BERLIN Aufdruck

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Zu den am meisten gefälschten Briefmarken gehören die ersten Ausgaben von Berlin aus den Jahren 1948/1949. Oft werden nicht nur die Aufdrucke gefälscht, sondern auch die Prüfzeichen. Häufig vorkommende schlechte Fälschungen kann auch schon der Laie erkennen.

Hier zunächst ein echter Aufdruck. Da man das Bild nicht größer in den Ratgeber bekommt und Links auf Seiten außerhalb Ebays nicht erlaubt sind, verweise ich Sie, völlig Regelkonform auf meine mich-Seite. Dort gibt es einen Link auf viele stark vergrößerte, echte Briefmarken zum Vergleichen.
ECHT!
Der echte Aufdruck ist in einem orangen Rot. Aufdrucke, die bläulich aussehen sind immer falsch. Der Aufdruck ist Typensatz. Das heißt, es ist im Buchdruck von einzelnen, zusammengesetzten Bleibuchstaben gedruckt. Beim Buchdruck werden die erhabenen Teile eingefärbt und diese ins Papier gedrückt. Durch den Druck wird die Farbe auf den Metallteilen sehr dünn ausgepreßt. Außerhalb der Metallteile sammelt sich dann die Farbe und trocknet dunkler, farbintensiver aus. Das ist der sogenannte Quetschrand, der beim Buchdruck entsteht. Bei dem Bild am B und E oben gut zu sehen.
ECHT!

Jetzt erst einmal ein paar Fälschungen. Nicht originell, aber immer wieder zu sehen, blaue Gummistempelaufdrucke:
FALSCH!

Schwarzer Gummistempel, schrägt klischiert. Die Buchstaben werden nach hinten immer höher. Die Farbe ist auf Wasserbasis
statt auf Ölbasis. Deshalb sieht der Aufdruck aus, als wäre die grüne Farbe später aufgedruckt worden. Eine erbärmliche
Fälschung mit viel zu breitem N.
FALSCH!

Hier eine Fälschung nach einem klischierten Originalaufdruck, sauber fotografiert, aber die Quetschrändern nicht retuschiert.
Das führt zu breiten Buchstaben mit abgerundeten Enden. Leider sind nicht alle Fälscher so blöd. Es gibt wesentlich bessere
Fälschungen. Was Verkäufer nicht davon abhält, solche Marken als echt anzubieten.
FALSCH!
und eine weitere Aufdruckfälschung dieses Types
FALSCH!
Diese Fälschung kann man Punkt am Ende oben vom N, nennen.
Vergleichen Sie noch einmal. Beim echten Aufdruck sind die beiden Senkrechten des N unterschiedlich dick. Sind diese gleich
dick, ist das schon verdächtig.

Betrachten wir ein paar echte Schwarzaufdrucke
ECHT!
hier auf einer 15 Pf. Man merke: Die Aufdrucke der Pfennigwert und der Markwerte, ebenso alle schwarzen und alle roten Aufdrucke, sind von den selben Drucktypen gemacht.

Hier noch ein echter Aufdruck auf einer 3 Mark Schwarzaufdruck:
ECHT!
Dieser Aufdruck ist farbübersättigt. Deshalb am Scan schwer zu prüfen. Einige typsche Echtheitsmerkmal fallen trotzdem auf. Die senkrechte am R endet oben mit einer Kugel.
Siehe Detailfoto:
ECHT!
Ein ähnlicher Knubbel findet sich an der linken Senkrechten des N unten.

Um am Scan die Echtheit der Aufdrucke beurteilen zu können, gibt es noch ein weiteres Merkmal. Die meisten Urmarken wurden zum Zweck überdruckt zu werden, neu hergestellt. Sieht man also einen farblich neutralen Scan eines geprüften Satzes und vergleicht die Farben der Urmarken, kann man leicht sehen, ob eher alte Urmarken falsch überdruckt wurden. Die Urmarken gibt es in einer ganzen Palette von Farben. nur wenige dieser gut unterscheidbaren Farben, gibt es mit echten Aufdrucken. Speichern Sie sich Scans von Rot- und Schwarzaufdrucksätzen ab, die von seriösen Anbietern stammen und mit neuem Fotoattest SCHLEGEL BPP sind. Damit können Sie Ihr Auge für die Farben trainieren.

Noch ein paar letzte Tipps zum Thema Berlinaufdrucke selbst prüfen. Der echte rote Aufdruckt sieht unter der Quarzlampe orange aus. Tiefrote, karmin oder bläuliche Aufdrucke sind immer falsch. Zur Prüfung des Klischees kann man billige gestempelte Marken der Serien auf Pappe kleben und diagonal, genau in der Mitte des Aufdrucks durchschneiden. Legt man die Hälften auf ein Prüfstück, kann man sehr schön Form, Abstand und Farbe prüfen. Doch Vorsicht! Es gibt unterschiedliche Abstände, besonders bei E und R zueinander. Insgesamt sollten aber B und N immer deckungsgleich stehen.

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Echtheitsmerkmale und Vergleichsbilder ECHT ODER FALSCH finden Sie in meiner Ratgeber zu den jeweiligen Sammelgebieten, folgen Sie den Links:

Altdeutschland:
     Baden
     Bayern
     Bergedorf
     Braunschweig
     Hamburg
    Hannover
     Helgoland
     Lübeck
     Sachsen
     Thurn und Taxis
    Norddeutscher Bund,  Okkupationsgebiete

Altösterreich, der rote  Merkur

Deutsche Feldpost II. Weltkrieg
Böhmen und Mähren,  Theresienstadt
Alliierte Besetzung Band- und Netzaufdrucke
Berlin Schwarz- und  Rotaufdruck

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