Bereit für den großen Auftritt: Diamagazine und -rahmen für den Einsatz im Projektor

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Die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Präsentation mit dem Diaprojektor sind qualitativ hochwertige Diapositive. Diese müssen dafür in erster Linie korrekt zugeschnitten und gerahmt sein. Zwar können Sie das bei der Entwicklung des Diafilms mit beauftragen, sodass es professionell im Fotostudio bearbeitet wird, jedoch müssen Sie vorher die Entscheidung treffen, welche Diarahmen verwendet werden sollen. Dies ist zum einen eine Kostenfrage und zum anderen eine Frage der Qualität. Letztlich bestimmt die Qualität der gerahmten Dias Ihre Präsentation im Wesentlichen mit. Es gibt hierbei jedoch nicht DEN Diarahmen. Alle Modelle haben ihre Vor- und Nachteile, sodass es oft nicht einfach ist, hier das Passende zu finden.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Diarahmen es gibt und was die Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme sind. Die Auswahl eines Diarahmens ist die Grundlage für die Entscheidung zur Wahl eines Diamagazins. Zwar gibt es Universalmagazine, die für jedes Dia geeignet sind, jedoch sind unter Umstände andere Modelle empfehlenswert, die dann nur von glaslosen Dias genutzt werden können.

Lesen Sie in diesem Ratgeber außerdem, was Sie bei der Wahl eines Diamagazins beachten müssen und wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle liegen.

Diarahmen mit Glas

Im Wesentlichen unterscheidet man Diarahmen mit und ohne Glas. In den meisten Diaprojektoren können Sie beide Arten verwenden, jedoch kann Ihr Diamagazin Einschränkungen vorgeben. Was dabei zu beachten ist, lesen Sie im entsprechenden Abschnitt dieses Ratgebers.

Bei einem Dia mit Glasrahmen wird das Fotopositiv zwischen zwei Glasscheiben gehalten. Durch diesen festen Rahmen liegt das Foto plan und kann sich auch bei Erhitzung des Projektors nicht wölben, was andernfalls zu unscharfen Projektionen führen würde. Die Glasscheiben schützen das Foto zudem vor Staub und Kratzern, da sich keine Fremdkörper darauf ablagern können. Um eine fussel- und staubfreie Darstellung der Bilder zu garantieren, muss das Foto sehr sorgfältig gerahmt werden. Besonders wenn Sie das selbst machen, ist diese Arbeit oft sehr aufwendig und schwierig. Empfehlenswert ist es deshalb, große Mengen an Fotopositiven im Fotostudio rahmen zu lassen. Oftmals sind dort die Bedingungen besser als im heimischen Wohnzimmer, sodass dort keine Fusseln unter den Rahmen gelangen. Sollten Sie sich entscheiden, die Bilder selbst zu rahmen, dann sollten Sie unbedingt Handschuhe tragen und eine Pinzette verwenden.

Diarahmen mit Glas haben nicht nur Vorteile

Die Glasscheiben sind eine zusätzliche Schicht, die zwischen der Linse des Projektors und der Aufnahme zwischengeschaltet wird. Dies führt zu einer Verringerung der Bildqualität. Glas hat zudem eine Wirkung auf die Interferenz des Lichtes, sodass sich auf dem projizierten Bild ein optischer Effekt bildet, der als „Newtonsche Ringe" bezeichnet wird. Moderne Rahmen haben einen Anti-Newton-Effekt und verhindern das. Sie wirken durch ein leicht angerautes Glas. Dies wiederum hat einen leichten Milchglaseffekt, der auf monochromen Bildflächen bei der Projektion insofern deutlich wird, dass das Bild rauscht, es wirkt weniger hochauflösend, etwa vergleichbar mit einer sehr hohen ISO-Zahl des Films.

Glasdias sind zudem recht schwer und voluminös. Speziell für Anwender, die sehr viele Dias besitzen und archivieren müssen, kann das zum Problem werden.

