Aus welchen Materialien werden Ruderriemen gefertigt?

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Aus welchen Materialien werden Ruderriemen gefertigt?

Bootsriemen oder Ruderriemen dienen dem Antrieb von Ruderbooten. Die Riemen nutzen die Kraft der Hebelwirkung aus, um das Boot voranzutreiben. Ein Riemen besteht aus der Riemenstange und einem Ruderblatt. Je nach Anwendung gibt es heute Ruderriemen in unterschiedlichen Materialien.

 

Robuste Riemen aus Vollholz – die klassische Form der Bootsriemen

Bootsriemen aus Vollholz sind besonders schwer und stellen de traditionelle Art der Ruderriemen dar. Diese Holzruder, wie sie umgangssprachlich auch heißen, sind aufgrund ihres großen Gewichts und der langen Ruderblätter ziemlich unhandlich. Daher kommen sie heute im Rudersport praktisch nicht mehr vor. Nur bei Berufsruderern wie zum Beispiel auf kleinen Fähren kommen Vollholzruder noch regelmäßig zum Einsatz.

 

Hohlriemen, die moderne Art Bootsriemen für Rudersport und Freizeit

Ab dem 18.Jahrhundert entwickelte sich das Rudern zu einer eigenen Sportart. Nun war es das Ziel, mit möglichst wenig Kraftaufwand möglichst schnell und weit zu rudern. Daher setzten die Sportler auf Gewichtsersparnis. Die Riemenstangen waren von nun ab nicht mehr massiv, sondern hohl und bestanden aus unterschiedlich verleimten harten und weichen Holzarten. Besonders Tannen-, Eschen- und Pappelholz ist bei diesem Riementyp sehr beliebt. Auch die Ruderblätter der Bootsriemen wurden stark verändert und an den jeweiligen Bootstyp angepasst. Letztendlich einigten sich die Hersteller jedoch auf eine einzige Blattform: das Macon-Blatt, ein Ruderblatt, das 1956 bei der Ruder-EM im französischen Macon den ersten Platz gemacht hat. Hohlruder aus Holz und das Macon-Ruderblatt sind bis heute bei vielen Freizeit- und Tourenruderbooten gebräuchlich.

 

Aluminium Ruder und faserverstärkte Riemen – die neue Generation leichter Bootsriemen

Heutzutage bestehen Riemen für Boote auch gerne aus Aluminium. Sie sind sehr leicht und eignen sich besonders gut als Paddel für Kajaks sowie für Kinder- und Schlauchboote. Für den Rudersport sind sie nicht gut geeignet. Da Alu relativ starr ist und keine guten Biegeeigenschaften aufweist.

Seit den Olympischen Spielen von 1972 sind kohlefaserverstärkte Riemen auf dem Markt. Dieses neue Material ist extrem bruchfest und leicht und lässt sich ausgezeichnet biegen. Viele Profi-Ruderer setzen auch heute noch auf faserverstärkte Bootsriemen und Paddel.

 

Carbon Riemen – die neueste Entwicklung für Freizeitruderer und Sportler

Der nächste Schritt in der Entwicklung der Ruderriemen war die Produktion von Rudern komplett aus Kohlenstoff oder Carbon. Die Riemen aus diesem neuen Material sind inzwischen auch für Hobby-Ruderer erschwinglich und zeichnen sich durch große Leichtigkeit, Korrosionsbeständigkeit und pflegeleichte Eigenschaften aus. Viele Ruderboote sind heute serienmäßig damit bestückt.

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