Bergkristalle kaufen und als Heilsteine anwenden

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Wenn Sie Bergkristalle als Heilsteine anwenden möchten, dann sollten Sie folgende Tipps beachten, um a) Fälschungen zu meiden, b) den für Sie richtigen Stein zu finden und c) ihn richtig anzuwenden.

a) Fälschungen

Als Laie werden Sie sich vielleicht fragen: Können Steine denn gefälscht werden? Und ob! Sie werden gefärbt - das ist meist harmlos, da schnell an den Abfärbungen zu erkennen -, sie werden gebrannt - auch das verändert die Farbe -, bestrahlt - das ist überhaupt nicht mehr harmlos -, rekonstruiert - das ist schlicht Betrug -, oder auch imitiert. Für den Bergkristall gilt: Jeder dieser Versuche, ihn zu verschönern, zu verteuern, zu verändern, führt unweigerlich dazu, dass er als Heilstein untauglicher wird.

Die schlechte Nachricht:

Immer noch wird versucht, Glasimitationen als Bergkristall zu verkaufen. Oder Schmelzquarz (nichts anderes als Glas). Oder "Aqua-Aura"-Kristalle (mit Gold bedampft). Viele Schmucksteine bestehen heute bereits aus synthetischem Bergkristall - ohne dass extra drauf hingewiesen wird!

Die gute Nachricht:

Man kann die Echtheit mit vergleichsweise geringem Aufwand selbst feststellen. Bergkristall ist härter als Fensterglas, ergo: es ritzt selbiges. Doch bevor sie ihre Fenster ruinieren, können Sie den Flußsäure-Test machen: Es ist die einzige Substanz, die in der Lage ist, Quarzkristall (und nichts anderes ist Bergkristall, wenn auch in seiner reinsten und schönsten Form) anzulösen. Wer ganz sicher gehen möchte, läßt einen mineralogisch-gemmologischen (edelsteinkundlichen) Test machen. Wer das in Ihrer Nähe durchführen könnte, weiß die deutsche gemmologische Gesellschaft.

Aber wer lässt schon einen 40-Euro-Bergkristall für 50 Euro auf seine Echtheit überprüfen? Besser ist es da, auf seinen gesunden Menschenverstand zu vertrauen: Seriöse Verkäufer bieten nicht nur die gesetzlich sowieso vorgeschriebenen Widerufsrechte oder Rückgabe-Vereinbarungen, sondern sind darüber hinaus ansprechbar, übertreiben nicht, machen keine hohlen Versprechungen, treffen keine Aussagen, die nicht belegbar sind.

b) der richtige Stein für Sie

Da Sie diesen Artikel lesen, sind Sie jemand, der Kauf per Internet nicht prinzipiell ablehnt. Auch wenn Heilsteine bzw. Bergkristalle eine individuelle Angelegenheit sind, zeigt die Praxis, dass es nicht nur möglich, sondern sogar vorteilhaft sein kann, per Web Heil- oder Edelsteine zu kaufen (kein Kaufdruck durch "Berater", unendliche Vergleichsmöglichkeiten, Preis-Leistungsverhältnis topp).

Der erste Schritt:

Informieren Sie sich. Literatur steht inzwischen meterweise in den Regalen der Buchhandlungen. Sachlich und fundiert sind die Publikationen von Michael Gienger zum Thema Steinheilkunde. Er stützt sich seinerseits auf die einschlägige US-amerikanische Literatur - und auf eigene Forschungen. Nachfolger wie von Holst bieten nicht mehr, obwohl sie das behaupten. Meiden Sie Kombi-Bücher: Heilsteine mit Düften, oder mit Ölen, oder mit Kräutern, oder mit Bachblüten. Was Bergkristalle solo betrifft, so ist die "Quarz-Monographie" von Rudolf Rykart (Ott-Verlag, Thun 1989) etwas für alle, die wirklich tief in ein schier unendliches Themas versinken wollen.

