Badeeimer oder Badewanne? Diese Unterschiede sollten Sie kennen!

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Badeeimer oder Badewanne? Diese Unterschiede sollten Sie kennen!

Babys lieben es, von Wasser umgeben zu sein. Das Gefühl der Schwerelosigkeit ist ihnen aus dem Mutterleib vertraut, denn dort haben Sie etwa 40 Wochen im schwerelosen Zustand, schwimmend im Fruchtwasser zugebracht. Vertraut ist ihnen die wohlige Wärme des konstant warmen Wassers.

So baden Sie Ihr Baby richtig

Wenn Sie Ihr Baby baden, sollten Sie sich an den Zuständen aus dem Mutterbauch orientieren: Körperwarmes Wasser mit einer Badetemperatur von etwa 36 Grad ist optimal. Mit einem Badethermometer können Sie das überprüfen.

Bedenken Sie, dass es beim Baden des Babys nicht in erster Linie um Reinigung geht, denn Babys sind nicht schmutzig. Aus diesem Grund sollten Babys auch selten gebadet werden. Noch häufig hört man Empfehlungen, dass das tägliche Bad am Abend beruhigend wirkt. Das sollten Sie ausprobieren, denn nicht alle Kinder reagieren in gleichem Maß auf das Erlebnis in der Badewanne. Während einige Babys ruhig werden und danach friedlich einschlummern, wühlt andere das Baden erst richtig auf, sodass der Schlaf in weite Ferne rutscht.

Wer sein Baby täglich badet, schadet zudem unter Umständen der Haut. Der häufige Kontakt zum Wasser und zu Pflegeprodukten stört das Gleichgewicht der Haut und kann sowohl zu Hautirritationen als auch zu einer trocknen Hautoberfläche führen. Das Baby einmal wöchentlich zu baden, genügt völlig.

Wo soll das Baby baden?

Doch bevor es an das erste Bad gehen kann, sollte die Frage geklärt werden, wo das Baby baden soll. Mittlerweile gibt es verschiedene Produkte, die speziell für Babys auf dem Markt angeboten werden. Das Angebot reicht von der klassischen Babybadewanne über den Badeeimer hin zu speziellen Babysitzen, die in der großen Eltern-Badewanne aufgestellt werden. Eine Alternative ist es, gänzlich auf diese Babyprodukte zu verzichten und das Kleine direkt mit Mama oder Papa in der großen Wanne baden zu lassen. Auch gegen eine gemeinsame Dusche ist nichts einzuwenden.

Welche Möglichkeiten es gibt, um Ihr Baby zu baden, zeigt Ihnen dieser Ratgeber. Lesen Sie von den Vorzügen der einzelnen Varianten und entdecken Sie, was für Sie das Richtige ist.

Der Klassiker: Die Babybadewanne

Der Klassiker, um das Baby zu baden ist eine Babybadewanne. Diese sind meist aus BPA-freiem Kunststoff gefertigt und sind in der Regel in Normgröße gestaltet. Bei der Auswahl sollten Sie darauf achten, dass die Kanten nicht scharf sind, sondern am besten nach unten abgerundet. Zudem ist es wichtig, dass die Wanne einen Ablass in Form eines Stöpsels hat.

Es empfiehlt sich die Babybadewanne im Bad aufzustellen. Optimal ist es, wenn Sie einen Wickelplatz im Bad haben, auf dem die Badewanne einen sicheren Stand hat. Am leichtesten zu befüllen ist die Babybadewanne mit der Handbrause der Dusche. Alternativ können Sie sie auch in der Badewanne befüllen und dann umsetzen. In den ersten Wochen nach der Geburt sollte diese Tätigkeit aber besser vom Papa ausgeführt werden, um den geschwächten Beckenboden der frischen Mama zu schonen.

