BIG BOY-Vergleich

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Wer kennt sie nicht, die amerikanische XXL Dampflok schlechthin, die UP-BIG BOY. Ihre technischen Daten stellen noch heute das non plus ultra der Entwicklung der dampflokomotiven dar, und für Amerikanische Modellbahnfreunde ist sie geradezu ein "MUSS".

Deshalb habe ich mal die angebotenen BIG-BOY Modelle im Masstab 1/87 (HO) unter die Lupe genommen, diese konnte ich ausprobieren bevor ich mich für den Kauf eines der Modelle entschied. Um es vorwegzunehmen, es handelt sich hier um persönliche Erfahrungen, die jeweils von Anlage zu Anlage, verschieden sein können, und auch von den persönlichen Wünschen und Erfahrungen abhängen.

 

Athearn Genesis

Die haben kürzlich ein solches Modell auf den Markt gebracht, die Detailierung ist 1 A. Der Befahrbare Mindestradius in der Ebene beträgt etwa 50 cm (478 mm). Die Lok wird in China gefertigt und ist aus Plastik und Metalleilen. Wenn man sich überlegt wie riesig eine solche Lok ist (im Masstab HO 52 cm), stellt man schnell fest, das die zahlreich angebachten Details die nicht immer bruchsicher sind nicht die beste Lösung darstellen. Die Fahreigenschften sind nicht schlecht die Lok láuft leise und hat einen sehr guten Sound. Bogenweichen im Radius R4 von Roco quittiert sie mit entgeleisen, woran es liegt konnte ich nicht feststellen, die Atlas R6 werden ohne Probleme bewältigt. Wie bei allen Bib Boys muss man an das grosse Lichtraummass denken, da ich eine amerikanische Anlage habe, funktionierte das ganz gut, nur ein Telegraphenmast stand dem Riesen im Weg.

Sie können die Lok in der US E-Bay leicht mit dem Suchwort BigBoy finden, sie kostet so um die 370-420 euro plus Versand.

 

Broadway

Die Lok hat einen höheren Anteil aus Gussmetall, wiegt mehr und ist somit betriebssicherer als die Lok von Athearn, der angegebene Mindestradius beträgts 18'' (457 mm) wobei die aber nur für topfebene Strecken gilt, und die fertigungstoleranzen nicht immer ein enwandfreies Befahren ermöglichen. Die Lok ist wie alle Ihre Kollegen von PCL und Broadway, recht empfindlich auf kleinste fehler in der Gleisverlegung. Die Detaillierung ist 1 a und der Sound unerreicht, wie bei allen Broadways. Auch die Farbgebung ist einen Tick natürlicher als bei den Kollegen von Athearn. Allerdings ist das Aufgeleisen ein echtes Problem, da es zig empfindliche Deatils gibt, es ist extrem schwierig nicht abzubrechen, und einmal augegleist hat man wenig Lust die Lok wieder in die Schachtel zu bugsieren.

Die lokomotive können Sie so um die 550-600 in E-bay USA oder im Factory Outlet von PCL oder Broadway finden

RIVAROSSI

Der Klassiker unter den BIGBOY's, soweit mir bekannt war es das erste Modell dieser Lok überhaupt. Ich habe mir als Kind bei Egon Wiedling in derr Theatiner Strasse in München die Nase am Schaufenster platt gedrückt. Die Loks waren mitte der 70' Jahre das Beste was es gab. Rivarossi hat die Lokomotiven im Laufe der Jahre immer wieder verbessert, die Grundstruktur aber beibehalten. Die Loks gehen auc durch engere radien wie es sie auf vielen Anlagen gibt. Zur Zeit werden diese Loks wieder aufgelegt, nachdem Hornby die Firma übernommen hat. Die Loks werden in China gefertigt und in den USA über Walthers vertrieben. Die Lok Tender verbindung ist allerdings von gestern (Lasche mit Loch) und auch die Fahreigenschaften sind nicht mehr ganz up to date. Dafür kann man solche Loks in E-bay so ab den 250 Euro finden. Aber aufpassen, es werden auch noch alte Lokomotiven mit dem Kabinen Motor angeboten, diese Loks sind noch aus den ersten Serien, dafür findet man keine ersatzteile oder nur schwierig, auch die Kraftübertragung dieser Loks ist sehr anfällig.

 

TRIX

Am Ende habe ich dann die Trixlok gekauft. Für € 399,- inkl. Sound bei johnvandamm in Ebay Deutschland, dieser Händler ist absolut zuverlássig und liefert besonders sehr schnell. Ich habe meine Entscheidung nicht bereut. Die Lok kostet hier in Spanien um die € 800,-- also gut das doppelte. Die Detailierung hat Kleinserienstandart, mit einem Vorteil gegenüber ihren Amerikansichen Freunden. Made in Germany, und das merkt man der Lok an. Sie durchfáhrt alle Weichen und radien ohne Probleme, die Stromabnahme ist unverbesserlich, die Langsamfahreigenschaften sind top. Die verpackung ist hervorragend kosntruirt und betriebssicher ausgelegt. Die Lok ist aus Metall und hat ein sehr hohes Gewicht, daher muss man bei einigen Brücken aufpassen oder ggf. nacharbeiten. Die Zugkraft ist völlig ausreichend. Die Lok straht förmich die Qaulität aus mit der sie geplant und gebaut wurde. AUch wenn sie nicht zu meinem Anlagenthema passte, habe ich mich für sie entschieden. Sie ist nun auf Abschiedsfahrt ins Eisenbahnmuseum St. Louis (da steht tatsächlich eine).

Genau wie bei der schon hervorragenden TRIX MIKADO kann man sich hier nur wünschen, dass dieses US Programm ausgebaut wird, da hier zum ersten und fast einzigen Mal, betriebssichere und hervorragend detailierte amerikanische Lokomotiven zur verfügung stehen, die keine Riesenradien benötigen (das ist für schattenbahnhöfe wichtig und für den verdeckten Bereich).

 

viel spass mit der Big Boy

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