Der zweite Schritt:

Angebote angucken - und staunen! Die Welt des Bergkristalls ist extrem vielfältig! Und sie werden sich wundern, dass fast alle Bergkristalle aus Brasilien zu stammen scheinen. Zumindest diese großen, glasklaren, superschönen, einfach überwältigenden, und noch dazu einigermaßen bezahlbaren. Echte Schmuckstücke halt... Spätestens hier habe ich immer gestutzt. Brasilien? Wer baut das da ab? Und wie? Bei welchem Lohn? Mit welchen Umweltschäden? Was ist mit dem Transport? Warum nicht Bergkristalle aus unserer Nachbarschaft? Sollen nicht die heilkräftigsten ohnehin aus den Alpen stammen?

Was die Alpen betrifft, so sind hier die großen Funde schlicht Vergangenheit, auch wenn es immer wieder mal eine neue Tunnelbohrung gibt. Doch aktuelle, größere Funde werden sinnvollerweise sofort unter Naturschutz gestellt oder gar zum Museum unter Tage verwandelt. Gut für Geologen, magere Ausbeute für Heilstein-Nutzer. Dennoch: Ich persönlich würde Bergkristalle aus good old Europe bevorzugen. Wie wäre es mit Exemplaren aus alten Sammlungen? Oder eben doch mit Neufunden, nur eben nicht mehr ganz so großen, und nicht unbedingt aus den Alpen. Es gibt ja noch andere europäische Gebirge. Suchen lohnt da, nicht nur bei Händlern oder Privatleuten, vielleicht packt sie ja selber der "Strahler"-Trieb (so werden in der Schweiz die Jäger der reinen Bergkristall-Spitze genannt).

Es soll übrigens Naturheilpraktiker geben, die behaupten, dass Heilsteine besser nur durch eine Hand gehen. Kristalle haben nämlich die Eigenschaft, annähernd beliebig viele Schwingungs-Informationen derer speichern zu können, die sie mal in der Hand gehabt haben. Es ist allerdings möglich, solche "benutzten" Steine wieder zu neutralisieren. Nicht unterm Wasserhahn, diese Anweisung, die man häufig liest, dient nur der Entladung elektrischer Spannungen. Die informationelle Neutralisierung dagegen funktioniert zum Beispiel wiederum mit Bergkristall - in Form einer kleinen Grotte. Sogennannte Amethyst-Drusen sind sehr gut geeignet (das sind, laienhaft gesprochen, Minihöhlen mit winzigen Kristallen übersäht). Größere Drusen, in die man größere Bergkristalle für ein paar Tage legen könnte, sind allerdings nicht ganz billig.

Wichtig: Der Unterschied zwischen links- und rechtsdrehenden Kristallen 

Wenn Sie keine Lust haben, jetzt dicke Bücher zu wälzen - es soll ja nur ein Kristall zu Weihnachten sein -, wichtig sind dennoch ein paar "Kleinigkeiten":

Es gibt linksdrehende (= "weiblich" / "ying" / "entladende") und rechtsdrehende (= "männlich" / "yang" / "aufladende") Kristalle. Dieser Unterschied hat etwas mit der "molekularen Schraubung" (=Schwingungsausrichtung) zu tun. Und dann gibt es noch solche mit sich gegenseitig aufhebenden, unterschiedlichen Schraubungen, sogenannte verzwillingte Kristalle, die man nicht eindeutig zuordnen kann und die im energetischen Sinne "neutral" sind.

Links- und Rechtsdrehung stehen also im unmittelbaren Bezug zur Anwendung und zu dem Menschen, der das Kristall verwenden möchte. Die "männlichen" und "weiblichen" Kristalle lassen sich aber leider nicht anhand von  flachen oder spitzen Endformen unterscheiden, wie so manche esoterische Literatur das flink tut. Präziser ist da u.a. Manfred Gienger in seinem "Lexikon der Heilsteine".

Fakt ist, das zeigt die Erfahrung, und es läßt sich sogar meßtechnisch belegen: Wenn mein Schwingungsmuster nicht zum Kristall passt, werde ich mich auf Dauer unwohl fühlen. Er wird nicht helfen, bei was auch immer - im Gegenteil!

