Beretta CX 4 Storm alias JLS S-M6

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Hi!

Hier also mein erstes Review zur CX 4!

Zunächst mal ein paar allgemeine Dinge zum ersten Eindruck! Das erste was mir in den Sinn kam, als mir der Kurier das Paket überreichte war: Verdammt, haben die da noch Steine mit reingepackt? Die Antwort war NEIN! Das ist die Knifte, die das Gewicht ausmacht, aber dazu später mehr! Nach dem Öffnen der Verpackung die nächste Überraschung! Bei einem Preis von unter 50€ hatte ich eigentlich nicht viel zu erwarten, aber das was ich da sah war mehr als ich mir erhoffen konnte! Vor mir lag eine qualitativ so hochwertige Softair, dass ich dachte, mir hat jemand versehentlich ne Echte reingelegt! Aber auch dazu nachher mehr! Erst mal zum Inhalt dieses Reviews:

1.) Das Original

2.) Die Softair

3.) Verarbeitung

4.) Leistung

5.) Fazit

 

 

1.) Das Original:

Die Beretta CX 4 Storm ist ein von der italienischen Traditionsfirma Pietro Beretta Co. hergestelltes Carbine Gewehr im Bullpup Design im Pistolenkaliber. Es wurde auf der Shot Show 2003 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und erregete damals große Aufmerksamkeit durch den Vorstoß der Firma in eine Marktlücke. Zuvor hatten es schon andere Unternehmen versucht, indem sie Umbausätze für ihre Großkaliberpistolen ( z.B. Colt oder CZ Brunner ) anboten. Diese wurden vom Markt jedoch kaum angenommen. Andere Unternehmen konzentrierten sich  eher auf die Entwicklung und Fortführung der Sparte von Maschinenpistolen ( HK, etc ). Mit zunehmendem Wachsen des Sportschützenmarktes und der Entwicklung von immer neuen Disziplinen enstand der Bedarf von angepassten Waffen. Dieses machte sich die Firma Beretta zunutze und entwickelte die CX 4 Storm.

 

Technische Daten:

Kaliber:                            9mm x 19 / 9mm x 21 / 40 S&W / 45 ACP Auto

Magazinkapazität:             10,15,20  /  10, 15     /  10, 11     /    8

System:                             Semi Automatik SAO

Visierung:                          offene Visierung mit höhen - und seitlich justierbarem Korn und voll

                                         justierbarer Klappkimme ( 327 mm )

Sicherung:                         manuelle Sicherung des Abzugzüngels im Rahmen / automatische

                                        Schlagbolzensicherung

Rahmen:                           Technopolymer

Lauf:                                 kalt gehämmerter Stahllauf mit 6 Zügen 422,5mm

Gesamtbreite:                    63mm

Gesamthöhe:                     190mm

Gewicht:                            2575g ( ohne Magazin )

 

2.) Die Softair:

Die Softair wird von Jia Li Sheng ( JLS ) hergestellt. Zum Lieferumfang gehört:

- Das Gewehr CX 4 Storm

- Magazin

- Front Fork ( Frontgriff mit integriertem Zweibein )

- Rotpunktzielgerät ( Reddot )

- Schalldämpferatrappe

- Loadingtool

- Päckchen 0,15g BB

- Tragegurt

Die Ähnlichkeit zum Original ist auf den ersten Blick absolut verblüffend. Bei genauerer Betrachtung fallen jedoch einige Unterschiede auf:

- Die Softair besitzt keine Markings ( wohl weil der Herteller nicht in Lizenz bauen darf ), was mich

  persönlich aber nicht besonders stört.

- Der Hebel für die Schlagbolzensicherung fehlt ebenso, wie die Patronenhülsenauswurföffnung.

- Die farblichen Markierungen am Sicherungsschieber sind nicht vorhanden. Aber auch das ist kein

  Problem. Ich persönlich werde mir die einfach nachträglich hinzufügen. :-)

Ein kleiner Negativpunkt muss von mir vergeben werden für die Ausführung des Adapterstücks für die SD- Atrappe, die lediglich auf die Mundung aufgesetzt wird und dort so lose sitzt, dass sie bei ein wenig Bewegung wieder abfallen möchte. ( Ein Vorschlag von mir: Einfach den Adapter auf der Mündung festkleben. Das Laufstück passt auch darauf und sitzt dort sogar noch besser als auf der Mündung selber ).

Technische Daten:

System:                             Federdruck

Gesamtbreite:                    63mm

Länge mit SD:                   823mm

Länge mit Lauf:                 761mm

Gesamthöhe:                     190mm ( ohne RD )

Visierung:                          offene Visierung ( 318mm ) mit klappbarer Kimme und Korn

Lauf:                                 metall inner Barrel

durchschnittliche Emax:      < 0,5J

Magazinkapazität:              ~ 48 BB

Reichweite:                        ~ 35m

Wirkweite:                         ~ 10-15m

Gewicht mit Magazin:         2960g

Verstellbares Hop Up:        ja

 

3.) Verarbeitung

Die Softair ist qualitativ extrem hochwertig verarbeitet. Es sind keinerlei Gussreste oder große Nahtstellen zu erkennen, wo sie nicht sein sollten. Eine feine Nahtstelle verläuft mittig in der Längsachse der Softair, was jedoch absolut nichts Schlechtes ist, da der Rahmen des Originals ebenfalls aus zwei Schalen besteht, die in der Längsachse der Waffe zusammengefügt sind. Somit wird hier der Realitätsgrad der Softair noch erhöht. Die angebrachten Bedienelemente sind - außer der angedeuteten Zerlegearretierungen- voll funktionsfähig. Der Gesamteindruck der Softair ist sowohl durch die sehr gute Verarbeitung, als auch durch das hohe Gewicht sehr gut. Da hier kein billiger Kunststoff genutzt wurde, knarrt und knarzt nichts, was bei einer Softair dieser Preisklasse sogut wie nie zu finden ist.

