Baupläne und Dächer für Carports: Einzel- und Doppelcarports für Ihr Grundstück

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Baupläne und Dächer für Carports: Einzel- und Doppelcarports für Ihr Grundstück

Nicht jeder Autobesitzer hat die Möglichkeit sein Gefährt auf dem eigenen Grundstück abzustellen. Viele Wohnhäuser besitzen keine eingebaute Garage und vertrösten den Autobesitzer mit einem Platz auf der Straße davor oder in der angrenzenden Nachbarschaft. Doch nicht jeder hat sein Auto gern weg von den eigenen vier Wänden stehen, besonders wenn es schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt ist. Für alle, die sich nicht für teures Geld in anonyme Großgaragen einmieten wollen und ihr Auto gern in der Nähe haben, stellen Carports die richtige Alternative dar.

Sollte ihr Grundstück den entsprechenden Platz vorweisen, so bekommen Sie mit einem Carport eine kostengünstige und mit wenigen Vorkenntnissen auch einfach selbstzubauende Alternative zur Garage geliefert. Der folgende Ratgeber soll Ihnen einen Überblick über dieses Thema geben. Bei eBay können Sie anschließend einen entsprechenden Carport Bausatz kaufen.

Stilsicherer Unterstand - wie definiert sich ein Carport?

Frei aus dem Englischen übersetzt bedeutet Carport soviel wie „Autohafen.“ Und genau das soll es auch darstellen, ein sicherer Hafen für ihr Automobil. Dieser spezielle Unterstand dient sowohl zur Einfassung des Stellplatzes, wie auch als Schutz vor Umwelteinflüssen. Das Konstrukt besteht dabei in der Regel aus Holz, Stahl oder Aluminium, vereinzelt gibt es auch Kunststoff-Ausführungen. Meist sind die Carports zu allen Seiten offen, auch wenn es inzwischen Varianten mit Seitenwänden gibt. Die Einfahrt ist hingegen grundsätzlich offen.

Es gibt unterschiedlichste Formen des Daches. Es kann wahlweise gar nicht vorhanden sein, als Flachdach vorkommen oder gar ein Sattel-, Walm- oder Tonnendach sein. Auch die Dachbedeckung unterscheidet sich von Typ zu Typ. Optional kann auch ein Abstellraum Teil des Konstruktes sein. Die Größe des Carports ist zu einem großen Maß auch abhängig von den Gegebenheiten des Grundstücks und auch von der Anzahl der unterzustellenden Fahrzeuge.

Welche Vor- und welche Nachteile bringt ein Carport mit sich?

Die grundsätzliche Frage nach dem Pro und Kontra eines Carports ist im Vorfeld des Baus zu klären. Als leichter und formschöner Unterstellplatz machen die Konstrukte auf Ihrem Grundstück einen gewissen Eindruck. Ihr Auto wird leicht vor der Witterung geschützt, allerdings nicht in dem Maße, wie es eine richtige Garage tun würde. Dieses Defizit kann durch das Anbringen von drei bis vier Außenwänden aber leicht reduziert werden. Vorteil der offenen Einfahrt ist die Tatsache, dass die Luft hier problemlos zirkulieren kann und damit auch die Bildung von Kondenswasser verhindert wird. Die bessere Belüftung beugt auch Rost vor.

Carports bieten allerdings deutlich weniger Schutz vor Diebstahl und Vandalismus, als es geschlossene Garagen tun. Gerade weil ihr Auto gleichsam in der Auslage steht. Dies ist selbstverständlich auch abhängig von der Positionierung des Carports auf ihrem Grundstück. Unschlagbares Argument für den Carport bleiben allerdings der Preis und die Möglichkeit, es mittels Bauanweisung problemlos selbst aufzubauen. Während eine vollwertige Garage mehrere 1.000 Euro kosten kann, sind Sie mit dem Unterstand bereits mit einem Bruchteil des Geldes dabei. Auch benötigen Carports in der Regel keine eigene Baugenehmigung. Hier sind die Restriktionen allerdings von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Informieren Sie sich daher im Vorfeld genauestens über die für sie zutreffenden Bestimmungen.

