Ausgefallenes auf eBay entdecken: Lebkuchenbäume

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Ausgefallenes auf eBay entdecken: Lebkuchenbäume

Als Gegenpol zum hektischen Alltag bieten Gärten vielen Menschen Ruhe und Ausgeglichenheit. Der Garten ist ein Ort der Entspannung – das satte Grün der Pflanzen, Gerüche von Blüten und Früchten, Äste und Sträucher, die sich sanft im Wind wiegen, all das verbreitet eine Atmosphäre der Gelassenheit, in der man Kraft sammeln kann. Um den Garten abwechslungsreicher zu gestalten, entscheiden sich immer mehr Menschen für exotische Pflanzen aus fernen Ländern – da diese aber nicht an das Klima in Mitteleuropa angepasst sind, gibt es gerade bei der Pflege einiges zu beachten. In diesem Ratgeber werden einige Tipps zu den immer beliebter werdenden Lebkuchenbäumen geben.

Ein asiatischer Exot: der Lebkuchenbaum

Der Lebkuchenbaum, auch als „Japanischer Kuchenbaum“ bezeichnet, ist ein in Japan und China vorkommender Laubbaum, der eine Höhe von zehn bis zwanzig Metern erreichen kann. Einige Exemplare können aber auch bis zu dreißig Meter hoch werden. Auf dem relativ schmalen Stamm sitzt eine lichte, kegelförmige Laubkrone. Die Blätter, die recht früh im Jahr austreiben, sind herzförmig und am Rand leicht gezähnt.

Die Pflanzung und Pflege des Lebkuchenbaums

Aufgrund seiner robusten Natur eignet sich der Lebkuchenbaum auch für heimische Gärten, allerdings erreicht er in unseren Breiten selten eine Höhe von über zehn Metern. Der Baum ist absolut unempfindlich gegenüber Frost und sollte an einem sonnigen oder halbschattigen Ort eingepflanzt werden. Auf Trockenheit allerdings reagiert der Baum sehr empfindlich, sodass er in den Sommermonaten regelmäßig bewässert werden muss. Zudem sollte er möglichst auf nährstoffreichem Boden stehen, beispielsweise auf Erde, die mit Humus durchsetzt ist. Da die klimatischen Bedingungen für den Baum in Mitteleuropa nicht ideal sind, wächst er in unseren Breiten eher als Strauch. Um wirklich einen Lebkuchenbaum im Garten zu haben, muss man die unteren Triebe regelmäßig entfernen. Hier genügt anfangs eine einfache Gartenschere, später sollte besser eine Astschere verwendet werden, da sonst die Gefahr besteht, den Baum beim Entfernen der Äste zu beschädigen. Die Wundstellen sollten unbedingt mit einem Balsam behandelt werden, um eine mögliche Infektion des Baums zu verhindern. Um das Wachstum dauerhaft zu fördern, sollte der Lebkuchenbaum außerdem regelmäßig mit Dünger versorgt werden.

Da der Lebkuchenbaum ein lockeres Blattwerk hat und wenig in die Breite wächst, eignet er sich eher als alleinstehender Baum, der zur Dekoration von Sträuchern wie Hortensien oder Flieder verwendet werden kann. Laubbäume mit dichter Blätterkrone, wie beispielsweise Ahorn, würden einem Lebkuchenbaum das nötige Sonnenlicht nehmen und sein – in unseren Breiten – ohnehin eher langsames Wachstum gänzlich zum Erliegen bringen.

Woher der Lebkuchenbaum seinen Namen hat

Auch wenn der Name es nahe legt, werden die Früchte des Lebkuchenbaums nicht als Gewürz bei der Herstellung von Lebkuchen verwendet. Der Name rührt von der Tatsache her, dass die im Herbst herabfallenden Blätter ein sanftes Aroma verbreiten, das nach Lebkuchen, Karamell und Zimt duftet. Da die Blätter allerdings nur frisch nach diesen Aromen riechen, kann man sie leider nicht trocknen und als Füllung für Potpourrischalen verwenden. Die duftenden Blätter sind ein Geschenk der Natur, das man einfach genießen sollte.