Leider müssen ein paar Abstriche bei der Visierung gemacht werden. Wo das Original mit einer höhen- und seitenverstellbaren Justierung aufwartet, finden sich hier nur klappbare Kimme und Korn. Leider sind diese so tief angebracht, dass ein vernünftiges Zielen kaum möglich ist, da der Höhenunterschied zwischen Schaftbacke und Visierlinie mal gerade 29,8mm beträgt.

Leider lässt auch das Abzugsgewicht etwas zu wünschen übrig. Leider konnte ich es nicht genau messen, aber es ist wirklich ziemlich extrem. Man kann den Abzug zwar gut durchziehen, aber leider fehlt jeder Druckpunkt und das Gewicht liegt schätzungsweise irgendwo zwischen 4000 und 6000 g. Das mag mit der hohen Kompression der Druckfeder zusammenhängen, ist aber auf Dauer auch nicht unbedingt so störend.

Ebenso ist das mitgelieferte Rotpunktzielgerät eigentlich nicht wirklich zu gebrauchen, da es sich nicht einstellen lässt; aber das kann man bei unter 50 € auch nicht erwarten. Für Schnellschüsse auf 10 -15 m kann man es evtl. noch nutzen.

Wenn man derartige Geräte nutzen möchte, sollte man sich ein günstiges Reddot ( z.B. Akah oder Walther ) zulegen. Hierbei ist darauf zu achten, dass auf der kompletten länge der Visierung eine 22mm Weaverschiene angebracht ist; also sind dementsprechende Montagen zu nutzen. Des weiteren sollte man eine erhöhte Montage in Betracht ziehen, da - wie oben beschrieben - der Höhenunterschied zwischen Schaftbacke und Visierlinie nicht besonders hoch ist. Insbesondere sollte man sich diesen Tip zu Herzen nehmen, wenn man mit dem Gedanken spielt ein Zielfernrohr aufzusetzten. Sofern man nicht ein sündhaft teures Marksman o.ä. verkürztes ZF nutzt, passt es nicht zwischen die Tunnel von Kimme und Korn.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass ein Front Fork im Lieferumfang enthalten ist. Alleine dieses Teil kostet seperat schon zwischen 50 und 70 € und ist qualitativ nicht von dem mitgelieferten Anbauteil zu unterscheiden.

Leider kann ich noch keine Aussagen über das Innenleben der Softair machen, aber dem ersten Eindruck nach zu urteilen ist es von sehr guter Qualität ( wie der Reste der Knifte :-) ), kein klappern, knarzen, knarren oder knacken!!!

 

4.) Leistung:

Aufgund der ungewöhnlich tiefen Visierung sind die Ergebnisse der Schusstest etwas verfälscht, da ein vernünftiges Zielen kaum möglich war, jedoch denke ich, dass die Trefferergebnisse trotz der schlechten Umstände für sich sprechen. Die Test wurden im Anschlag stehend, nicht aufgestützt durchgeführt. Es wurden jeweils 8 ( 6mm 0,2g BB ) Kugeln auf 3m und 5m in jeweils 20 sek. geschossen.

3m                                                                   

       

5m

   

 

Bei 3m wurden Schussgruppen von 38mm und auf 5m Gruppen von 67mm erzielt. Ich denke, das spricht für das Leistungsvermögen dieser Softair. Auf 3m gehen die Kugeln sogar durch eine CD.

 

5.) Fazit:

Egal ob man sich nur ne schicke Dekowaffe für die Vitriene oder aber eine Softair für Skirms zulegen will, die CX 4 Storm von JLS ist ein absolutes Top Gerät, was man sich als Liebhaber oder Begeisterter nicht entgehen lassen sollte. Für unter 50 € bekommt man eine Softair, die ihres gleichen sucht. Qualitativ kann sie ohne Probleme mit den teuren Produkten der einschlägigen Hersteller mithalten, auch wenn sie in Einzelheiten nicht dem Original zu 100% entspricht. Ich habe bisher noch nie so viel für mein Geld bekommen. Sogar im Punkto Leistung setzt diese Softair im Bereich < 0,5J neue Marken, auch wenn sie- verständlicher Weise- nicht an die Schussleistung von Softairs >0,5J kommt.

 

Pro:

- super Leistung

- extrem viel Zubehör

- insgesammt sehr gute Qualität

- einstellbares Hop Up

- sehr gute Verarbeitung

 

Contra:

- keine Markings

- sehr tief liegende Visierung

 

Ich hoffe dieses Review kann helfen. Über Anregungen und konstruktive Kritik würde ich mich freuen.

khipa_l

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