Bauchtanzkostüm Auswahl, Farben, Stile

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Frau tanzt jetzt schon einige Zeit und ein Kostüm muß her... So weit so gut, aber was soll es sein, welche Farbe, welcher Stil, was steht mir...welche Rockform ist richtig usw...

Zunächst einmal sollte man sich Gedanken machen, wofür und wie oft braucht man ein Kostüm.
Wer schon länger Bauchtanz macht, regelmäßig Auftritte hat und verschiedene Tänze vorführt wird etwas anderes brauchen als jemand der 2 mal im Jahr mit seiner Tanzgruppe eine Show aufführt

Grundsätzlich gilt: entweder man sucht ein spezielles Kostüm für einen bestimmten Tanz oder Tanzstil oder man sollte wenn man nicht so viel Auswahl im Kleiderschrank hat etwas wandelbares aussuchen. Es gibt die klassischen 2 Teiler, die modernen ägyptischen Kostüme und Kleider.

DER KLASSISCHE ZWEITEILER:
Besteht aus BH und Gürtel in verschiedenen Formen, grundsätzlich ist die sogenannte türkische Form, die eigentlich mal ursprünglich aus den Sambakostümen entstand, die Form welche fast jeder Frau steht. Egal ob breite Hüften oder schmale Hüften, egal ob Mollig oder Schlank. Sie solllte den Grundstock jeden Kleiderschranks bilden. Kombiniert mit dem entsprechenden Rock passend zur Trägerin ist das türkische KOstüm mit dem V-Form Gürtel und den meist recht flach und deshalb sehr anpassungsfähigen Körbchen ideal für alle Gelegenheiten. Die Gürtel und BHs sind oft mit Bögen oder Zacken versehen die verdrahtet sind und sich gut der Figur anpassen. AUch ist die Formenvielfalt bedingt durch die Machart größer, asymetrische Modelle, erhabene Stickereien, Einblicke, Ranken die sich aus dem Gürtel, BH herauswinden etc. Dazu kommt bei den Standart Modellen die sehr figurgünstige Anordnung der Fransen am BH und die streckende V Form der Fransen am Gürtel. Und keine Angst, Fransen auf dem BH tragen nicht auf, sie kaschieren eher. Wer allerdings ein Holkreuz oder einen sehr runden Po hat muß darauf achten das der Gürtel tief genug getragen werden kann. Grundsätzlich werden die V Gürtel etwas höher getragen als die geraden ägyptischen, womit wir bei der zweiten Varianten wären. Dem ägyptischen 2 Teiler, heute weniger üppig mit Fransen sondern eher mit aufwendiger Stickerei versehen. Ich liebte die alten Modelle, mit unendlich viel Fransen, tollen Strassapplikationen und einer unnachahmlichen Passform die bei meiner großen Oberweite totalen Halt gab. Die neuen Kostüme haben eher Halbschalen, sind eher für schmale Frauen geeignet und sind eher sparsam mit Fransen ausgestattet. Sie betonen die Figur, besonders die Hüften, wer allerdings sehr schmale Hüften hat ist eher mit der V Form gut beraten. Die ägyptischen Kostüme sind meistens am Gürtel einteilig (wir fertigen anders) was ein anpassen und umändern nicht begünstigt. Für sie spricht das sie wunderschön und fantasievoll bestickt sind und sehr elegant wirken. Wer einen eher kurzen Oberkörper hat sollte sich für eine ägyptische Form entscheiden. Schade ist das die alten, viel fantasievolleren ägyptischen Kostüme fast völlig verschwunden sind, und nur noch wenige Hersteller die türkischen Kostüme in der vielfalt der Ausführungen anbieten.
Auf eines sollten Sie bei beiden Kostümen achten, es sei denn Sie mögen es im Freien zu stehen wenn Sie die Arme heben. Die Bh Körbchen sollten unten möglichst gerade in den Teil über gehen der um den Brustkorb geht: Ebenso der, falls vorhanden, Mittelsteg. Ansonsten kann kein gleichmäßiger Zug auf den BH gegeben werden und er kann hochrutschen (leichte Andeutungen der Anatomie, Bögen etc sind OK, aber keine runden Körbchen an die seitlich das Band angesetzt wird.
Ebenso ist unbedingt darauf zu achten das der Übegang von dem oberen Teil des Kröbchens zum Band weich auslaufend Schräg und unbedingt breit genug ist. Denn sonst qillt gerade bei etwas stärkerem Busen alles seitlich raus. Es gibt allerdings Brustformen bei denen sich das nicht verhindern lässt, da hilft auch bei großen Körbchen eine seitliche Stütze mit Schulterpolstern.
Außerdem kann verstzen der Träger, des Mittelteils und kürzen der Träger ein Kostüm um bis zu einer Größe verändern.

DER EINTEILER UND DAS KOSTÜM MIT ROCK UND BH
Beide haben die gleichen Vor und Nachteile, deshalb erwähne ich sie zusammen. Wer sein erstes  Kostüm kauft sollte unbedingt von diesen Kostüme absehen, da sie keine Variationen zulassen. ROck und Gürtel sind eine Einheit, somit hat man nur ein, zugegeben sehr attraktives, Kostüm. Von  Einteilern, Kleidern, sollte man wenn man größere Oberweite hat, die Finger lassen, bedingt durch die eng am Körper anliegende Form, bewegt sich immer, auch bei größter Isolation, oben etwas mit. Der elastische Stoff zieht bei Hüftbewegungen am BH - EInsatz. Außerdem empfehle ich nur Massanfertigungen, damit die Stickerei auch auf der Hüfte und nicht drunter oder drüber sitzt, und zwar nicht nur bei der Anprobe sondern auch beim Tanzen. Für größere Oberweiten gibt es Kleider bei denen die BHs getrennt eingearbeiet sind - diese sind sehr angenehm zu tragen.

