn nicht genäht wird. Es gibt sowohl feste als auch flexible Abdeckungen. Feste Abdeckungen eignen sich besser für Maschinen, die einen festen Platz auf einem Tisch haben, da sie sich leichter über die Maschine stellen lassen. Für Maschinen, die nach jeder Benutzung in einem Schrank verstaut werden, ist eine flexible Hülle meist die bessere Wahl. Sie wiegt weniger und ist auch ein wenig platzsparender. Das Gewicht einer Profi-Nähmaschine ist besonders wichtig, wenn sie nach jedem Gebrauch wieder abgebaut werden muss. Daher empfiehlt es sich, auf das Gewicht des Gerätes zu achten, wenn man keinen festen Standort für die Nähmaschine hat.

Nachkaufgarantie, Bedienungsanleitung und Wartung für die Nähmaschinen von Bernina

Für die Produkte aus dem Hause Bernina gibt es eine Nachkaufgarantie, die zwischen sieben und zwanzig Jahre beträgt. Dies bedeutet, dass Sie in dieser Zeit Ersatzteile und Zubehör für die unterschiedlichen Modelle von Bernina erhalten können. Gerade für noch nicht sehr erfahrene Benutzer ist eine gute und ausführliche Bedienungsanleitung bei der Anschaffung einer Nähmaschine wichtig. Somit können Sie sich genau darüber informieren, wofür die einzelnen Stiche und sonstigen Funktionen gedacht sind, um die Möglichkeiten der Maschine professionell zu nutzen. Nähmaschinen werden heutzutage als wartungsfrei bezeichnet. Das bedeutet, dass keine Teile an der Maschine geölt werden müssen. Für eine lange Lebensdauer müssen allerdings auch wartungsfreie Geräte regelmäßig von Fäden und Fusseln befreit werden.

Ihrer Kreativität beim Nähen und Sticken sind mit den Nähmaschinen von Bernina keine Grenzen gesetzt.

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