Bäckerbekleidung - Tradition aus Überzeugung

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Bäckerbekleidung - Tradition aus Überzeugung

Traditionsbewusstsein bestimmt die Arbeitskleidung des Bäckers

Egal, ob Sie Berufsanfänger sind und sich gerade erst in ein Ausbildungsverhältnis begeben wollen oder ob Sie schon lange als Bäcker arbeiten – die Frage nach der richtigen Kleidung stellt sich immer wieder. Die Frage, was man tragen darf, fängt mit Hose und Jacke an und endet bei Kleinigkeiten, wie der Kopfbedeckung. Der Bäckerberuf ist ein altes Traditionsgewerbe, daher wird auch die Kleidung zum Großteil von alten Normen und Traditionen bestimmt. Doch Sie müssen heutzutage nicht mehr immer nur zum einfachen, weißen Oberteil und der grauen Hose greifen, sondern Sie haben eine große Auswahl an Formen und Farben.

Ihr Arbeitsbereich bestimmt die Kleidung

Zur Wahl der richtigen Bäckerbekleidung gehört auch die Frage, in welchem Bereich Sie sich aufhalten. Wenn Sie in der Backstube arbeiten, benötigen Sie eine andere Arbeitskleidung als im Verkaufsbereich hinter dem Tresen. Als Bäcker sind Sie im Wesentlichen für die Produktion verantwortlich, was Bäckerjacke und Bäckerhose erfordert. Jedoch kann es je nach Betrieb auch vorkommen, dass Sie im Verkaufsbereich einspringen müssen. Hierfür benötigen Sie eine Schürze oder einen Kittel und müssen sich der entsprechenden Kleiderordnung Ihres Arbeitgebers anpassen.

Die Jacke ist das, was man als Erstes sieht

Wohl mit das wichtigste Erscheinungsmerkmal eines Bäckers ist seine Bäckerjacke, die der eines Kochs entspricht. Auch wenn es in der Backstube alles andere als kühl ist, gehört die traditionelle, zweireihig geknöpfte Jacke, immer zum vollständig traditionellen Outfit. Für etwas Erleichterung sorgt aber eine Bäckerjacke, die mit kurzen, statt mit langen Ärmeln versehen ist. Nicht nur wegen der Hitze ist eine solche zu bevorzugen, sie erleichtert auch einige Arbeiten in der Backstube, da man sich das ständige Hochschieben oder Hochkrempeln der langen Ärmel spart.

Kugelknöpfe an der Bäckerjacke erleichtern Vieles

Wie die Kochjacke, so wird auch jede Bäckerjacke traditionell mit sogenannten Kugelknöpfen geschlossen, die in der Regel abnehmbar sind. Diese ermöglichen zum einen ein schnelles An- und vor allem Ausziehen der Jacke, wenn sie zum Beispiel Feuer fangen sollte. Sie sind aber auch wichtig, weil Bäckerjacken aus hygienischen Gründen bei sehr hohen Temperaturen gewaschen und anschließend meist maschinell gebügelt werden. Fest vernähte Knöpfe wären vor allem beim maschinellen Bügeln hinderlich oder würden sogar zerbrechen, während die abnehmbaren Kugelknöpfe einfach nach dem Säuberungsvorgang wieder angebracht werden und zwischenzeitlich nicht hinderlich sind.

Ein klassisches T-Shirt unter der Bäckerjacke

Unter der Jacke tragen Bäcker in der Regel ein T-Shirt, dass zum einen den Bewegungsspielraum nicht einschränkt und zum anderen auch weniger warm ist, als ein Pullover oder Ähnliches. Sie sollten hier vor allem darauf achten, dass Sie reine Baumwollshirts erwerben, da diese den Schweiß am besten aufnehmen und für ein angenehmes Klima sorgen. Da in der Regel die Bäckerjacke darüber getragen wird, spielt die Farbe eigentlich keine große Rolle. Da aber auch das Shirt vielleicht einmal zur Kochwäsche muss, empfiehlt es sich, auch hier auf einfache weiße T-Shirts zurückzugreifen.

