eBay
  • WOW! Angebote
  • Jetzt entdecken
Kostenloser Kontakt

Bekleidung für den Bootssport: Tipps zur Auswahl von Accessoires, Schuhen und Textilien

eBay
Von Veröffentlicht von
Bekleidung für den Bootssport: Darauf sollten Sie beim Kauf von Accessoires, Schuhen und Textilien achten

Egal ob Segel- oder Motorboot, egal ob Ostsee, Nordsee, Mittelmeer oder Karibik – die richtige Bekleidung ist beim Bootssport unerlässlich. Selbstverständlich sind die Anforderungen an die Bekleidung für einen Törn zwischen den karibischen Inseln andere, als beim Segeln auf der Nordsee. Doch auch in der Karibik sind etwa dünne Neopren-Shirts nicht verkehrt. 

Unschätzbar wichtig wird die Qualität der Bootssportbekleidung in kälteren Gebieten, wie beispielsweise der Nord- oder Ostsee. Wenn Sie etwa mit dem Gedanken spielen, hier im Herbst oder im Frühling zu segeln, sind Sie auf gute Bekleidung angewiesen. Dieser Ratgeber soll Ihnen dabei helfen, die richtige Bekleidung für Ihren Einsatzzweck zu finden.

Welche Stoffe werden im Bootssport verwendet?

Fragen Sie sich: Welcher Typ sind Sie und für welchen Zweck wird die Kleidung benötigt? Wesentliche Eigenschaften, die Bootssportbekleidung haben muss: Die Bekleidung sollte gut warmhalten und den Körper vor Kälte schützen bzw. isolierend wirken. 

Ein Stoff für diesen Zweck, der nicht nur beim Bootssport, sondern auch in vielen anderen Wassersportdisziplinen eine Rolle spielt, ist Neopren.

Neopren ist ein chemisch hergestellter Stoff, der eine gummiartige Struktur besitzt. Man kennt ihn vor allen Dingen auch aus dem Tauchsport bzw. von Taucheranzügen. Das Neopren wird auf einen speziellen Trägerstoff aufgebracht und isoliert so sehr gut vor Kälte, aber auch vor Wärme. Je nach Mischungszusammenhang ergibt sich für Neopren ein Anwendungsbereich von -45 Grad Celsius bis 100 Grad Celsius.

Eine weitere Frage bezüglich des richtigen Stoffes: Wie verhält sich die Kleidung, wenn sie mit Wasser in Kontakt kommt. Ist die Kleidung mit Wasser vollgesogen, sollte sie beispielsweise wieder schnell trocknen können. Neben Neopren ist hierbei vor allen Dingen Elastan zu nennen. Elastan ist dabei auch bekannt unter dem Markennamen Lycra. Elastan ist eine sehr dehnbare Kunstfaser, die sich gut an den Körper anschmiegt. Sie saugt sich kaum mit Wasser voll und ist sehr gleitfähig.

Neben der Isolation vor Kälte, Hitze und Wasser ist natürlich auch der Wind ein entscheidender Faktor. Weitere Anforderungen, die an die Bekleidung – je nach Fall – gestellt werden müssen, sind: Atmungsaktivität, UV-Beständigkeit, Elastizität, und Strapazierfähigkeit. Besonders der Atmungsaktivität kommt beim Bootssport eine wichtige Bedeutung zu. Bei extremen, sportlichen Belastungen, kann der menschliche Körper bis zu zwei Liter Schweiß pro Stunde absondern. Funktionstextilien geben diese Feuchtigkeit nach außen ab und sorgen so dafür, dass der Körper nicht auskühlt. Hier kommen noch weitere Stoffe zum Einsatz.

Bootskleidung mit Zwiebelschalenprinzip

Auch bei Bootsfahrten, besonders im Frühjahr oder im Herbst, kommt es auf eine effektive Kombination von verschiedenen Bekleidungsschichten an. Hierfür hat sich der Begriff „Zwiebelprinzip" oder „Zwiebelschalenprinzip" eingebürgert. Man trägt dabei – gleich einer Zwiebel – verschiedene Kleidungsschichten von unterschiedlicher Dicke und unterschiedlichem Material. Der Clou beim Zwiebelprinzip: Zwischen den verschiedenen Bekleidungsschichten ist insgesamt mehr Luft als Wärmeisolator vorhanden, als bei einer dickeren Bekleidung mit weniger Schichten. Kombiniert man verschiedene Materialien miteinander, lassen sich die oben beschriebenen Eigenschaften (Feuchtigkeitstransport, UV-Schutz, Kälteisolation etc.) nutzen.

Die erste, direkt am Körper liegende Bekleidungsschicht ist die Basisschicht. Eine dünne Unterwäsche hat die Hauptaufgabe, den Schweiß vom Körper wegzutransportieren. Hier sollten Sie am besten Unterwäsche aus Polyester oder Polypropylen verwenden, da sich diese Stoffe nicht mit Feuchtigkeit vollsaugen und darüber hinaus auch eine bessere Isolationswirkung besitzen als beispielsweise Bauwolle. Besonders wichtig: Die Wäsche muss hauteng anliegen, damit ein optimaler Transport der Feuchtigkeit gewährleistet ist.

Darüber folgen eine oder mehrere Isolationsschichten. Diese sollen die Körperwärme speichern. Hierbei sind Stoffe wie Fleece, Wolle oder einem Wollmischgewebe anzuraten. Danach folgt die letzte und dritte Bekleidungsschicht, auch Oberschicht oder Außenschicht genannt. Auch hier sind atmungsaktive Materialien das A und O, damit Körperschweiß nach außen transportiert werden kann. Daneben dient diese äußere Schicht jedoch auch als Witterungsschutz. Sie soll zwar Feuchtigkeit nach außen, Kälte, Hitze, Wind und Wetter jedoch nicht nach innen dringen lassen. Hier bieten sich spezielle Gore-Tex- bzw. Hardshell-Fasern an.

Das Zwiebelprinzip kann am effektivsten seine Vorteile ausspielen, wenn mehrere dünne Schichten benutzt werden, als wenige dickere Schichten. Atmungsaktivität ist das oberste Gebot, damit sich die Wärme bei körperlicher Anstrengung nicht staut. Der Vorteil dieser Art der Bekleidung liegt dabei offen zutage: Durch das Entfernen oder Hinzufügen von Bekleidungsschichten kann man sich optimal auf die aktuellen Temperatur- und Witterungsverhältnisse einstellen.

Welche Bekleidung für welches Körperteil?

  • Hosen: Bei Beinkleidern zum Segeln oder im Motorboot ist es sinnvoll, auf Atmungsaktivität und Isolierfähigkeit des Stoffes zu achten. Dabei sollten Sie auch besonders auf die Verarbeitung schauen. Bekannte Punkte, durch die Wasser potenziell eindringen kann, sind beispielsweise die Nähte. Diese sollten abgeklebt sein. Eine Fütterung der Hose kann von Vorteil sein, wenn Sie an kälteren Tagen mit dem Boot unterwegs sind. Viele Hosen besitzen eine spezielle Wasserablaufeinrichtung. Bewährt haben sich Hosen mit integrierten Hosenträgern. Außerdem sind Verstärkungen der Hose an der Sitzfläche und an den Knien, sinnvoll, um eine möglichst hohe Lebensdauer der Hose zu erreichen. Für besonders warme Gefilde bieten sich etwa schnell trocknende Bermuda-Shorts an. Polyester ist auch hier der Stoff der Wahl.
  • Oberbekleidung: Grundsätzlich sind bei der Oberbekleidung keine Grenzen gesetzt. Angefangen bei dünnen Baselayern bis hin zu Pullovern und Fleece-Oberteilen als die mittlere Bekleidungsschicht. Fleece ist als thermisches Futter ideal für kalte Bedingungen geschaffen. Reißverschlüsse für das schnelle An- und Auskleiden sind ebenfalls sinnvoll. Als äußere Bekleidungsschicht können Softshelljacken genutzt werden, die einen wasserdichten Schutz aufweisen und auch für eine große Zahl an verschiedenen anderen Wassersportaktivitäten genutzt werden können. Segeln Sie an warmen Sommertagen, genügt vielleicht auch ein T-Shirt als Oberbekleidung. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das T-Shirt einen UV-Schutz aufweist, schließlich bewegen Sie sich einige Stunden lang in der Sonne.
  • Ölzeug und Segeljacken: Für ambitioniertes Küsten- und Seesegeln sind robuste und vielseitige Segeljacken unabdingbar, ist ein raues Klima zu erwarten. Abgeklebte Nähte und eine Fütterung mit Wasserablaufgitter sind hierbei Pflicht. Eine (einrollbare) Kapuze ist ebenfalls von Vorteil, der Kragen sollte einen Gesichtsschutz aufweisen. Achten Sie auch auf die Justierbarkeit von Ärmelbündchen. Manche Hersteller versehen die Taschen auch mit einer speziellen Vliesfütterung zum Handwärmen. Sicherheitsschlaufen für die Rettungsweste, sowie Sicherheitsreflektoren sollten zum Standard gehören.
  • Schuhe und Stiefel: die richtige Fußbekleidung hängt gänzlich vom Anwendungszweck ab. Unternehmen Sie eine kurze Segeltour auf einem sommerlichen See, reichen schon einfache Deckschuhe aus. Ob diese aus Leder oder einer Kunstfaser gefertigt sind, bleibt dabei ganz Ihrem Geschmack überlassen. Segelstiefel allerdings sind für die etwas raueren Touren geeignet. Sie sollten mindestens bis zu den Waden reichen. Oft wird für Stiefel Naturkautschuk verwendet. Achten Sie auf ein ausgeprägtes Profil, um an Deck den richtigen Halt zu haben. Optional enthalten einige Modelle ein herausnehmbares, gepolstertes Fußbett. Für den Leistungssportbereich bieten sich hingegen Neoprenschuhe oder Neoprenstiefel an. Dünne Sohlen lassen einen besser das Deck fühlen. Neoprenschuhe sollten dennoch eine Wärmefütterung aufweisen. An markanten Stellen (Ferse, Zehenbereich) sollte eine Verstärkung vorhanden sein.

