Barkeeper-Bedarf: Flaschenöffner und Korkenzieher für Ihre Hausbar

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Flaschenöffner & Korkenzieher für Ihre Hausbar: So machen Sie als Barkeeper eine gute Figur

Es sind Hilfsmittel, die jeder schon einmal verwendet hat: Flaschenöffner und Korkenzieher. Flaschen jeglicher Art begleiten uns durch das tägliche Leben, denn trinken muss der Mensch immer. Viele Flaschen sind mit Schraubverschlüssen versehen, vor allem, wenn es sich um alkoholfreie Getränke handelt. Doch sobald es an alkoholische Getränke geht, sind diese meist nicht ohne Hilfsmittel zu öffnen. Das hat historisch gewachsene und praktische Gründe und erschwert es auch Kindern, an die verbotenen Getränke zu kommen.

Wenn Sie als Gastgeber an der Hausbar stehen und ihren Gästen einen guten Wein servieren möchten, einen leckeren Cocktail mixen oder ein kühles Bier öffnen wollen, dann geht das nicht per Hand. Ein gängiger Flaschenöffner oder Korkenzieher ist in der Situation, in der Sie sich als Barkeeper betätigen nicht unbedingt immer sehr stilvoll. Für die Hausbar gibt es daher spezielle edle und professionelle Flaschenöffner und Korkenzieher, mit denen Sie eine gute Figur machen.

Welche Arten von funktionalen und dabei gut aussehenden Flaschenöffnern und Korkenziehern es gibt, möchten wir Ihnen in diesem Ratgeber erklären. Damit Sie nicht nur mit den servierten Getränken, sondern auch mit dem richtigen Zubehör einen guten Eindruck bei ihren Gästen hinterlassen.

Flaschenöffner für alles, was einen Kronkorken besitzt

Flaschenöffner werden mitunter auch als Kapselheber bezeichnet und unter diesem Namen verkauft. Der Name beschreibt hier die Funktionsweise des Flaschenöffners. So wie wir den Flaschenöffner heute kennen, gibt es ihn seit dem Jahr 1893 (patentiert als „Bottle Opener"). Entwickelt wurde er damals, nachdem der Kronkorken erfunden worden war und die so verschlossenen Flaschen sich nicht per Hand öffnen ließen. Der Kronkorken wird mit einer Hebelbewegung vom Flaschenhals „gehoben", indem eine Leiste am unteren Rand angesetzt und Gegendruck ausgeübt wird - daher auch die Bezeichnung Kapselheber. Es gibt dabei zwei unterschiedliche Modelle, die als Flaschenöffner verwendet werden. Die weitverbreitete Version ist ein Flaschenöffner mit einer dreieckigen Öffnung. Damit kann der obere breite Teil auf dem Kronkorken angesetzt werden, während sich eine Kante am schmalen Ende unter dem Kronkorken schiebt. So ist das Weghebeln problemlos möglich und ein Abrutschen ausgeschlossen. Die andere Version, die etwas mehr Geschick erfordert, findet man häufig als Teil von Taschenmessern, denn sie nimmt weniger Platz weg. Hierbei wird ein halbkreisförmiges Kopfstück mit dem längeren, breiten Ende oben auf dem Kronkorken angesetzt und mit dem kürzeren Ende unter dem Kronkorken. Bei dieser Version kann es vorkommen, dass der Anwender abrutscht.

Haben Sie Gäste, bietet es sich natürlich an, eine dieser beiden Arten von Flaschenöffnern zu verwenden. Auch wenn Sie wissen, wie man einen Kronkorken an der Tischkante oder mit einem Taschenmesser entfernt, ist das in Ihrer Rolle als Barkeeper nicht unbedingt angemessen. Je nach Gästen sollten Sie selbstverständlich auch einen Flaschenöffner da haben.