T-Shirts mit Aufdruck sorgen für eine persönliche Note

Wenn Sie es etwas persönlicher mögen, können Sie sich bei der Wahl des passenden T-Shirts austoben, denn es gibt verschiedene Bäckermotive, die auf die Shirts aufgedruckt sein können. Neben dem offiziellen Zunftwappen der Bäckerinnung können Sie verschiedene Backmotive oder auch Sprüche finden. Mit etwas Glück finden Sie bei eBay bald das passende Motiv für Ihr ganz persönliches T-Shirt.

Die Bäckerhose – kleinkariert wird gern gesehen

Die klassische Hose für einen Bäcker ist schwarz-weiß und kleinkariert. Sie besteht in der Regel aus 100 Prozent Baumwolle, damit für die Wäsche eine absolute Kochfestigkeit gewährleistet werden kann. Meist ist der rückwertige Hosenbund elastisch gearbeitet, was vor allem an langen Arbeitstagen für einen angenehmen Tragekomfort sorgt und ein schnelles Wechseln der Hose während des Arbeitstages ermöglicht. Außerdem bildet die karierte Hose einen guten Kontrast zur reinweißen Jacke und kleinere Flecken sind nicht ganz so schnell zu sehen. Zwei Einschubtaschen zu beiden Seiten sollten stets vorhanden sein, damit Sie kleinere Dinge jederzeit verstauen können. Da die klassischen Bäckerhosen nicht auf einen schönen Schnitt, sondern auf Funktionalität ausgelegt sind, wirken sie oft ziemlich plump. Wenn Sie es etwas moderner mögen, können Sie aber auch nach Bäckerhosen im Jeans-Schnitt Ausschau halten, die etwas figurbetonter sind.

Schürzen schützen die Bäckerkleidung

Um die Arbeitskleidung vorübergehend vor Verschmutzung zu schützen, bietet es sich an, zu kurzen Bäckerschürzen zu greifen. Diese werden an der Hüfte zusammengebunden und reichen dann bis zum Knie. Es gibt sie aber auch in einer langen Variante, die einen Träger am Hals hat und fast bis zum Boden reicht. Besonders bei Arbeiten, bei denen viel Dreck erwartet wird, sollten Sie eine solche Schürze tragen, um anschließend nicht jedes Mal gleich die ganze Kleidung wechseln zu müssen. Die Schürze ist aber auch zum schnellen Abwischen der Hände nützlich und schont auf diese Weise ebenfalls Hose und Jacke. Sie können bei eBay Bäckerschürzen mit oder ohne Taschen finden, je nachdem, ob Sie viele Arbeiten verrichten, bei denen Sie kleinere Dinge kurzzeitig verstauen müssen. Traditionell ist die Bäckerschürze weiß, damit Verschmutzungen schnell erkannt und die schmutzige Schürze entsprechend gegen eine saubere eingetauscht werden kann.

Kittel sind eine gute Alternative zu Schürzen

Je nach Geschmack kann man statt einer Schürze auch auf einen Kittel zurückgreifen, um die Arbeitskleidung zu schützen. Dieser kann aber auch anstelle der Bäckerjacke getragen werden, was vor allem in besonders warmen Backstuben empfehlenswert ist. Der dünnere Stoff ist wesentlich luftdurchlässiger und sorgt somit für Arbeitserleichterung. Sie bekommen ihn entweder als kurzen Überwurfkittel oder mit einer Knopfreihe an der Vorderseite. Sie sollten dabei jedoch bedenken, dass ein Kittel nicht so traditionsgemäß ist, wie eine Zusammenstellung aus Bäckerjacke und karierter Hose. Die Kittel werden traditionell vor allem im Verkauf bevorzugt. In der Regel werden die Farben hier aber vom Arbeitgeber vorgeschrieben, um ein einheitliches Bild hinter dem Verkaufstresen zu gewährleisten.

Die richtige Kopfbedeckung für den Bäcker

Ist der Körper erst einmal bestens versorgt, braucht ein Bäcker nur noch eine Kopfbedeckung. Traditionell gehören sogenannte Schiffchen auf das Haupt. Diese sollen ursprünglich vor Haaren im Backwerk schützen, da sie aber nicht den gesamten Kopf bedecken, wird ihnen heute eher eine dekorative Funktion zugeschrieben. Ob Sie eine Kopfbedeckung tragen müssen, hängt daher auch von Ihrem Arbeitgeber ab. Auch in der Farbe ist hier zwar Individualität möglich, sollte aber abgesprochen werden. Um wirklich Haarflug zu vermeiden, empfiehlt es sich, Bandanas zu tragen, die zwar nicht zur traditionellen Bäckerbekleidung gehören, jedoch einen deutlich größeren Nutzen als die Schiffchen haben.