Pflegeaufwand bei Glasdias

Glasdias wollen auch gepflegt werden, was bei einer großen Menge problematisch sein kann. Zwischen den Glasscheiben können sich Pilzsporen ablagern, die das Filmmaterial beschädigen und zudem eine Projektion unmöglich machen. Häufiger werden glasgerahmte Dias beim Lagern durch eine Färbung des Glases milchig . Um das zu beseitigen, muss das Dia entrahmt, das Glas gesäubert und die Aufnahme neu gerahmt werden. Dieser Prozess ist recht aufwendig. Es empfiehlt sich aber die Dias vor der Nutzung einzeln zu überprüfen, ob dieser Schritt notwendig ist.

Glaslose Diarahmen

Die Alternative zum Diarahmen mit Glas ist das Modell ohne Glas. Dabei gibt es verschiedene Varianten, die Ihnen hier vorgestellt werden sollen. Bei der Entscheidung für Rahmen ohne Glas sollten Sie allerdings wissen, dass diese Fotopositive recht ungeschützt vor der Hitze der Projektionslampe in das Magazin geführt werden. Die Erhitzung durch die Wärmeentwicklung im Diaprojektor kann zu einem typischen Ploppen führen. Gemeint ist damit der Ton, der entsteht, wenn sich die Aufnahme verzieht oder wölbt, weil sich das Filmmaterial durch die Wärme ausdehnt. Dieses Ausdehnen kann zum einen das Bild langfristig beschädigen: Irgendwann ist das Bild wellig. Zum anderen liegt das Bildmaterial nicht mehr plan im Rahmen. Das führt dazu, dass die Aufnahme in Teilen unscharf projiziert wird. Je nach Hitzeentwicklung des Projektors sind deshalb glaslos gerahmte Diapositive nur bedingt empfehlenswert für Ihre Präsentation.

Welche glaslsoen Diarahmen gibt es?

Es gibt es verschiedene glaslose Diarahmen. Vor allem verbreitet sind die sogenannten CS–Rahmen. Bei diesen handelt es sich um Kunststoffrahmen, die besonders leicht und dennoch stabil sind. Alternativ können Dias auch in Papierrahmen gefasst sein. Diese sind besonders einfach zu archivieren, da sie extrem flach und leicht sind. Allerdings sind diese Papierrahmen auch sehr anfällig für Knicke und Feuchtigkeit und bieten dem Diapositiv selbst natürlich kaum Schutz.

Ein Wort zum Digitalisieren: Falls Sie vorhaben, Ihre Diapositive in absehbarer Zeit zu digitalisieren, dann sollten Sie unbedingt über glaslose Diarahmen nachdenken. Falls Sie glasgerahmte Diapositive besitzen, müssten diese sonst – um Qualitätsverluste der Aufnahme durch das Glas zu verhindern – vor dem Scannen auf glaslose Rahmen umgerahmt werden.

Arten von Diamagazinen im Direktvergleich

Das verbreitetste Magazin ist das Universalmagazin. Dieses passt für die meisten Projektoren und ist auch mit den meisten Diarahmen kompatibel, ob mit oder ohne Glas. Zusätzlich zu diesem Universalsystem bieten die verschiedenen Hersteller oft eigene Systeme, die nicht selten Herstellerspezifisch sind und damit nur für Projektoren der jeweiligen Firmen geeignet sind.

Damit ein Magazin für Sie geeignet ist, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Das Magazin muss zum Einsatz in Ihrem Projektor geeignet sein und natürlich kompatibel mit der Art Ihrer Diapositive. Da unterschiedliche Diarahmen ein verschiedenes Format, vor allem hinsichtlich der Stärke, haben, sind diese nicht zwangsläufig in jedes Magazin einzulegen.

Neben dem Universalsystem sind vor allem das LKM-Magazin, das Rundmagazin und das CS-Magazin gängige Formate. Geläufig ist ebenfalls das Paximat Magazin.