Für welche Gärten eignet sich der Lebkuchenbaum?

Da er aus Asien stammt, eignet sich der Lebkuchenbaum natürlich perfekt für einen japanisch dekorierte Steingärten. Mit einem Bambus oder Kirschbaum ergibt sich ein harmonischer Anblick, der es ermöglicht, zu meditativer Ruhe zu finden.

Natürlich lässt sich ein Lebkuchenbaum aber auch ohne Weiteres in jedem anderen Garten integrieren. Da er, wie bereits oben erwähnt, möglichst nicht zu nah an anderen Bäumen mit dichtem Blattwerk gepflanzt werden sollte, eignet er sich bestens als gestaltendes Element eines Beets. Hier bietet auch das lichte Blattwerk Vorteile, denn ein dicht belaubter Baum würde den Blumen im Beet zu viel Licht nehmen. Auch als abschließende Bepflanzung einer Terrasse lässt sich der Lebkuchenbaum gut verwenden, da er für einen optischen Abschluss, nicht aber für übermäßig Schatten auf der Terrasse sorgt.

Alternativen zum Lebkuchenbaum

Hat man bereits einen Lebkuchenbaum im Garten stehen und sucht einen ergänzenden Baum, möchte man in der Regel nicht die gleiche Baumart noch einmal pflanzen. Es gibt einige Arten, die dem Aussehen eines Lebkuchenbaums ähneln und sich daher gut in einen Garten mit einem bereits vorhandenen Baum integrieren lassen.

Chinesischer Judasbaum

Zum einen gibt es den sogenannten Chinesischen Judasbaum, der, wie sein Namen bereits verrät, vor allem in China beheimatet ist. Dieser Baum kann eine Höhe zwischen zwei und fünf Metern erreichen und ist damit deutlich kleiner als der Lebkuchenbaum, sodass sich Bäume dieser Arten recht dicht aneinander pflanzen lassen. Der Chinesische Judasbaum besitzt ebenfalls relativ kleine Blätter, die etwas rötlicher sind als die des Lebkuchenbaums. Auch das Blattwerk des Judasbaums ist dichter. Im Sommer bilden sich an den älteren Ästen wunderschöne, rosafarbene Blütendolden.

Ginkgo

Zum anderen ist der Ginkgo zu nennen, eine ebenfalls aus China stammende Baumart. Da der Ginkgo mit bis zu vierzig Metern Höhe deutlich größer als der Lebkuchenbaum werden kann, eignet er sich nur für sehr große Gärten und als eine optische Ergänzung zum Lebkuchenbaum, nicht aber als direkter Nachbar. Ginkgos haben zwar nur kleine, fächerförmige Blätter, aber dafür ein recht dichtes, ausladendes Blattwerk – Das ist, neben seiner Größe, der Hauptgrund, weshalb sie meist nur einzeln auf Rasenflächen oder freien Bereichen gepflanzt werden.

Was man beim Kauf von Lebkuchenbäumen beachten sollte

Neben Bäumen in unterschiedlichen Größen werden oft kleine Setzlinge angeboten, die besonders empfindlich sind und intensiver Pflege bedürfen. Entscheidet man sich für einen dieser Setzlinge – die im Vergleich zu größeren Bäumen deutlich preiswerter sind – sollte man sich vom Verkäufer ausführlich und schriftlich erklären lassen, was beim Einpflanzen und in der ersten Zeit zu beachten ist.

Beim Kauf von größeren Lebkuchenbäumen sollte man auf die Höhe und Breite des Baums achten, da man sich schnell bei den Maßen verschätzen kann und im schlimmsten Fall einen Baum kauft, der gar nicht in den Garten passt. So etwas ist natürlich sehr ärgerlich, zumal man diesen Fehler leicht vermeiden kann. Vor dem Kauf sollte man mit einem Zollstock genau abmessen, wie viel Platz im Garten vorhanden ist. Dabei sollte man natürlich auch bedenken, dass der Lebkuchenbaum mit den Jahren deutlich größer werden wird. So ist es ratsam, etwas großzügiger zu kalkulieren.

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