Bergkristalle - das sollten Sie beim Kauf der Edelsteine beachten

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Bergkristalle - das sollten Sie beim Kauf der Edelsteine beachten

Seit Menschen Edelsteine tragen, sind sie sich der Ausstrahlung der Juwelen bewusst. Nachdem über Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende Schmuck zunächst eine Trophäe war, die man in Form von Ketten aus Zähnen erlegter Tiere oder als Stirnschmuck getragen hat, wurde der Reichtum entdeckt, den des Erdreichs zu bieten hat. Man trotzt dem Boden seine Schätze ab, zu denen auch die funkelnden Mineralien gehören, aus denen sich Edelsteine bilden. Edelsteine repräsentieren Wert und Bedeutung, sie sind zeitlos schön und nützlich. Einer der Besonderen unter ihnen ist der Bergkristall.

Aus der Geschichte des Bergkristalls

Das Funkeln seiner glatten Flächen hat schon früh die Menschen begeistert und neugierig gemacht. Seit der Mensch gelernt hatten, die verführerischen Kristallstrukturen der Erde zu entlocken, will er die wertvollen Steine besitzen. Aber auch der praktische Nutzen ist früh erkannt worden. Die alten Römer hielten Bergkristallstücke in ihren Häusern bereit, um sich an heißen Sommertagen die Hände an dem stets kühlen Mineral zu erfrischen.

Bis zum Mittelalter war Quarz nicht die alleinige Bezeichnung für das Mineral Bergkristall. Der Begriff stand sowohl für das Bergwerk als auch für alle Arten von Kristallen. Erst durch die wegweisenden Arbeiten des Georgius Agricola wurde Quarz ein alleiniges Synonym für Bergkristalle. Für die Herkunft des Wortes „Quarz“ gibt es mehrere Überlieferungen. Eine beruht darauf, dass es „hart“ bedeuten könnte, eine andere will etwas von einer eher abergläubischen Wirkung wissen. Demnach bedeutet „quaterz“ oder „quaderz“ soviel wie „böses Erz“.

Fakten zum Bergkristall

Nach dem Feldspat ist die Grundsubstanz des Bergkristalls das am zweithäufigsten vorkommende Material in der Erdkruste. Nicht alles von diesem Siliziumoxid ist zu den edlen Kristallen ausgeformt, aber so häufig es auch vorkommt, so vielseitig wird es in den unterschiedlichsten Weisen genutzt. Seine große Verfügbarkeit ist ein Beweis dafür, dass es nicht immer allein Seltenheit ist, die Güter wertvoll macht. Und seine Schlichtheit legt nahe, dass Schönheit keineswegs komplex oder sogar kompliziert sein muss.

Der Edelstein Bergkristall ist als hartes Mineral eher spröde. Er schimmert gläsern und wächst unter der Erde in vielen variablen Formen. Das chemische Grundmaterial ist Siliziumoxid. Kommt es zu Vermengungen mit Spuren von anderen Mineralien, entstehen viele Farbvarianten des ansonsten weißen oder farblos durchscheinenden Steins. Aufgrund seines nahezu unbegrenzten Vorkommens in den unterschiedlichen Formen ist er weltweit verfügbar. Das ist auch Ursache für seinen günstigen Preis. Der eigentliche Wert, den ein zu Schmuck oder zu einem Heilstein verarbeiteter Bergkristall besitzt, entsteht durch die in seine Verarbeitung investierte Zeit und das handwerkliche Können. In der Edelstein-Heilkunde wird der Wert des Minerals auch durch die ihm innewohnenden Eigenschaften bestimmt, die Heilwirkungen beim Menschen hervorrufen sollen.

Praktische Nutzung des Bergkristalls

Durch die Entwicklung der Technologie veränderte und erweiterte sich auch das Anwendungsgebiet für die gläsern wirkenden Kristalle und das Grundmaterial, aus dem sie bestehen. Vom Schmuck-, Kult- und Kunstgegenstand entwickelte der Bergkristall sich zum wichtigen Bestandteil praktischen Fortschritts. In feinkörniger Form als Pulver oder Sand ist Quarz Bestandteil von Porzellan und keramischen Erzeugnissen. Gemahlener Quarz wird benötigt für die Herstellung von Glas und ist Ausgangsstoff zur Produktion von Silicium. Der kristalline Rohstoff wird zu Prismen und Linsen geschliffen und dient als Lichtwellenleiter. Bergkristall ist beständig gegen nahezu alle Säuren und wird daher als Gefäß für diese und andere Chemikalien eingesetzt.

