BESSERE PRODUKT - FOTOS AUF EBAY

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Ein herzliches Willkommen an alle Ebayer & Freunde

11 TYPISCHE FOTOFEHLER - UND WIE MAN SIE VERMEIDET

1. FALSCH GEBLITZT

Einen typischen Fehler gibt es auf unzähligen Fotos bei eBay zu bewundern: Der Fotograf blitzt direkt auf das Objekt, der Blitz wird reflektiert - und spiegelt sich in der Kameralinse. Das Ergebnis ist oft nicht brauchbar, denn die Kamera beleuchtet dann den Rest des Bildes zu dunkel und er Betrachter sieht zwar viel vom Blitz - aber wenig vom Produkt. Oft reicht es, die Kamera etwas zur Seite oder nach oben zu bewegen, damit der Blitz nicht direkt zurückgeworfen wird. Noch besser ist es, wenn Sie den Blitz seitlich gegen eine Wand schwenken, dass ergibt ein weiches Seitenlicht. Bei einer Kompaktkamera ohne beweglichen Blitz ist es oft am besten, gar nicht zu blitzen, sondern für das Foto Tageslicht vom Fenster zu verwenden und die fensterabgewandte Seite gegebenfalls mit einem Stück weißem Karton aufzuhellen. Bei Elektroartikeln wie dem iPhone erhöht es das Vertrauen des Käufers stark, wenn er sofort sehen kann, dass die grundlegenden Funktionen in Ordnung sind. Schalten Sie deswegen Geräte wie Kameras oder Handys für das Foto immer ein.

2. SPIEGELUNGEN

Zum Gespött des Internets machte sich  ein amerikanischer eBay-Verkäufer: Er hatte vergessen, dass man in einem spiegelnden Teekessel sehen konnte, dass er nackt war, als er das  Foto aufnahm. Nicht jede Spiegelung hat so peinliche Folgen, trotzdem stören unnötige Reflexionen den Gesamteindruck. Dabei lassen sich viele Spiegelungen ganz einfach vermeiden. In einem Beispiel wurde eine lilafarbene Brille um 180 Grad gedreht, sodass das Fenster nicht mehr reflektiert wurde. Oft reicht eine leichte Drehung des Motivs oder eine andere Positionierung der Kamera aus. Manchmal müssen sie das Produkt an einen anderen Ort legen, an dem das Umfeld ruhiger ist oder das Licht weicher. Wenn Sie häufig glänzende Produkte fotografieren, sollten Sie einen Polarisationsfilter kaufen, den man vor das Objekt schraubt. Er verringert die Reflexionen auf nichtmetallischen Oberflächen.

3. GRÖSSENVERGLEICH

Gute Fotos werten eine Auktion nicht nur auf, sie können schon als kleines Galeriebild einem flüchtigen Betrachter wichtige Eigenschaften des Angebots verraten - etwa seine Größe. Bei Produkten, die es in der gleichen Form mit unterschiedlichen Maßen gibt, hilft ein Größenvergleich. Sieht man nur einen Espressokocher, erkennt man nicht sofort, wie groß er wirklich ist. Ein großer und ein kleiner Kocher nebeneinander auf einem Foto sind schon besser. Noch deutlicher wird die Größe, wenn man zum Vergleich einen neutralen Gegenstand dazustellt, etwa eine Espressotasse. Vergessen Sie aber nicht, in der Artikelbeschreibung darauf hinzuweisen, welcher Gegenstand verkauft wird - und welcher núr zum Vergleich dient.

4. UNRUHIGER HINTERGRUND

Der beste Hintergrund ist ein Hintergrund, den man nicht wahrnimmt. Profis benutzen deshalb eine Hohlkehle, in der man Produkte leicht freistellen kann. Sie können sich eine Hohlkehle aber auch einfach selbst bauen: Besorgen Sie einen weißen Karton, der sich noch gut biegen lässt, aber nicht zu dünn ist (300g/m" ist eine gute Papierstärke für größere Bögen). Befestigen Sie ihn mit zwei Reißzwecken an der Wand und lassen Sie ihn auf einem Tisch oder dem Boden rund auslaufen. Sie bekommen so für ein paar Euro einen randlosen Hintergrund, der das Licht weich reflektiert und nicht vom Motiv ablenkt.

5. FOTO ZU STARK KOMPRIMIERT

Damit Bilder im Internet schneller laden, müssen sie verkleinert werden. Dazu speichert man die Fotos meistens im JPEG-Format ab. Es verwirft normalerweise nur die Bildinformation, die das Auge ohnehin kaum wahrnimmt. Sie dürfen es allerdings nicht übertreiben, denn wenn Sie beim Speichern eine hohe Komprimierung und eine niedrige Qualität einstellen, wird das Foto unscharf und ist voller Artefakte, die aussehen wie kleine Klötzchen. Bei Photoshop (Elements) lässt sich etwa die Qualität beim Speichern von 0 bis 12 einstellen, bei 8 erhalten Sie eine gute Bildqualität bei kleiner Dateigröße. Schöpfen Sie die erlaubten Auflösungen bei eBay ruhig aus, ein Foto sollte mindestens 500 Pixel breit oder hoch sein.