Ein Halstuch als Akzent in der Bäckerbekleidung

Ein Halstuch ist nicht unbedingt notwendig, um als vollwertiger Bäcker zu gelten, aber damit lassen sich gut farbige Akzente in der sonst meist nur weißen Kleidung setzen. Während es in der warmen Backstube schnell lästig werden kann und bald in der Hosentasche verschwindet, gehört es im Verkaufsbereich teilweise sogar zur angeordneten Kleiderordnung. Hinter dem Tresen werden oft Kittel getragen, zu denen ein farblich abgestimmtes Halstuch gehört. Sollte dieses Tuch nicht direkt zur Arbeitsordnung Ihres Betriebes gehören, können Sie in der Regel dennoch eines tragen, sollten es, gerade im Verkaufsbereich, aber auf die Farbe Ihres Betriebes abstimmen. Mit einem einfachen schwarzen oder weißen Tuch können Sie aber kaum etwas falsch machen. Ihr Arbeitgeber hat im Zweifelsfall jedoch das letzte Wort.

Ganz in Weiß oder darf es etwas Farbe sein?

Die traditionelle Bäckerkleidung besteht aus einer schwarz-weiß karierten Hose und einer weißen Bäckerjacke. In den meisten Backstuben werden Sie daher auch Kollegen in eben dieser Tracht finden. Wenn Sie sich gerne aus der Masse abheben möchten, bietet es sich an, dass Sie Ihrer Berufskleidung etwas Farbe verleihen. Am unauffälligsten ist das farbige T-Shirt, das nur zum Vorschein kommt, wenn Sie Ihre Bäckerjacke ablegen. Sie können aber auch bei der Jacke auf farbige Akzente setzen. Häufig werden die Paspeln an den Knopfleisten farbig gestaltet, um so Akzente zu setzen.
Bei der Farbe der Jacke selbst haben Sie jedoch in der Regel nur die Wahl zwischen Schwarz und Weiß, sollten dies aber im Zweifelsfall mit Ihrem Arbeitgeber absprechen, da oft nur die weißen Jacken gern gesehen werden. Etwas mehr können Sie die Farbfreude bei den Bäckerschürzen ausleben. Diese sind in allen gängigen Farben erhältlich und da Sie als Bäcker ohnehin mehrere Schürzen zum Wechseln benötigen, lohnt es sich auch, gleich mehrere Farben zu erstehen und diese dann nach Lust und Laune zu wechseln. Für etwas mehr Abwechslung im Arbeitsalltag ist somit gesorgt. Auch die Kopfbedeckungen können Ausdruck individueller Farbigkeit sein.

Traditionelle Bäckerbekleidung als Ausdruck des eigenen Geschmacks

Ob Sie Ihre Bäckerkleidung nun ganz traditionell mögen oder doch lieber etwas variieren möchten, hängt zum einen von Ihrem ganz persönlichen Geschmack ab, sollte zum anderen aber auch immer mit Ihrem Arbeitgeber abgesprochen werden. Es wäre sicherlich ärgerlich, wenn Sie zwar Ihre Kleidung nach dem neuesten Trend kaufen, Ihr Arbeitgeber am Ende aber auf vollkommene Tradition besteht und Sie die Neuerwerbungen am Ende gar nicht tragen können. Gerade bei den Kitteln und Schürzen sollten Sie darauf achten, dass diese meist auch von der Kundschaft der Bäckerei wahrgenommen wird und daher dem Gesamtkonzept des Betriebes entsprechen sollten. Gegen kleine farbige Akzente werden die meisten Arbeitgeber aber kaum etwas einzuwenden haben, weshalb Sie sich hier ruhig nach dem eigenen Geschmack umsehen dürfen. Mit einer vorherigen Absprache mit Ihrem Arbeitgeber sind Sie aber immer auf der sicheren Seite.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber