Aus den Zeiten der Drachenboote und Thors Hammer: Wikingerschmuck für die ganze Familie

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Aus den Zeiten der Drachenboote und Thors Hammer: Wikingerschmuck für die ganze Familie

Die Wikinger waren ein vor allem aus dem Nord- und Ostseeraum bekanntes Volk. Die kriegerischen Seefahrer kamen aus dem Süden und Westen Skandinaviens und zählten zum Stamm der Germanen. Frauen, Kinder und ältere Männer waren in Küstennähe in kleinen Dörfern ansässig. Kühne junge Männer jedoch suchten das Abenteuer in der Ferne und befanden sich mit ihren legendären Drachenbooten überwiegend auf See. Raub und abenteuerliche Schlachten wurden zu ihrem Lebensinhalt. Davon berichten bekannte altnordischen Sagen, die uns noch heute faszinieren und in ihren Bann ziehen. Zusammen mit Überlieferungen aus der germanischen Götterwelt und deren Symbolik und Mystik prägen die Abenteuergeschichten der Wikinger die heutige Vorstellung der nordischen Welt vergangener Zeit.

Noch heute übt die sagenumwobene Welt der Wikinger einen besonderen Reiz aus. Symbole und Mythen aus dieser Zeit sind bis in die Neuzeit überliefert. Doch die fantastischen Geschichten über Abenteuer, Heldentum und Göttersagen finden heute kaum mehr Platz, da der Mensch mit Aufgaben und Pflichten überhäuft wird. Die moderne, aufgeklärte Gesellschaft ist bestimmt von Hektik, Technik und Wissenschaft, alles soll erklärbar und funktionell sein. Gerade aus diesem Grund scheinen sich Menschen so gerne dem Unerklärlichen und Mystischen zuzuwenden. Mit dekorativem Wikingerschmuck für die ganze Familie und dessen Symbolcharakter können Sie Ihrer Faszination, Ihrem Hang zur Mystik und zur Heroik dieser fernen Epoche Ausdruck verleihen und etwas vom Zauber der vergangenen Welt in unser modernisiertes Leben transferieren.

Wikingerschmuck erzählt bis heute vom Geist der alten Germanen und ihrer Götterwelt

Genau genommen muss allgemein von germanischen Religionen gesprochen werden, da regional unterschiedliche Riten und Glaubensgrundsätze verbreitet waren. Allen gemein war der Polytheismus, die Verehrung mehrerer Götter. Archäologische Funde, historische Berichte und überlieferte Sagen, wie beispielsweise die Edda, geben Zeugnis des religiösen Kultes zur Zeit der Germanen. Insbesondere Bestattungsrituale hatten einen hohen Stellenwert. Krieger wurden mit ihren Waffen und beigelegtem Schmuck in Grabhügeln bestattet, mit der Aussicht auf ein Leben unter den Göttern. Repliken dieser rituellen Schmuckstücke werden noch heute gerne getragen. Häufig symbolisieren sie germanische Gottheiten, wie Thor, Tyr, Freyja oder Odin. Göttern wohnte dem damaligen Verständnis nach nichts Transzendentes inne, vielmehr waren sie reelle Gestalten mit übernatürlichen, mächtigen Kräften und Gaben. Mit Opferritualen und -gaben wollte man die Götter wohlgesonnen und gnädig stimmen.

Von der eigentlich praktizierten Religion der Volksgruppe "Wikinger" ist bis heute nur sehr wenig bekannt. Lediglich Sagen und Mythen lassen uns erahnen, welche Vorstellungen dieser Volksstamm bezüglich der Spiritualität pflegte. Der Glaube der Wikinger war – und das lässt sich den Quellen mit Sicherheit entnehmen – nicht einheitlich. In der Övar-Odds-Sage heißt es zum Beispiel einerseits, sie glaubten an keinerlei Götter, an anderer Stelle wird ein Orakel befragt, welchem Gott man am besten zum Überfall einer Siedlung huldigen solle. Die Befragung eines Orakels stellt im Glauben der Wikinger ein wichtiges Medium dar, das Urteil des Orakelspruchs wurde strikt befolgt.