Zum Ablassen ist es natürlich optimal, wenn der Wickelplatz direkt neben der großen Badewanne ist und Sie die Babybadewanne nur ein Stück verschieben müssen. Auch wenn die Wannen klein sind, sind sie in befülltem Zustand recht schwer.

Vor- und Nachteile kleiner Babybadewannen

Der Vorteil der kleinen Babybadewannen ist, dass Sie schnell gefüllt sind und Sie dazu recht wenig Wasser benötigen. Durch den Kunststoff der Wanne bleibt Ihrem Baby ein unangenehmer, kalter Kontakt wie er bei manchen großen Metallwannen oft vorkommt, erspart. Zudem bietet sich die kleine Größe der Wanne an, um Ihrem Baby das Gefühl der Begrenzung zu geben. Sich innerhalb bestimmter Grenzen bewegen zu können, ist Ihrem Baby aus dem Mutterleib vertraut, es gibt ihm Sicherheit. In der kleinen Babybadewanne können Sie ihr Kind gut festhalten. Stoßen Sie es immer wieder leicht mit den Füßen am Wannenrand an, um ihm das sichere Begrenzungsgefühl zu schenken.

Nachteilig an den kleinen Babywannen ist, dass Sie recht eingeschränkt in der Nutzung Ihrer Hände sind. Mit einer Hand muss das Baby immer gestützt werden. So kann es schwierig werden, mit nur einer Hand das Kind, etwa mit einem Waschlappen, zu reinigen. Dies sollten Sie aber tun, speziell in den Hautfalten und zwischen den Händen sammeln sich bei Neugeborenen und kleinen Babys oft Fusseln.

In kleinen Babybadewannen ist ihr Baby beim Planschen allein, es spürt, bis auf den geringen Kontakt zu Ihrem Haltearm, kaum Körpernähe zu Ihnen. Manche Babys beängstigt das, sodass einige Babys das Baden in solchen Babybadewannen gänzlich ablehnen.

Babybadewannen können etwas bis zum 5. Monat benutzt werden. Dann ist das Kind zu groß, um es ausgestreckt in der Wanne baden zu können. Allerdings ab dem Sitzalter werden Babybadewannen wieder attraktiv, da das Kind allein darin sitzen kann.

Sie können bei sicherem Sitz des Kindes die kleine Wanne auch in die große Badewanne stellen. Das erleichtert zum einen das Befüllen und Ablassen des Wassers und zum anderen bietet die große Wanne gleich einen guten Spritzschutz.

Babybadewannen sind eine langfristige Investition, denn sie können auch später im sommerlichen Garten zum Planschen verwendet werden. Ihre stabile Fertigung sichert eine lange Lebensdauer.

Der Badeeimer für das Baby

Tummy Tub oder Babybadeeimer sind die Bezeichnungen für etwas, das wohl für viele Eltern auf den ersten Blick ungewohnt wirkt. Der Eimer ist etwas größer als ein regulärer Wischeimer. Zudem ist er aus BPA-freiem Kunststoff und besonders robust. Die oberen Kanten sind nach außen gebogen, sodass keine scharfen Kanten vorhanden sind.

Babys werden in diesem Eimer gebadet und werden so automatisch in ihre embryonale Stellung zurückgeführt, das heißt, im Eimer hocken Babys mit angewinkelten Armen und Beinen. Sie müssen, anders als in der Babybadewanne, nicht gestützt werden. Lediglich das Kinn sollte bei ganz kleinen Kindern gehalten werden, damit der Kopf nicht ins Wasser absinkt.

Der Eimer kann laut Hersteller bis zu einem Alter von etwa einem Jahr genutzt werden. Erfahrungen zeigen, dass die meisten Kinder bis etwa neun oder zehn Monate gern darin baden.

Viele Eltern empfinden es als einfacher, das Kind in einem Eimer zu waschen als in der Babybadewanne, weil es eben nicht gestützt werden muss und deshalb beide Hände zum sanften Abreiben bei der Wäsche zur Verfügung stehen.

