AutoCAD: Das Werkzeug für Konstrukteure

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Stadtpläne zeichnen, virtuelle Häuser errichten und Objekte in 3D modellieren – mit AutoCAD ist all das möglich. Vom Ingenieur bis zum Designer wissen viele Berufsgruppen das flotte Grafikprogramm zu schätzen. Ein Überblick zu Software und Produktpalette.

 

AutoCAD: Das Werkzeug für KonstrukteureMit AutoCAD lässt sich in kürzester Zeit ein Gebäude konstruieren. (Copyright: Autodesk)

 

 

AutoCAD setzt sich durch

Jahrelang waren Grafikprogramme für Konstruktionszeichnungen versierten Technikern mit dem nötigen Kleingeld vorbehalten. Das lag zum einen daran, dass das Angebot klein und die Software entsprechend teuer war. Zum anderen waren die Grafikprogramme nur für die anspruchsvollen und teuren Unix-Systeme erhältlich. 1982 wollte der Kalifornier John Walker das ändern. Er gründete das Computerunternehmen Autodesk und erschuf AutoCAD 1.0, ein Grafikprogramm, das DOS als Betriebssystem nutzte. So ebnete er den Konstruktionsprogrammen den Weg in die breite PC-Welt.

 

Von vielen belächelt, setzte sich Walker doch durch. Sein Programm AutoCAD etablierte sich in der DOS-Welt und bewies, dass auch Computer von der Stange in der Lage sind, anspruchsvolle Aufgaben zu erfüllen. Spätestens mit der ersten Windows-Version (R13), die 1994 erschien, war AutoCAD zum festen Bestandteil der Welt rund um das Computer Aided Design (CAD) geworden.

 

 

Unternehmen mit Kontinuität

Auch 3D-Objekte können mit AutoCAD virtuell erstellt werden. (Copyright: Autodesk) AutoCAD nannte sich das erste Konstruktionsprogramm, mit dem Autodesk 1982 auf dem Markt erschien. Und AutoCAD 2015 heißt auch heute noch die aktuelle Version, die im März 2014 vorgestellt wurde. Das Programm stellt weiterhin das Kernprodukt von Autodesk dar.

 

Natürlich hat sich die Software zur Erstellung von technischen Zeichnungen auf Basis von Vektorgrafiken in den Jahren weiterentwickelt. So zählt die in den Startjahren noch undenkbare Unterstützung von 3D-Plänen und -Ansichten inzwischen längst zum Standard . Ihr Zweck hat sich allerdings nicht verändert: Konstrukteuren das detailgetreue Arbeiten deutlich zu erleichtern.

 

 

Überschaubare Produktpalette

Wer heute AutoCAD erwerben möchte, hat die Wahl zwischen zahlreichen Versionen und Zusatzmodulen. Hier eine Entscheidung zu fällen, ist allerdings nicht schwer, denn die AutoCAD-Produktpalette ist klar gegliedert und übersichtlich.

 

Prachtexemplar im Autodesk-Stall ist das Windows-Programm AutoCAD 2015 (für OS X: AutoCAD 2014 for Mac). Mit dieser Profi-Lösung können technische Zeichnungen in 2D und 3D erstellt werden. Neben der reinen Funktionalität schätzen Anwender besonders die individuelle Erweiterbarkeit des Programms, das mehrere Programmierschnittstellen besitzt und sich über Bibliotheken mit Symbolen, Makros und Berechnungsfunktionen gut an das individuelle Einsatzgebiet anpassen lässt. Ziemlich wuchtig ist allerdings nicht nur der Funktionsumfang, sondern auch der Preis: Stolze 5.491,25 Euro schlagen für die Download-Version zu Buche. Man kann AutoCAD 2015 aber auch in einem Mietmodell ab 276,00 Euro pro Monat buchen.

 

Wer auf 3D-Konstruktionen verzichten kann und seinen Geldbeutel ein schonen möchte, ist mit AutoCAD LT 2015 gut beraten. Das Programm ist ebenfalls für Windows und Mac erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1.380,00 Euro (Miete: 30 Euro pro Monat).

 

Kostenlos gibt es von Autodesk die App AutoCAD 360, die sich unter iOS und Android einsetzen lässt. Sie dient vor allem zur Bereitstellung sowie als Viewer für die per AutoCAD erstellten Dateien, bietet aber auch marginale Bearbeitungsfunktionen.

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