Außergewöhnliche Markisentücher und -stoffe für Ihre Terrasse

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So gestalten Sie mit außergewöhnlichen Markisentüchern & -stoffen Ihre Terrasse individuell

Sobald die Sonne herauskommt, genießen wir ihre Wärme. Sie ist ein Gute-Laune-Lieferant, da durch ihren Einfluss Serotonin gebildet wird, das stimulierend und aktivitätssteigernd wirkt. Doch zu viel Sonne ist Gift für unsere Haut und kann sie schädigen. Daher müssen wir uns schützen – nicht nur mit Sonnenpflegemitteln, sondern auch mit Produkten wir Sonnenschirmen, Sonnensegel oder Markisen.

Sonnenschirme und Sonnensegel können einfach ausgetauscht werden. Bei Markisen ist das schon etwas schwieriger. Die Produkte sind in der Anschaffung nicht günstig und kosten meist mehrere Hundert Euro. Einige hochwertige Modelle können sogar mehr als 1.000 Euro kosten. Markisen werden an Hauswänden installiert und mit ihnen verschraubt. Auch nach Jahrzenten sind die Gelenkarme meistens noch intakt und können mit einfachen Mitteln gesäubert und erneuert werden.

Bespannung altert mit der Zeit

Ganz anders sieht das jedoch bei der Markisen-Bespannung aus. Mit den Jahren verliert der Stoff an Leuchtkraft und verblasst immer mehr. Gerade bei Gelenkarmmarkisen, bei denen der Stoff nicht geschützt wird und den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist, wird das Material in Mitleidenschaft gezogen. Neben Blässe können auch Löcher oder Risse entstehen und die Markise schnell unansehnlich wirken lassen. Damit Sie den Schattenspender trotzdem noch gerne nutzen, sollte die Bespannung ausgewechselt werden. Schon erstrahlt die Markise in neuem Glanz. Alte Stoffe werden durch moderne Varianten ersetzt. Dabei können Sie selbst entscheiden, welche Muster oder Farben für Ihre Terrasse oder den Wintergarten am geeignetsten sind.

Eckdaten zu Markisentüchern

Es kommt häufig vor, dass Markisenstoff gewechselt wird. Daher ist die Farb- und Musterauswahl groß. Die meisten Markisentücher werden aus Tuchbahnen mit einer Breite von 120 Zentimetern konfektioniert. Auf diese Weise soll eine größtmögliche Stabilität erreicht werden. Wenn Sie eine besonders alte Markise Ihr Eigen nennen, besteht der Stoff höchstwahrscheinlich aus einem nahtlosen Tuch, was früher keine Seltenheit war. Heute ist dies jedoch kaum mehr üblich. Um die Tücher miteinander zu verbinden, werden verschiedene Klebetechniken eingesetzt. Bei einer Variante wird ein farbloser Kleber als Band oder als Flüssigkeit aufgetragen. Bei einer anderen Variante werden die Tuchseiten im Hochfrequenz-Schweißverfahren thermisch miteinander verbunden. Wenn Sie Ihr Markisentuch gegen das Licht halten, werden Sie die dunklen Bereiche ausmachen können, in denen die Stoffbahnen miteinander verbunden wurden.

Materialien für Ihren Markisenstoff: Polyester

Damit der neue Markisenstoff lange hält, muss er hochwertig und stabil sein. Polyestergewebe eignet sich als Bespannung und ist in der Anschaffung relativ günstig. Das Material hat ein gutes Rücksprungverhalten, und auch Farben werden strahlend dargestellt. Das Material sollte aber in geeigneter Weise gegen UV-Strahlung geschützt sein, da sonst die Dauerfestigkeit schnell nachlässt. Im Vergleich zu Acryl ist Polyester aber widerstandsfähiger und kann daher in leichteren und reißfesteren Varianten angeboten werden.

Markisentücher aus Acryl

Markisenstoffe, die aus Acrylfaser gewebt werden, sind wasserabweisend und haben eine lang anhaltende Leuchtkraft. Das liegt daran, dass das Garn während des Spinnprozesses eingefärbt wird und daher lichtecht ist. Je nachdem, wie das Tuch imprägniert wurde, ist es wasser- und auch schmutzabweisend. Es gibt aber auch Acryl-Tücher, die nur bedingt Wasser abhalten. Gegenüber anderen Materialien hat Acryl den Vorteil, dass es beständig gegen ultraviolettes Licht ist und daher lange Zeit seine Farbe behält.

Widerstandsfähig und wetterfest: PVC

PVC (Polyvinylchlorid) ist hart und spröde und eignet sich nicht als Markisenstoff. Doch in Verbindung mit Polyestergewebe wird aus dem Material ein hervorragendes Tuch. Bei der Herstellung wird Polyestergewebe mit PVC überzogen, da reines PVC beim Rollen oder Falten brechen könnte. Die Kombination ist sehr widerstandsfähig und wird häufig für Markisen eingesetzt, die ohne Unterbrechung der Witterung ausgesetzt sind. Das können zum Beispiel spezielle Regenmarkisen, Pergolas oder Korbmarkisen sein. Die Produkte sind nicht nur wetterfest, also absolut wasserdicht, sondern auch schmutzabweisend. Markisentücher aus PVC können entweder blickdicht oder durchscheinend sein. Je nach der Grobheit des Gewebes entstehen die verschiedenen Varianten. Wenn Sie Ihr PVC-Tuch wegwerfen möchten, brauchen Sie kein schlechtes Gewissen haben, denn die Produkte sind umweltfreundlich und zu 100 Prozent recyclingfähig.

Die große Farbwelt der Markisentücher

Der Klassiker unter den Markisentüchern sind gestreifte Stoffe. Ob gelb, grün, blau oder rot – es gibt verschiedenste Streifen-Varianten. Bei traditionellen Tüchern werden die bunten Streifen im Wechsel mit weißen Streifen dargestellt. Die gestreiften Produkte passen besonders gut zu vielen Blumen und Pflanzen. Sie haben einen traditionellen und bodenständigen Touch und verwandeln Ihre Terrasse in einen Wohlfühlort. Doch damit nicht genug – wenn Sie es ausgefallener mögen, können Sie Markisentücher in den Farben des Regenbogens erwerben. Diese Hingucker eignen sich aber nur für ansonsten schlichte Terrassen, da sie sehr auffällig sind und sich schnell mit anderen Farben und Mustern beißen. Auch einfarbige Stoffe sind beliebt, die sich einfach mit der Gestaltung Ihrer Terrasse kombinieren lassen. Wenn Ihre Markise auch bei Regen ausgefahren ist, sollten Sie unbedingt auf wasserdichte Stoffe achten. Zu empfehlen ist es allerdings nicht, herkömmliche Markisen auch als Regenschutz zu benutzen. Dafür eignen sich wetterfeste Modelle besser. Sollte Ihre Markise nass geworden sein, lassen Sie den Stoff vollständig trocknen, bevor Sie das Tuch wieder einrollen. Denn wenn die Markise noch feucht ist und trotzdem zusammengerollt wurde, entstehen leicht Stock- oder Schimmelflecken.

Neutrale Stoffe für Ihre Terrasse

Schwarze Sitzmöbel aus Korbgeflecht, Buchsbäume als Dekoration und helle Kissen – zu vielen Terrassen passen schlichte Markisen einfach besser. Beige, weiße und cremefarbene Produkte sind dezent. Sie drängen sich nicht in den Vordergrund, sondern schmeicheln dem Auge und bleiben unauffällig. Wenn Ihre Terrasse modern gestaltet ist, eignen sich neutrale Stoffe. Ebenso ist dies bei vollen Terrassen sinnvoll, damit nicht zusätzlich noch ein Hingucker entsteht.

Gelbe Stoffe strahlen mit der Sonne um die Wette

Leuchtend gelbe Stoffe peppen auch an grauen Tagen Ihre Terrasse auf. Doch wenn die Sonne auf die Markisentücher scheint, können Sie schnell blenden. Noch dazu hat Gelb einen Nachteil: Nicht nur wir Menschen mögen die Farbe, sondern auch Insekten werden von ihr angelockt. Daher stellen Landwirte zum Beispiel auch sogenannte Gelbschalen auf, um den Flugverkehr der Insekten zu analysieren.

Akzente durch Volant setzen

Bei offenen Gelenkarmmarkisen oder Markisen mit Schutzdach wird häufig Volant eingesetzt. Dies ist ein Besatz, der vorne an die Unterkante des Markisenstoffs, also an der Ausfallblende, angenäht wird. Häufig ist er bereits Teil des Markisentuchs und kann nicht extra entfernt und verändert werden. Durch den herabfallenden Stoff wird die sichtbare Armtechnik versteckt. Doch Volant hat noch mehrere Funktionen, denn er dient auch als zusätzlicher Schattenspender, wenn die Sonne einen niedrigen Stand hat. Wenn Sie eine Vollkassettenmarkise besitzen, sollten Sie an dieser keinen Volant anbringen, da er sich bei diesen Anlagen stärker bewegt und die Enden so schneller verschleißen. Im Laufe der Zeit gab es verschiedenste Volant-Formen. Neben Fransen wurden auch Trapezmuster angeboten. Mittlerweile haben sich gewellte und gerade Varianten durchgesetzt. Wenn Sie möchten, können Sie den Stoff in einer anderen Farbe als die Markise wählen und somit Akzente setzen. Bei schlichten Markisentüchern in beige oder weiß bietet sich zum Beispiel brauner oder schwarzer Volant an. Bei gestreiften Produkten sollten Sie eine Farbe wählen, die im Tuch vorkommt.

Markisenstoff richtig auswählen

Nach circa acht bis zehn Jahren wird ein Markisenstoff unansehnlich. Damit der neue Stoff passt, müssen Sie sich exakt an die Maße halten. Messen Sie die Breite Ihres alten Tuchs und den Ausfall der Markise. Zum Ausfall geben Sie circa 20 Zentimeter dazu, die als Reserve dienen, damit der Stoff sicherheitshalber einmal um die Markisenwelle gewickelt werden kann. Auch die Säume müssen bestimmt werden. Jeder Markisenstoff ist mit seinen Hohlsäumen und einem Keder (Kunststoff-Stab) in die Welle und am Ausfallprofil montiert. Der Hohlsaum muss flach gemessen werden, damit bei der Montage der Kunststoffstab wieder hindurchgeschoben werden kann. Wenn Sie sich unsicher sind, gehen Sie mit den Maßen zu einem Markisenhändler vor Ort.

Alten gegen neuen Stoff austauschen

Zum Austauschen des Tuches sind Fingerspitzengefühl, Geduld und Geschick gefragt. Zwar können Sie den Stoff auch von Profis anbringen lassen, doch das ist wesentlich kostenintensiver. Da Markisen groß sind, sollten Sie alle Arbeiten mit einem Helfer durchführen, der Ihnen zur Hand gehen kann. Nehmen Sie den Markisenstoff aus dem Profil und lösen Sie ihn hinten aus der Tuchwelle. An der Tuchwelle wird er durch den Keder, also den Kunststoff-Stab, gehalten. Wenn Sie den neuen Stoff bereits mit einem Keder versehen haben, müssen Sie den Vorgang nur umgekehrt wiederholen. Legen Sie den Stoff in die Spannvorrichtung ein und befestigen ihn. Er sollte so fest gespannt sein, dass er nicht durchhängt. Anschließend sollten Sie das Ein- und Ausfahren testen, um zu überprüfen, ob der Stoff richtig angebracht wurde. Wenn Sich die Markise faltenfrei wickeln aufwickeln lässt, ist alles im grünen Bereich – schon haben Sie ein neues Markisentuch nach Ihrem Geschmack, das viele weitere Jahre überleben kann.

Markisenstoff reinigen

Wenn das Markisentuch mit der Zeit dreckig wird, sollten Sie es niemals in die Waschmaschine geben. Denn auf diese Weise werden die Nähte sowie die Schmutz abweisende Beschichtung entfernt und zerstört. Gleiches gilt für Volant, das Sie auch nicht in der Waschmaschine reinigen sollten. Stattdessen verwenden Sie Wasser und ein weiches Reinigungsmittel. Mit einem Schwamm können Sie hartnäckige Flecken bearbeiten und anschließend abbürsten. So verlängern Sie die Lebensdauer und Widerstandsfähigkeit Ihrer Markise. Achten Sie darauf, dass Sie die feuchte Markise erst wieder einfahren, wenn sie vollständig getrocknet ist. Daher empfiehlt es sich, die Reinigung an warmen Tagen durchzuführen.

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