Was tun?

Die Drehungsrichtung des Bergkristalls  lässt sich entweder auspendeln (Erfahrung in der Arbeit mit dem Pendel vorausgesetzt) oder unterm Polarisations-Mikroskop nachweisen (hat ja fast jeder im Schrank stehen...) Nicht schlecht wäre ein Händler, der Ihnen diesen Service bietet. 

Aber selbst wenn sie das herausgefunden haben, stehen sie immer noch vor dem Problem, was sie denn jetzt für sich benötigen - mehr "Ying" oder mehr "Yang". Aber keine Sorge: Intuitiv wissen Sie das. Stellen Sie es sich nur einmal bildhaft vor! Das hat, wie gesagt, nichts mit Esoterik zu tun: Dass sowohl Kristalle wie auch Menschen ihre eigenen Schwingungsmuster haben, ist wissenschaftlich erwiesen - ein altes Thema der Quantenbiologie und Biophotonik.

Nur: Zusammenpassen muss es. Dazu zwei Tipps:

a) selbst ausprobieren. Sie nehmen den Bergkristall in die Hand und spüren nach einer Weile, wie er sich ihrer Temperatur anpasst.  Problem: Viele Menschen spüren in solchen Testsituationen nur das, was sie glauben spüren zu müssen. Dann hilft nur: Wiederholen, oder ein Langzeittest

b) sich beraten lassen. Zugelassene Naturheilpraktiker mit Erfahrung in Energielehre bekommen schnell, zuverlässig und für sie nachvollziehbar heraus, was zu ihnen passt.

Außerdem, und das gilt grundsätzlich: Empirische Studien haben gezeigt, dass die Wirkung eines jeden Heilsteins dann am besten ist, wenn er von hoher mineralogischer Qualität, Echtheit und Reinheit ist. Eingriffe in seine Reinheit bewirken das Gegenteil. Einige Fachleute (z. B. Kühni) glauben, dass das Zurechtschleifen zumindest des Bergkristalls in bestimmte Formen seiner Wirkung abträglich ist. Manche gehen soweit, dass sie auch das Polieren ablehnen (kennen Sie auch: Wenn die Stücke richtig durchsichtig sind, sind sie nicht nur auskristallisiert, sondern auch oft nachpoliert). Diese "Kritiker" wollen den Naturzustand einfach nur bewahren und den Kristall pur wirken lassen.

Der dritte Schritt:

Kaufen. Das geht einfach. Zumindest hier bei Ebay.

c) richtig anwenden

Tatsächlich sind die Anwendungsgebiete insbesondere des Bergkristalls so vielfältig, dass sie diesen Ratgeber übersteigen. Die Literatur dazu ist oben genannt. Zumindest Gienger hat auch Web-Präsenz. 

personalisierte Bergkristalle

Auch wenn Heilsteine gefahrfrei anzuwenden sind, so sei doch auf ein Phänomen ausdrücklich hingewiesen: Verwenden Sie einen Heilstein nur für und an sich selbst. Leihen sie ihn nicht aus. Und leihen Sie sich selbst keinen Stein von jemand anderem. Am besten, sie nehmen einen Stein bzw. Kristall im energetischen "Urzustand", also ohne gespeicherte, menschliche Fremdenergie.

Mit der Zeit des Tragens - oder des Aufstellens oder Auflegens - passen sie den Bergkristall oder Heilstein an sich an. Mit der Zeit wird er also immer besser. Dabei verstärkt der Berkkristall in der Regel das, was er - energetisch-informationell - vorfindet.

Also: Liegen Sie mit Mandelentzündung fiebernd im Bett und denken: "Ich werde doch nie gesund!" - der Bergkristall sorgt dafür, dass Sie sich kränker fühlen. Denken Sie lieber: "Jetzt werde ich gesund!" - und ihr Fieber wird zum rechten Zeitpunkt sinken. Der Bergkristall unterstützt dies. Aber konsultieren Sie im Zweifel und im Krankheitsfall bitte immer auch Ihren Arzt.

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