Falls Sie glasgerahmte Dias besitzen, sollten Sie beim Kauf eines LKM-Magazins, eines Modells von Leica oder aber eines CS-Diamagazins vorsichtig sein. Diese Magazine sind klassischerweise für alle glaslosen Fotopositive vorgesehen. Für ein glasgerahmtes Dia sind die einzelnen Slots der Magazine zu eng. Auch wenn die Dias sich darin einschieben lassen, können sie sich während der Präsentation im Projektor verklemmen. Die maximale Stärke der Dias beträgt beim LKM- und CS-Magazin 2 mm.

Magazine sind auch gut geeignet, um Dias aufzubewahren

Problematisch ist oft der Transport der Magazine, da die Dias nicht vor dem Herausfallen geschützt sind. Eine Ausnahme dabei stellt das LKM-Magazin dar, bei dem der Rand so erhöht ist, dass keine Dias herausfallen. Allerdings sind die Anschaffungskosten recht hoch, sodass diese Investition gegenüber einem anderen Archivierungssystem gut überlegt sein will. Dem Namen nach bietet das CS-System die richtige Lösung: C steht im Namen für compact und S steht für safety – kompakt und sicher soll das System sein und ebenfalls einen Herausfallschutz bieten.

Wenn Sie ein Magazin suchen, das zur Aufbewahrung geeignet ist, dann spielt vor allem auch die Größe beziehungsweise Kapazität des Magazins eine Rolle. Gegenüber den Systemen von Leica, CS und LKM kann dabei ein Universalmagazin kaum mithalten, es nimmt weit weniger Fotopositive auf als die Konkurrenzmodelle.

Das Paximat Magazin der Firma Braun Fototechnik ist etwas weniger bekannt. Wie die Systeme von CS und LKM ist auch das Magazin von Braun nur für Dias bis 2mm Stärke zu verwenden. Auch bei diesem System sind die Dias vor dem Herausfallen geschützt. Geworben wurde sogar, dass es sich um eine schüttelsichere Aufbewahrung handelt.

Alle diese Magazine mit Herausfallschutz sind nur dann sinnvoll, wenn Sie Ihre Aufnahmen darin aufbewahren wollen. Für die Bestückung bei einer Präsentation sind sie nachteilig in der Handhabung, denn das Einsortieren des Bildmaterials ist weit zeitaufwendiger als bei einem Universalmagazin – bedingt durch den seitlichen Schutz der Magazine.

Rundmagazine für Endlosprojektionen

Rundmagazine stellen eine Besonderheit bei dem Magazinsystemen dar. Sie sind in der Herstellung recht teuer, da es sich um ausgeklügelt technische Installationen handelt. Zum Einsatz kommt das Rundmagazin vor allem bei Endlosprojektionen. Das ist ein Grund, warum diese Magazine vor allem bei Künstlern beliebt sind, um ihren Einsatz auf einer Vernissage oder einer Kunstinstallation zu finden. Für eine reguläre Präsentation will die Anschaffung eines Rundmagazins überlegt sein, da die Kosten so hoch sind.

Zur Aufbewahrung sind Rundmagazine nicht empfehlenswert. Zum einen wird kein gesonderter Rausfallschutz an den Seiten geboten und zum anderen sind die Magazine aufgrund der runden Form nicht sonderlich platzsparend zu verstauen. Für den Transport können Sie einen Deckel aufsetzen, damit die für Ihre Präsentation vorsortierten und im Magazin platzierten Dias nicht verrutschen.

Rundmagazine sind anders als die meisten Systemmagazine auch für glasgerahmte Dias geeignet. Passend ist der Slot der einzelnen Diapositive für Rahmen zwischen 1 und 3 mm Stärke. Damit eignet sich dieser Magazintyp beispielsweise auch für Papierrahmen, wie Sie von Kodak vertrieben wurden.

Wenn Sie viele Dias besitzen, sollten Sie sich genau über die verschiedenen Aufbewahrungsvarianten informieren. Kostengünstiger als viele Diamagazine sind Diakästen aus Holz, Pappe oder Kunststoff. Doch auch Alben mit Einsteckfächern oder Kunststoffordner und andere Lösungen können sinnvoll sein und sind platzsparender Aufzubewahren als Diamagazine.

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