Die Kenntnis über den kristallinen Aufbau hat den Menschen befähigt, das Mineral künstlich zu züchten. In dieser Form ist es heutzutage unverzichtbar beim Bau elektronischer Geräte. Den Anfang machten diese Quarzsteine seinerzeit als Taktgeber in Uhren, die dafür sorgten, dass die Zeitmesser über die Maßen hinaus genau gingen. Die Verwendungsmöglichkeiten von Quarzen sind so umfangreich, dass sie zum Einsatz kommen in der Elektroakustik, als Schleif- und Poliermittel und für die Oberflächen von Arbeitsplatten und Fußböden.

Bergkristall-Schmuck

So vielseitig Bergkristalle auch eingesetzt werden können, das Besondere zeigt sich bei ihrer Verwendung als Schmuck. In weitgehend roh belassenen Ausführungen dient er als Raumschmuck ebenso wie zur Harmonisierung von Wohnbereichen.

Bergkristall ist ein beliebtes Objekt für Edelsteinschleifer. Er wird in Form gebracht, poliert, geschliffen und geschnitzt. Es gibt keine Schmuckform, die aus Bergkristall nicht angeboten wird. Neben der Schönheit und der sanften Eleganz, die der Stein ausstrahlt, sind es auch die ihm zugeschriebenen Heilkräfte, die ihn beliebt machen. Gern getragen wird er als Ring, als Halskette, entweder komplett aus Steinen oder als Anhänger in verschiedenen Ausführungen. Bei Armbändern wird er oft kombiniert mit anderen Edelsteinen. Als Hänger gefertigte und facettenreich geschliffene Ohrringe aus Bergkristall lassen Lichtreflexionen direkt neben dem Kopf flirren.

Bergkristall-Armbänder

Das Armband aus Bergkristall vermittelt ein stabiles Handgelenk. Der Schmuck wird komplett aus dem Kristall angeboten, in Kombination mit anderen Edelsteinen oder verarbeitet mit Leder, Silber Gold und anderen Materialien.

Bergkristallketten

Als komplett gestaltete Kette aus dem Mineral oder ergänzt durch weitere Edelsteine, um farbliche Abwechslung zu erzeugen, sind Bergkristallketten für viele immer noch eine gute Wahl.

Glatte oder facettierte Anhänger aus Bergkristall

Die Kunstfertigkeit der Edelsteinschleifer bringt immer wieder neue, einzigartige Kunstwerke hervor. Sie haben die Wahl zwischen tropfenförmigen, glatten Anhängern aus Bergkristall, geschliffenen Facettensteinen, in denen sich das Licht auf immer wieder neue Weise bricht und in Fassungen aus edlen Metallen eingepasste Schmuckstücke. Gern werden die Steine an kürzeren Ketten oder Bändern getragen, sodass sie in der Kehlgrube liegen.

Bergkristall-Ringe

Etwas sehr Klares und Reines funkelt an Ihrer Hand, wenn Sie einen Ring mit Bergkristall tragen. Die in Gold oder Silber eingefassten Schmuckstücke in Form von fantasiereich geschliffenen Steinen sind dabei beliebter, als Ringe komplett aus dem Mineral. 

Rosenkranz aus Bergkristall

Längst hat der Rosenkranz seinen Weg gefunden in weniger religiöse Bereiche des Lebens. Zur Meditation wird er gern verwendet, weil das Gleiten der klaren Kristallstücke durch die Hände für Klarheit beim Erfassen des Lebens sorgen soll. Auch als Schmuck trägt man den Rosenkranz aus Bergkristall immer häufiger, zum Beispiel mit oder ohne Kruzifix doppelt um den Hals geschwungen oder mehrfach um das Handgelenk gewickelt wie ein Armband.