Die Anschaffungskosten für den Badeeimer liegen etwas über denen einer Babybadewanne. Allerdings können frischgebackene Eltern den Eimer auch erst einmal testen. Viele Hebammen bieten diese Möglichkeit: Im Rahmen des ersten Bades des Babys bringen sie Badeeimer mit und zeigen auch die Handhabung dieser.

Die Alternative: Die große Badewanne

Babys lieben die Bewegung im Wasser. Aber auch den Körperkontakt zur Mama lieben sie, denn genau diese Kombination ist es, die das Leben im Bauch bestimmt. Beides perfekt kombinieren können Sie bei einem gemeinsamen Bad in der großen Badewanne. Dort kann das Baby den direkten Kontakt zu Ihrem Körper spüren und dabei die schwerelosen Bewegungen im warmen Wasser genießen.

Das gemeinsame Bad sollte gut vorbereitet werden. Am besten ist es, wenn eine zweite Person assistiert: So kann sich erst der Erwachsene in die Badewanne setzen und das Baby wird dann gereicht. Beim Herausnehmen empfiehlt es sich, genauso vorzugehen: Einer nimmt das Baby im vorgewärmten Handtuch in Empfang, so dass der andere selbst in Ruhe aus der Wanne kommen kann, um sich zu trocknen.

Hilfsmittel, die das Bad erleichtern

Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die das Bad mit dem Baby erleichtern sollen. Das wohl bekannteste Produkt ist eine Sitzhilfe für Babys, die sowohl in der Babybadewanne als auch in der großen Badewanne verwendet werden kann. Das Baby sitzt darin in leicht zurückgeneigter Position, es handelt sich mehr um eine schräge Liege als um einen Sitz, wie der Name verrät. Diese Stütze er erleichtert es das Baby während des Waschens zu halten. Für den sicheren Stand der Stützen sorgen Saugnäpfe, die sie am Boden der Badewanne verankern. Dennoch ist die Nutzung des Sitzes nur eingeschränkt empfehlenswert: Viele Kinder können aufgrund des Auftriebs im Wasser auf diesen Sitzen nicht sitzen, sodass sie seitlich wegrutschen. Dies ist besonders bei sehr kleinen Babys der Fall. Kinder ab dem Sitzalter sitzen darauf sicherer und fester. Jedoch benötigen viele Kinder die Stütze dann nicht mehr und lehnen diese auch ab.

Ein Wort zu Pflegeprodukten

Für viele gehören zu einem ausgiebigen Bad auch Pflegeprodukte: Duftende Badeöle, cremiger Schaum und zarte Cremes für nach dem Bad. Doch das, was für Erwachsene gilt, trifft nicht auf Babys zu. Babys' Haut bedarf keiner intensiven Reinigung. Parfümstoffe, Alkohol und Paraffine schaden der zarten Haut. Sie sollten deshalb auf jeglichen Badezusatz verzichten. Auch die speziellen Baby-Pflegeprodukte, die auf dem Markt angeboten werden, sind nicht zu empfehlen, da sie oft unnötig sind. Um die Haut zu pflegen, können Sie stattdessen ein hochwertiges Olivenöl verwenden, das dem Badewasser zugegeben wird. Wenn Sie empfindlich auf den Geruch reagieren, können Sie alternativ auch Muttermilch ins Wasser geben. Am besten kann diese mit Milchauffangschalen beim Stillen aufgefangen werden. Im Kühlschrank ist Muttermilch haltbar und kann, wenn sie für kosmetische Zwecke (nicht zum Füttern! Die Milch zur Ernährung sollte nicht älter als 24 Stunden sein oder muss eingefroren werden) verwendet wird, bis zu einer Woche gelagert werden. Wenn Sie nicht stillen, können Sie auch Sahne in das Badewasser geben. Diese Zusätze ersparen Ihnen ein Eincremen des Kindes, denn das ist dann nicht nötig.

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