DIE FARBE:
Ok Sie sind ein Herbsttyp, ein Winter ein Frühling....vergessen Sie es, oder behalten Sie es im Hinterkopf und wundern sich. Es ist einfach etwas anderes ein Tanzkostüm als einen Pulli zu kaufen. Das kommt zum einen daher das Gold bzw Silber eine große Rolle spielen und zum anderen das das Dekoltee ja frei bleibt. (Jedenfalls meistens!)
Wer z.B: normalerweise kein Braun tragen kann, ein Braun/Silbernes Kostüm kann atemberaubend aussehen. Ich kann eigentlich kein Royalblau tragen, aber in der Komination mit Gold und Türkis...ein Traum. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich beraten, ein gutes Geschäft nimmt sich auch mal 2 Stunden Zeit für die Kostümberatung. Probieren Sie an was sie sich gedacht haben und dann probieren sie die Vorschläge des Verkäufers...so haben Sie einen direkten Vergleich. Probieren sie Ihren Favoriten mehr als einmal an, am besten ziehen sie ihre Lieblingsklamotten an und vergleichen Sie ob sie in dem Kostüm genauso gut aussehen. Kommen sie ungeschminkt, wenn ihnen das Kostüm ungeschminkt steht, dann stehts ihnen geschminkt umso besser. Im Internet orientieren Sie sich an ihren Lieblingsfarben und daran ob Gold oder Silber also Warm oder Kalt ihre Farbwelten sind. Dann haben sie bei der richtigen Kombination eine große Auswahl.
Welche Farb sie wählen hängt auch davon ab wo sie das Kostüm benutzen wollen:
Für Auftritte auf der Bühne oder eher im Publikum.
Für die Bühne für den Anfang geht fast alles...aber bitte denken Sie an Ihre anderen Gruppenmitglieder. Wer schon Fortgeschritten ist, weiß welche Farbe er zu welchem Tanz tragen möchte. Für Auftritte im Publikum (Restaurant, Geburtstag, etc) immer leuchtende Farben, Blau, Braun, Dunkelgrün, Schwarz; Bordeaux gehen unter. Wenigstens Royal oder Lila sollte es sein, besser Orange, Gelb, Pink, Türkis etc.
Zu Braun, Schwarz, Beige (Nudecolours) und Weiß sowei Pastelltönen.
Braun ist immer besser als Schwarz, genauso edel aber nicht so hart zum Hautton. Aber es ist problematisch mit den Farbscheinwerfern. Kein Grün, kein Blau dazu.
Schwarz, super edel aber man sieht leider oft von den schönen Applikationen etc nichts.
Weiß und Pastell, wie Schwarz, schöne Applikationen, Perlenmuster etc gehen unter, und nun das gleiche gilt für die aktuellen Nudecolours....
DIESE FARBEN SIND NUR WAS FÜR WIRKLICH GUTE TÄNZERINNEN, denn sie reduzieren den Eindruck auf die Bewegungsabläufe, Tänzerin und Kostüm werden optisch eins. Es sieht fantastisch aus wenn eine blasse hellhaarige Frau beige trägt, aber man schaut auf die ganze Tänzerin und sieht die Bewegungen doppelt gut. Besonders wenn der BÜhnenhintergrund sehr dunkel ist. In einem leuchtenden Kostüm schaut man automatisch auf das Kostüm, es teilt den Körper und kaschiert kleine Fehler in der Isolierung der Bewegungen.  In der Gruppe ist das egal aber bei Solos wirklich wichtig.

DIE FORM DER RÖCKE UND SCHLEIER
Grundsätzlich gilt weite Röcke betonen die Hüfte und verkürzen optisch, (das heißt aber nicht das enge Röcke das Gegenteil bewirkten) Wer eine starke Hüfte hat - Godetröcke sind ideal, wer dann auch noch Groß ist - ein Traum. Klein und Zierlich, enge gerade Röcke, Groß und Schlank, weite Tellerröcke. Wer mit einer eher kräftigen Hüfte einen Tellerrock tragen möchte, bitte gerne, aber in der 1/3 zu 2/3 Form, vorne mit 2 Schlitzen die Bein zeigen. Die Form macht selbst aus Stempeln schöne Beine und streckt optisch. Weite, Hollywood und Godetröcke immer Bodenlang tragen. Alles andere sieht ohne Schuhe albern aus. Enge Röcke wenigstens Knöchellang.  Es gibt so viele verschiedene Schnitte das fast für jeden etwas dabei ist. Besonders aufregend und gleichermaßen für alle geeignet sind die neuen Godets mit Organza oder Tafteinsätzen die viel Stand haben, oben nicht auftragen und unten fast wie ein weiter Rock sind. Enge Röcke mit raffinierten Löchern, Gittermustern etc. Alles ist möglich, aber genau überlegen.

So und nun viel Spaß beim Kopfzerbrechen, Eure Kostümtante!

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