6. KEINE DETAILS

Ebay hat die Größe der Produkt-Fotos vor kurzem deutlich erhöht. Nutzen Sie das aus: Mit der Option "XXL-Foto" für 75 Cent kann man Bilder hochladen, die bis zu 800 Pixel Größe auf der längsten Seite haben dürfen (zum Beispiel 800 x 600). Der Käufer kann bequem in diese Riesenbilder zoomen und jeden Ausschnitt vergrößern. So kann er sich detailliert vom Zustand des Artikels überzeugen. Zum Beispiel bei einer gebrauchten hochwertigen Kamera spielen etwa auch kleine Einzelheiten, anhand derer man die Abnutzung beurteilen kann, eine Rolle und wirken sich auf den Preis aus. Mehr unter www.ebay.de/help/sell/pictures.html.

7. FALSCHE BELICHTUNG

Man darf sich nicht immer auf die Technik verlassen: Die Belichtungsautomatik einer Kamera geht davon aus, dass das Motiv eine mittlere Helligkeit besitzt. Weiß auf weiß oder schwarz auf schwarz ergeben so im Foto das gleiche mittlere Grau. Wenn Sie ein sehr helles Motiv fotografieren, sollten Sie das der Kamera mitteilen, indem Sie die Belichtungskorrektur der Kamera  auf bis zu  + 2 Stufen einstellen, sonst wird das Foto zu dunkel. Bei einfachen Kameras können Sie alternativ den Gegenlichtmodus einschalten (erkennbar am Symbol "Sonne hinter Person" im Menü), der genau das Gleiche bewirkt. Aber selbst ein korrekt belichtetes Bild weiß auf weiß ist im wahrsten Sinne des Wortes eintönig und vermittelt dem Käufer keinen guten Eindruck. Sorgen Sie deshalb für Kontraste: Wenn Sie den weißen Babystrampler auf eine dunkle Fläche legen, wird seine Form betont - und auch in den kleinen Galeriebildern sofort deutlich.

8. ZU WENIG FOTOS

Manchmal entscheiden Details, ob man mit seiner Auktion einen guten Preis erzielt oder nicht. Bei Modeartikeln etwa schaffen Detailaufnahmen Vertrauen - der Käufer kann sich von der Qualität der Handtasche besser überzeugen, wenn er Nähte und Muster aus der Nähe sieht. Ein Foto des Labels zeigt, dass hier keine Fälschung angeboten wird. Wer bei teuren Artikeln an den Bildern spart, muss sich nicht wundern, wenn er am Ende weniger verdient. Bei Autos gilt das erst recht, bei so einem teuren Produkt möchte der Käufer natürlich so viel wie möglich vorher sehen - vor allem sind bei Auto-Angeboten bis zu zwölf Bilder ohne Aufpreis inklusive. Wählen Sie als Galeriebild immer das prägnanteste Foto, auf dem man auch in einer kleinen Größe bereits gut erkennt, worum es geht.

9. VERFÄLSCHTE FARBEN

Eigentlich sollte es einfach sein, ein Foto mit den echten Farben zu machen: Aber auch hier kann die Technik einen Streich spielen: Digitalkameras gleichen unterschiedliche Beleuchtungsarten aus, um farbneutrale Bilder zu erzeugen. Normalerweise arbeiten sie mit einer Weißabgleichsautomatik (im Display mit "AWB" für "Automatic White Balance" angezeigt). Dieser Modus erzeugt aber bei sehr farbigen Motiven eine Überkorrektur. Besser ist es dann, den Weißabgleich manuell einzustellen. Aber aufgepasst: Hier wurde im ersten Beispiel ein gelber Kinderfahrrad-Helm fälschlicherweise der Modus Glühlicht (Glübirnensymbol) eingestellt, obwohl das Bild mit Blitzlicht aufgenommen wurde, das viel kälter (blauer) ist. Das Bild wirkt deshalb bläulich, der Helm grün. Im zweiten Beispiel dagegen wurde die Kamera auf Tageslicht (Sonnensymbol) eingestellt, das Bild ist neutral und der Helm hat ein warmes Gelb, was richtig ist. Vorsicht: Manche Lichtquellen verfälschen Farben leicht, so sollten Sie nicht unter Energiesparlampen oder Neonröhren fotograieren. Ein Fotoblitz oder Tageslicht liefern die besten Farben.

10. UNGÜNSTIGE PERSPEKTIVE

Fragen Sie sich bei einer Aufnahme immer, was den Käufer interessiert. Bei vielen Produkten reicht ein einziges Foto um alles Wesentliche zu vermitteln, wenn Sie die Perspektive klug wählen. Wenn man zum Beispiel die Schuhe etwa von oben fotografiert, erkennt man nur wenig von ihrer Form, die goldenen Streifen sieht man gar nicht - von schräg vorne erkennt man aber alles Wichtige. Wenn Sie eine Kamera mit Zoom benutzen, gehen Sie ruhig etwas weiter weg vom Motiv und zoomen Sie in den leichten Telebereich. Wenn Sie zu nah am Motiv sind, wirkt es nämlich perspektivisch verzerrt und unnatürlich.

11. FALSCHER AUFNAHMEORT

Bei sperrigen Gegenständen machen es sich Verkäufer oft einfach und fotografieren sie schnell dort, wo sie gerade stehen - im Keller oder in der Garage. Ein Fehler, denn enge Räume zwingen Sie zu schlechten Perspektiven und liefern schlechtes Licht. der Helligkeitsabfall des Blitzes wirkt sich extrem aus, wenn Sie aus der Nähe schräg auf das Motiv fotografieren müssen. Gehen sie raus aus der Garage und stellen Sie das Objekt dorthin, wo das Licht gut ist und der Hintergrund nicht stört. Der Aufwand lohnt sich.

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