Wertvoller Schmuck als Grabbeigaben für das Leben in Walhall – die Halle der Götter und tapfersten Krieger

Es wird angenommen, dass der Glaube in Zusammenhang mit den strengen Strukturen der Wikinger-Gesellschaft steht. Die verschiedenen Schichten hatten unterschiedliche Anschauungen. So waren es vor allem die einfachen Krieger, die einen Hang zum Aberglauben und zur Magie hatten. Häuptlinge und die Führungsschicht hingegen glaubten mehr an ihre eigene Kraft und Macht, was eine klare Abkehr von Religion kennzeichnet.

Die verbreitete Vorstellung des glorreichen Heldentods mit anschließendem Einzug in Walhall – die Halle der Ruhmreichen – ist ausschließlich bei den königsnahen Kriegern der höheren Schichten zu finden. Den Mythen zur Folge sollen gefallene Krieger sich hier nach ihrem Tod tagsüber beim Zweikampf und nachts bei Met, Weib und Gesang vergnügen. Die Grabbeigaben, Waffen und Schmuck, werden in Walhall benötigt und genutzt. Göttervater Odin lässt sich von den Duellen der reich geschmückten Krieger unterhalten. Auch hier will man sich mit den Göttern gut stellen – es ist das wahre Paradies für Wikinger-Krieger, in dem sich der Sage nach auch der einäugige Gott Odin, seine Gemahlin Frigg und die bekannten Walküren aufhalten sollen. Der Mythologie zufolge überblickt Odin von seinem über allem gelegenen Thron Walhall, das umliegende Gebiet und auch die Erde. Im Umland Walhalls leben die restlichen Götter, wie Thor, Baldur, Loki und Tyr. Die tapfersten Krieger stehen also in der Hierarchie höher als so manche Gottheit.

Mit diesem Hintergrundwissen ist es einfacher, modernen Wikingerschmuck zu deuten und mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein das Schmuckstück eines starken Kriegers zu tragen. Auch Kinder sind fasziniert von diesen Mythen und Geschichten und werden Freude an einem greifbaren Relikt der Wikinger, wie zum Beispiel einer Kette mit Thors Hammer, haben.

Faszinierendes Kunsthandwerk der Wikinger – zeitlos schöne Schmuckstücke mit langer Geschichte

In den Museen Europas, aber natürlich ganz besonders in den Nationalgalerien Skandinaviens, können Sie sich ein Bild von der atemberaubenden Kunstfertigkeit der Wikinger machen. Manch einem erscheint diese Volksgruppe als barbarischer, grausamer Kriegerstamm, der ausschließlich mordend und plündernd auf hoher See sein Unwesen treibt. Hat man jedoch einmal die Möglichkeit gehabt, die grazilen Armbänder aus Gold und die filigranen, detailverliebten Gravuren und Verzierungen an Halsketten und Ringen in natura bestaunen zu können, wird sich dieser Blick wandeln. Es ist erstaunlich, mit welcher Präzision und Kunstfertigkeit die Wikinger ihren Schmuck bereits im Frühmittelalter, also in der Zeit von 800 bis 1050 nach Christus, herstellen konnten.

So bestechen die typischen Halsreifen der Wikinger durch eine zeitlos schlichte und doch aufwendige Flechtkunst aus Bronze und Silber. Auch heute noch werden in mühevoller Handarbeit genaue Nachbildungen gefertigt. Halsreifen dieser Art sind sowohl für Herren wie Damen ein schmückendes Accessoire. Besonders der Verschluss wird häufig mit aufwendigen Gravuren verziert. Eine weitverbreitete Form des Halsreifens ist die sogenannte Torque. Dieser Reif kann gebogen und auf diese Weise passgenau angelegt werden. Die Enden bilden aufwendig gestaltete Figuren wie wikingertypische Drachen- oder isländische Wolfsköpfe.

Dazu passende Armreifen und Ringe machen das Erscheinungsbild eines Wikingers perfekt. Klassische, eingestanzte Wikinger-Ornamente überzeugen durch ihre zeitlose Eleganz. Identische Muster sind auf bekannten Runensteinen zu finden, die die Wikinger zur Übermittlung von wichtigen Botschaften anfertigten und aufstellten. Auch Kleidung, Häuser und Boote verzierte das Seefahrervolk mit reichen Ornamenten und derartigen Formen.