Flaschenöffner finden Sie in allen erdenklichen Ausführungen im Handel. In Form einer Eule, eines Schlüssels, als edler konischer Flaschenöffner mit Gravur und auch als Wandflaschenöffner. Flaschenöffner, die an der Wand angebracht sind, sorgen für besonders einfaches Öffnen, denn man kann sie mit nur einer Hand bedienen. Die Flasche wird an die entsprechende Öffnung gehalten und nach oben bewegt. Den Gegendruck übt hier automatisch die Wand aus. Diese Wandflaschenöffner werden mitunter auch „Open Bottle Here" (zu deutsch: „Hier Flasche öffnen") genannt, da man diesen Schriftzug häufig auf ihnen finden kann.

Für den guten Wein – der Korkenzieher

Auch an Weinflaschen findet man mitunter Schraubverschlüsse, doch das ist eher selten. Wer Wein kauft, wird in aller Regel eine Flasche vor sich haben, in der sich ein Korken befindet. Und, um diesen zu entfernen, benötigt man einen Korkenzieher. Korkenzieher gibt es in noch größerer Vielfalt als den Flaschenöffner, da es hier auch eine ganze Reihe unterschiedlicher Konstruktionsweisen gibt. Das einfachste Modell ist eine Schraubenspindel mit Griff. Zwischen Griff und Schraubenspindel befindet sich ein Stück glattes Metall, das man als Seele bezeichnet. Sie dient dazu anzuzeigen, wann tief genug gebohrt wurde – andernfalls würde man ein Loch in den Korken bohren, was nicht nur das Herausziehen erschwert, sondern auch zu unangenehm schmeckenden Korkkrümeln im Wein führen könnte. Diese Variante kann in den Korken gestochen und hineingedreht werden. Anschließend zieht man den Korken mit Kraft, aber vorsichtig, heraus. Bei Korken, die besonders fest stecken, kann diese Methode manchmal versagen, außerdem wirkt es oft bemüht und unprofessionell, lange an einem Korken zu ziehen. Wird dabei zu sehr geschüttelt, kann außerdem das Depot (der Satz in einem alten Wein, der nicht mitgetrunken werden soll) aufgewirbelt werden. Aus diesem Grund gibt es noch viele andere Arten von Korkenziehern. Zu den gebräuchlichsten gehören Hebelkorkenzieher, Flügelkorkenzieher und Glockenkorkenzieher.

Der Hebelkorkenzieher für schnelles Flaschenöffnen

Wie der Name besagt, befindet sich an dieser Art des Korkenziehers ein Hebel. Der Hebelkorkenzieher wird auf die Flasche aufgesetzt, er besitzt dazu eine zangenförmige Öffnung. So kann die Flasche mit nur einer Hand festgehalten werden. Mit der anderen Hand wird der Hebel bedient, der die Spindel in den Korken bohrt. Wird der Hebel anschließend zurückgezogen, zieht es den Korken mit heraus.

Der Flügelkorkenzieher für die kraftsparende Handhabung

Der Flügelkorkenzieher gehört zu den bekanntesten Korkenziehern. Er besteht aus einem Ring, der auf den Flaschenhals aufgesetzt wird, einer Spindel, einem Drehgriff und zwei Hebeln. Aufgrund der beiden Hebel an den Seiten erhielt er den Namen Flügelkorkenzieher. Die Bedienung ist denkbar einfach und kann mit einem minimalen Kraftaufwand durchgeführt werden. Der Korkenzieher ist zum sicheren Öffnen einer Flasche auch für Personen mit wenig Kraft geeignet. Er wird mit dem Ring auf den Flaschenhals gesetzt. Dann dreht man die Spindel mithilfe des Griffs in den Korken, bis sie am Ring aufsitzt. Die Hebel haben sich währenddessen „aufgerichtet" und können nun wieder nach unten gedrückt werden. Dabei wird automatisch der Korken herausgezogen. Die flügelartigen Hebel verstärken hier die angewendete Kraft gemäß dem Hebelgesetz, weswegen so wenig Kraft notwendig ist. Der fest aufsitzende Ring sorgt dafür, dass nichts verrutschen kann.