Welche Varianten gibt es bei den Carports?

Prinzipiell gibt es beim Aufbau und der Konstruktion eines Carports wenig Vorgaben und viel Freiheit, abhängig vom individuellen Geschmack jedes Einzelnen. Der ganz klassische Aufbau aus vier Stützen und einem leichten Dach muss also nicht mehr der alleinige Standard sein. Viele Anbieter von Carports führen unterschiedliche Varianten:

Optional ist in diesen Fällen auch ein gesonderter Abstellraum käuflich zu erwerben. Auch bei der Lackierung und Farbe sind den eigenen Vorstellungen in der Regel keine Grenzen gesetzt. Carport-Designer betonen häufig, wie wichtig Ihnen die individuellen Einflüsse der Kunden sind. Machen Sie davon gegebenenfalls auch Gebrauch.

Die Wahl des richtigen Daches

Die klassische Carport-Variante kam noch ohne eigenes Dach aus. Auch heutzutage ist diese Ausgabe immer noch recht beliebt. In diesem Fall nimmt der Carport eine eher ästhetische Rolle ein und kann beispielsweise auch mit Pflanzen veredelt werden. Ein praktischer Nutzen entsteht dabei kaum. Erst ein Dach kann Witterungsschutz bieten und somit Ihr Fahrzeug vor Rost und anderen Unannehmlichkeiten schützen. Daher ist es wichtig, auch beim Dach keine Abstriche zu machen. Neben dem richtigen Look ist es wichtig, im Vorfeld die technischen Fakten zu checken.

Neben dem Material sollte das die zulässige Last pro Quadratmeter sein. Dies ist wichtig zu berücksichtigen, sollten Sie im Winter mit viel Schneemassen zu kämpfen haben. Auch Dachbegrünung ist optional inzwischen möglich, hier können Sie sich vom Fachhändler beraten lassen. Falls möglich, versuchen Sie das Dach entgegengesetzt der Wetterseite zu bauen, also der Richtung, aus welcher der Regen am häufigsten fällt. Es lassen sich wahlweise aber auch Dachrinnen installieren, um einen besseren Abfluss des Regenwassers zu gewährleisten.

Folgende Dachformen können sie auf dem Markt finden

Sie können bei der Wahl ihrer Dachbaumform auf unterschiedliche Bauweisen zurückgreifen. Dazu zählen:

  • Pultdach. Diese recht simple Variante präsentiert sich als flaches Dach mit leichter Anwinkelung. Das Gefälle verhindert dabei, dass sich unnatürlich viel Nässe und Regenwasser auf dem Dach bilden.
  • Flachdach. Dabei handelt es sich um die klassischste Dachform. Das flache Dach wird waagerecht über dem Auto positioniert, gestaltet sich als überaus robust. Optional sind hier neben Holz- auch Glasdächer denkbar.
  • Satteldach. Diese Bauform besticht durch einen Giebel und ein leichtes Spitzdach, ähnlich dem eines klassischen Hauses. Der Raum unter dem Dach kann dabei optional auch als Abstellfläche für Kisten oder Reifen genutzt werden. Achten Sie in diesem Fall aber auf entsprechend belastbare Trageflächen.
  • Walmdach. Diese Bauweise ist an allen vier Seiten abgeflacht und bietet im Gegensatz zu Spitz- oder Satteldächern relativ wenig Angriffsfläche gegenüber Wind und Wetter. Diese Variante ist auch recht einfach selbst zu bauen.
  • Glasdach. Noch vor einigen Jahren undenkbar sind Glasdächer bei Carports inzwischen keine Seltenheit mehr. Sowohl in flacher als auch Satteldach-Form können diese Varianten bequem selbst aufgebaut werden. Beachten Sie aber, dass es dadurch zur erhöhten Sonneneinstrahlung kommen kann, was ihr Auto im Sommer noch einmal zusätzlich aufheizen kann. Kunststoffdächer stellen hier eine preisgünstigere Variante mit ähnlicher Wirkung dar.
  • Rundbogendach. Diese sehr stilsichere Variante präsentiert die Dachfläche als runden Bogen, der ebenfalls robust und wasserabweisend ist. Auch hier kann der Raum unter dem Bogen als Stauraum genutzt werden. Das Tonnendach stellt eine stärker gebogene Form dieser Variante dar.