Einige besondere Accessoires beim Bootssport

Beim Segeln kommen die Hände sehr oft zum Einsatz. Daher gibt es Handschuhe, die speziell auf die Bedingungen beim Bootssport hin ausgelegt sind. Haltbarkeit, Griffigkeit und Abriebfestigkeit stehen hier im Mittelpunkt. Sie sollten der natürlichen Handform angepasst sein. Auch sinnvoll: der Verschluss auf der Innenseite des Handgelenks. So wird beispielsweise das unbeabsichtigte Starten oder Stoppen der Uhr verhindert.

Ein ebenso unverzichtbares Accessoire für den Segel- und Motorbootsport ist eine passende Kopfbedeckung. Ob als modisches Detail oder als funktionaler Sonnenschutz – hier gibt es viele Möglichkeiten. Diese reichen von der Sturmhaube über die Strickmütze und das wasserabweisende Segelcap bis hin zum Sonnenhut oder Südwester. Weiteres Zubehör fürs Boot sind beispielsweise Schwimmwesten, Sonnenbrillen oder auch Messer und Taschen.

Die Bekleidung will gepflegt werden

Die Bekleidung nimmt nach und nach Schweiß, Hautschuppen, Talg und Fett sowie andere Partikel von Kosmetika auf. Dieser Schmutz verursacht zum einen das hygienische Problem, andererseits kann er, setzt er sich in den Fasern selbst ab, auch deren Funktion beeinflussen. Daher sollten Sie die Kleidung nach jedem Gebrauch waschen. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder, Sie waschen die Kleidung selbst mit der Hand oder in der Maschine. Beim schonenderen Waschen mit der Hand sollten Sie auf eine möglichst lauwarme Wassertemperatur sowie auf mildes Waschmittel achten. Danach ist es wichtig, die Kleidung mit klarem Wasser noch einmal auszuspülen. Beim Waschen mit der Maschine sollten Programme wie „Pflegeleicht" oder „Schonwaschgang" genutzt werden. Wählen Sie eine niedrige Temperatur (maximal 30 Grad) und eine niedrige Schleuderdrehzahl (ca. 800 Umdrehungen). Nehmen Sie nur sehr wenig Waschmittel. Weichspüler sollten Sie in keinem Fall verwenden.

 
Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere erkunden
Wählen Sie eine Vorlage aus

Zusätzliches Navigationsmenü