Thors Hammer – typisches Zeichen des germanischen Glaubens und traditionelles Schmuckstück

In der nordischen Sprache heißt der Thor-Hammer "Mjölnir", was mit "glänzende Blitzwaffe" zu übersetzen ist. Hierbei handelt es sich um die sagenumwobene Waffe des Donnergottes Thor. Der Hammer soll von den zwei Zwergen Sindri und Brokk geschmiedet worden sein und nur von Thor selbst als Waffe geführt werden können. Einmal von ihm geworfen, verfehlt der Hammer nie sein Ziel und kehrt immer wieder in Thors Hand zurück.

Der Thorshammer wurde schon zur Zeit der alten Wikinger, im 9. und 10. Jahrhundert, als Symbol für Stärke und Tapferkeit in Form eines Amuletts um den Hals getragen. Dies bezeugen archäologische Funde von bereits erwähnten Grabbeigaben. Solche Amulette wurden aber auch im alltäglichen Leben getragen, daher die zahlreichen Siedlungsfunde in Süd- und Mittelskandinavien. Auch Frauen trugen den Thorshammer, vermutlich als Fruchtbarkeitssymbol und Zeichen der Kraft.

Wie auch die Hals- und Armreifen werden Amulette von Thors Hammer heute noch originalgetreu nachgestaltet oder fantasievoll neu interpretiert. Anhänger des Neuheidentums verwenden dieses Symbol heute als Zeichen ihres Glaubens, Fans der Musikrichtung Pagan- und Vikingmetal drücken dadurch ihre Zugehörigkeit und Solidarität aus. Der Thorhammer steht auch heute noch für Stärke und Tatenkraft. Er wird aber auch von Vielen als reines Schmuckstück getragen, ohne damit eine religiöse Zugehörigkeit und Ideologie, vielleicht jedoch eine gewisse Sympathie für die nordische Kultur, auszudrücken. Und welcher kleiner Bube kommt sich mit einem Thorhammer um den Hals nicht vor, als wäre er der tapferste Krieger der Siedlung?

Weitere symbolbehaftete mystische Anhänger als Wikingerschmuck für die ganze Familie

Die Wikingeraxt hat eine genauso lange Geschichte wie Thors Hammer. Axt und Hammer sind im damaligen Glauben und den Riten eng miteinander verbunden, auch die Axt seht im Zusammenhang mit Thor. Damals trug man eine stilisierte Axt als Schutzamulett vor bösen Einflüssen. Die Tradition, Schmuck mit einer Wikingeraxt zur Vermählung zu schenken, ist bis heute in Skandinavien bekannt und verbreitet.

Der Wotansknoten ist Zeichen des Gottes Odin. Er verkörpert die Kraft des Vaters aller Götter und hilft bei Schlachten. Im heutigen Leben kann man dies wohl in den Beistand der uns gestellten Aufgaben umdeuten, die jedoch nicht selten Alltags-Schlachten gleichen. Neun Linien stehen für die neun Welten der nordischen Mythologie. Drei Dreiecke symbolisieren die drei Ebenen des Lebens: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Ebenso werden heute noch gerne Runen als Kettenanhänger getragen. Runen sind die ältesten Schriftzeichen der Germanen und wurden schon aus dem 2. Jahrhundert eingeritzt auf Steinen im dänischen Jütland gefunden. Jede Rune hat einen ganz bestimmten Symbolgehalt. So steht beispielsweise die bekannte Agliz-Rune für Schutz und Sicherheit, die Uruz-Rune für Lebenskraft und die Hagalaz-Rune für Veränderung und Beistand bei Verlusten.

Äußerst dekorativ sind Anhänger in Form von Drachenbooten, dem Wikingerkreuz, Wikingerrädern und Abbildungen von Gottheiten. Sie müssen nicht unbedingt an diese Götter der Germanen glauben um in ihren Bann gezogen werden und sich von der Wikinger-Ästhetik verzaubern zu lassen. Zeigen Sie Ihren Sinn für Mystik und vergangenes Heldentum und tragen Sie extravaganten individuellen Wikingerschmuck, Armreifen, Ketten und Ohrringe, mit seinen zeitlosen Ornamenten und Zeichen.

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