Was sie alles beim Selbstaufbau des Carports beachten sollten

Zwar gibt es stets die Option, den Carport auch von einer professionellen Firma aufbauen zu lassen, doch dies muss nicht zwanghaft erfolgen. Wenn Sie das entsprechende handwerkliche Geschick und ein Grundverständnis für Architektur und Statik besitzen, sowie vielleicht noch die ein oder andere helfende Hand hinzuziehen können, dann geht der Aufbau eines Carports auch bequem im Alleingang. So sparen Sie die Aufbaukosten, komplette Materialpakete mit allen Utensilien bieten viele Baumärkte bereits als Komplettpaket an. Wahlweise können Sie die einzelnen Teile allerdings selbst zusammenkaufen und somit ein Carport ganz nach Ihren eigenen Vorstellungen kreieren.

Wie bereits erwähnt, sollten Sie im Vorfeld die rechtlichen Rahmenbedingungen checken. Ein Bauantrag muss meist gestellt werden, verlangt aber keinen allzugroßen logistischen Aufwand. Achten Sie vor dem Aufbau auch darauf, dass sie den Carport auf stabilen Untergrund bauen. Stein oder Asphalt sind ideal. Die H-Anker, in welche die Stützen des Carports gesteckt werden, bilden die Basis für Stabilität. Sie sollten am besten im Fundament einbetoniert werden. Dabei sollte dringend der richtige Abstand der Pfosten eingehalten werden.

Die entsprechenden Baupläne werden dabei mit dem Carport zusammengeliefert, können aber bereits im Vorfeld beim Händler eingefordert werden und sind teilweise im Internet frei zugängig. Dies ist vor allem wichtig, wenn es darum geht, die Verankerungen für die Pfosten im Vorfeld des Carport-Aufbaus im Boden zu versenken. Viele Hersteller der Unterstände greifen dabei auf standardisierte Größen zurück, was Ihnen als Konstrukteur eine gewisse Flexibilität erlaubt.

Schätzen Sie ihre handwerklichen Fähigkeiten in jedem Fall im Vorfeld gut ein. Selbst für erfahrene Profis ist der Bau eines Carports nicht an einem Nachmittag erledigt. Planen Sie also Zeit und Geduld ein und holen Sie sich im Vorfeld entsprechenden Rat ein, um bei der Konstruktion keine Fehler zu machen.

Abschließend: Die richtige Pflege des Materials ist entscheidend

Wenn ihr Carport am Ende aufgebaut ist, erstrahlt es natürlich erst einmal im fabrikfrischen Glanz. Damit dieser möglichst lang erhalten bleibt, ist gute Pflege unabdingbar. Besonders bei den Holz-Carports, welche zweifellos die beliebteste Form der Unterstände darstellen, ist dies wichtig. Bereits beim Aufbau sollten Sie das Holz daher mit einem entsprechenden Pflegemittel aufstreichen. Dieses basiert auf Ölen und kann wahlweise auch eingefärbt sein, um dem Material bei dieser Gelegenheit gleich einen neuen Anstrich zu verpassen. Achten Sie darauf, dass das Mittel nicht zu chemisch ist. Dieser Vorgang sollte im Idealfall regelmäßig wiederholt werden, um Risse und sprödes Holz dauerhaft zu vermeiden.

Alternativ können Sie beim Kauf direkt auf druckimprägniertes Holz zurückgreifen, bei dem das Pflegemittel bereits im Material eingebaut wurde. Hier ist das Nachstreichen erst nach einigen Jahren nötig. Wenngleich dieses Holz in der Anschaffung teurer ist, so ist es auf einen längerfristigen Zeitraum preislich nicht weit von unbeschichtetem Holz entfernt, bei dem Sie das Pflegemittel regelmäßig nachkaufen müssen.

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