Der Glockenkorkenzieher – die andere Art Korkenzieher

Diese Art des Korkenziehers ist weniger bekannt. Sie besteht aus einem Gewinde mit Griff und zwei Führungsschienen. Hier wird die Spindel in den Korken gedreht und anschließend der Drehgriff „umgeschaltet", sodass man den Korken durch Drehen des Gewindes herausziehen kann. Eine andere Version des Glockenkorkenziehers verfügt dagegen über zwei Griffe, einen zum Eindrehen und einen zum Herausziehen. Eine dritte Version besitzt lediglich einen Griff und eine Spindel mit Seele. Man dreht hier solange, bis die Glocke auf dem Korken aufsetzt. Beim Weiterdrehen wird der Korken dann herausgezogen.

Der elektrische Korkenzieher für die bequemste Art des Flaschenöffnens

Wem die mechanischen Korkenzieher alle zu aufwendig sind, der kann auch einen elektrischen Korkenzieher verwenden. Zu beachten ist bei diesen Geräten, dass sie Strom für die Funktion benötigen. Sie verfügen daher entweder über Batterien oder können an eine Ladestation angedockt werden, die über eine Stromversorgung per Steckdose verfügt. Für unterwegs ist diese letzte Version freilich nicht geeignet und auch in anderen Fällen sollte man darauf achten, dass das Gerät geladen ist, wenn es benötigt wird. Optisch machen die elektrischen Korkenzieher allerdings viel her und sind auch für Gäste ein aufregendes Gimmick.

Wenn der Korken nicht will – die Portweinzange

Es kann immer wieder vorkommen, dass der Korken trotz aller Bemühungen einfach zu fest sitzt und nicht herausgezogen werden kann. Bei besonders alten Weinen kann es auch passieren, dass der Korken nur mit viel Kraftaufwand herausgezogen werden und dann das Depot aufgewirbelt werden würde. Da man diesen Satz aber nicht mittrinken möchte, muss die Flasche anders geöffnet werden. Weil diese Situation häufig bei Portweinen vorkommt, wurde das Alternativgerät zur Öffnung von Flaschen Portweinzange genannt. Dieses Gerät sorgt dafür, dass der Flaschenhals einer Flasche glatt abgetrennt wird, wenn der Korken feststeckt. Man erhitzt dazu die Portweinzange in einem Feuer und hält sie dann etwa eine halbe Minute lang an den Flaschenhals. Direkt danach wird eiskaltes Wasser über die Stelle gegossen. Der Flaschenhals erhält durch den plötzlichen Temperaturunterschied eine Bruchstelle. Er bricht nicht spontan ab, sondern wird mit einem Tuch vorsichtig abgeknickt. In der Regel entsteht dadurch eine sehr ebenmäßige Bruchstelle ohne Splitter, zur Vorsicht sollte der Wein dennoch über einem Sieb dekantiert werden.

Das Kellnermesser – Allzweckgerät in der Hausbar

Als Gastgeber an der Hausbar können Sie es aber auch der Gastronomie nachmachen. Von Kellnern wird fast ausschließlich ein Kellnermesser zum Öffnen von Flaschen verwendet. Man nennt diese Art Korkenzieher „Messer", weil sich tatsächlich ein kleines Messer daran befindet, mit dem die Kapsel auf dem Flaschenhals abgeschnitten werden kann, bevor der Korken entfernt wird. Das Kellnermesser ist ein handliches, nicht sehr großes Gerät mit leichter Biegung. Es liegt gut in der Hand und erlaubt ein schnelles und sicheres Öffnen von Flaschen. Ein Haken an der anderen Seite ist auch als Flaschenöffner für Kronkorken geeignet. Das Kellnermesser kann als Korkenzieher, Kapselschneider und Flaschenöffner in Einem verwendet werden, ohne viel Platz wegzunehmen. Professionelle Sommeliers (Weinkellner) besitzen auch so genannte Sommeliermesser. Dabei handelt es sich um besonders elegante und stilvoll aussehende Kellnermesser.

Als Gastgeber können sie mit solch einem Kellnermesser auf jeden Fall punkten. Die Bedienung erfordert allerdings ein bisschen Übung, bevor Sie Ihre Gäste damit beeindrucken können. Beherrschen Sie erst einmal die Technik, wirken Sie damit allerdings so professionell wie jeder Kellner im Restaurant.

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