Bergkristall-Spitze

Sie sind als spitz nach unten zulaufende Steinstücke erhältlich, die in unterschiedlichen Schleifformen gefertigt sind. Oft sind Spitzen aus Bergkristall wie auf dem Kopf stehende oder hängende Obelisken gearbeitet, die entweder direkt gebohrt oder in Fassungen eingepasst getragen werden. Beliebt ist die Halbbearbeitung, bei der nur der Teil zur Spitze hin poliert wird. Der rau belassene Rest wirkt für eine urwüchsige Ausstrahlung des Schmuckstücks.

Dem Bergkristall zugeschriebene Wirkungen als Heilstein

Die offensichtliche Faszination beim Betrachten des klaren Minerals ist unumstritten. Das scheinbar in der Mineralstruktur eingefangene Licht entfacht einen klaren Widerschein im Auge, manche Anwender behaupten sogar, eine Resonanz im Inneren zu spüren, z.B., wenn der Stein auf bestimmte Körperregionen aufgelegt wird. Nicht nur der Häufigkeit seines Vorkommens nach, auch wegen seiner Wirksamkeit ist der Bergkristall als Heilstein ein „Global-Player“. So facettenreich seine Gestaltungsmöglichkeiten sind, so vielseitig findet er Anwendung. In Kombination mit anderen Edelsteinen soll er deren spezifische Wirkung verstärken und kanalisieren, ohne mit seinem „Können“ in den Vordergrund zu drängen. Laut Heilsteinlehre wirken die Mineralien auf drei Ebenen.

Dem Bergkristall werden im körperlichen Bereich positive Wirkungen nachgesagt bei Kopfschmerz und Bandscheibenproblemen, Herzinfarkt, Hautkrankheiten und Erkrankungen der Schilddrüse. Er soll beim Träger reinigende Wirkung gerade in Bezug auf den Magen-Darmtrakt entfalten. In der Tasche mitgeführt oder als Schmuck getragen soll er auf der psychischen Ebene förderlich für die Persönlichkeitsentwicklung wirken und Kraft und Energie spenden. Auch sagt man ihm nach, Denkblockaden und Angst aufzulösen. Geistig soll der Bergkristall auf Harmonie einstimmen und die Aura stärken und reinigen. 

Esoterisches zum Bergkristall

Die Geheimnisse dieses Steins scheinen im Offensichtlichen verborgen zu sein. Er macht sich nicht rar, versteckt sich nicht und erscheint in Klarheit. Und doch gilt er als Mächtiger unter den edlen Steinen, wenn es um esoterische Bedeutungen geht.

In der Astrologie ist der Bergkristall den Sternzeichen Löwe, Steinbock und Zwilling zugeordnet, kann aber in Verbindung mit anderen Sternzeichensteinen überall positive Wirkungen verstärken. Das gilt auch für die Korrespondenz mit den Chagrin, den Energiezentren nach der indischen Überlieferung. Hier wirkt er als Lichtbringer für alle Energiezentren. Die Tradition seiner Anwendung als Amulett zum Schutz vor negativen Einflüssen reicht weit zurück.

Überhaupt ist Energie eines der großen Themen bei den esoterischen Betrachtungen des Bergkristalls. Ihm wird eine harmonisierende Wirkung auf negative Einflüsse von Wasseradern nachgesagt und eine Funktion als „Gleichrichter“ in Räumen und Zonen mit schädlichen energetischen Ladungen. Hier kommt er als Rohstein zum Einsatz oder in kunstfertig gestalteten Bergkristall-Figuren.

Bergkristall-Pendel

Für viele esoterische Anwender sind die an einer Schnur oder einem Kettchen befestigten Schwingungsmesser unverzichtbar. Sie werden weniger zum Beantworten von Ja-Nein-Fragen verwendet, als zum Ermitteln von „feinstofflichen“ Energien, um deren Stärke, Verlaufsrichtungen und Wirkungen zu bestimmen. Wie im Grunde alle esoterischen Gegebenheiten sind auch die Zusammenhänge ringsum das Pendeln und seine Mechanismen mit wissenschaftlichen Methoden nicht nachweisbar. Der Bedarf an den Messinstrumenten hat aber zu einem großen und ansehnlichen Angebot geführt. Pendel aus Bergkristall werden glatt geschliffen oder facettiert, an Leder- und Kunststoffbändern oder Kettchen, eingefasst oder mit einem Loch versehen angeboten. Manch einer mag eine gelungene Arbeit gern als Schmuckstück bei sich tragen oder als Talisman. 

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