Augen auf beim Starter / Anlasser – Tausch!

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Augen auf beim Anlasser / Starter – Tausch!


Grundlegende Fehler vermeiden und nachhaltig beheben


Wenn ein defekter Starter als Fehlerursache identifiziert wird, sollte dieser vor dem Einbau eines neuen Starters genau unter die Lupe genommen werden.
Ist der defekte Starter nämlich mitgelaufen, wurde er in Folge eines anderen Defekts am Fahrzeug  beschädigt oder zerstört.
Das bedeutet, wenn dieser grundlegende Fehler nicht gefunden und gehoben wird, wird auch der neu eingebaute Starter schnell wieder zerstört werden.
Die häufigsten Gründe sind ein defektes Zündschloss, eine temporäre Verbindung der Zuleitung von Klemme 50 zu``+``, zum Beispiel durch Isolationsfehler, und Fehlbedienung, etwa wenn das Fahrzeug mit dem Starter bewegt wurde.

Erkennen mitgelaufener Starter


Wenn ein Starter mitläuft, erreicht er durch das Übersetzungsverhältnis vom Motor (1:12!) sehr hohe Geschwindigkeiten.
Die Folge ist extreme Hitzeentwicklung, durch die einzelne Komponenten (zum Beispiel das Vorgelege) überhitzen und verschmoren.
Oft ist dies schon an beispielsweise gewellten und angesengten Klebefolien auf dem Startergehäuse zu erkennen.
Handelt es sich bei den Komponenten um Metallteile, sind Anlasserfarben zu sehen.
Das klassische Merkmal für einen mitgelaufenen Starter ist die Verfärbung der Welle und des Ritzels in Anlasserfarben.
Diese Färbung ist ein deutsches Zeichen für extreme Überhitzung durch Mitlaufen.
Auch angefräste beziehungsweise beschädigte Ritzelzähne deuten auf Fehlbedienung oder fehlerhafte Ansteuerung des Starters hin.
Ein weiterer aussagekräftiger Hinweis auf Mitlaufen und Blockieren eines Starters ist eine durch Überlastung abgeschmorte Verbindungsleitung.
Durch die oben bereits angesprochenen hohen Drehzahlen, die beim Mitlaufen des Starters erreicht werden, und die starke Hitzeentwicklung kann sich auch Lötzinn verflüssigen.
Dadurch lösen sich die Lötanschüsse am Kommutator.
Aufgrund der auf den Anker wirkenden Fliehkräfte können die Wicklungen gelockert oder der Kommutator ausgeschleudert werden.
Allerdings erst nach einem zerstörenden Öffnen des Magnetschalters ist eine stark verfärbte Isolierung der Wicklung innerhalb des Magnetschalters zu erkennen, die ein eindeutiger Nachweis für ein eindeutiger Nachweis für eine zu lange Ansteuerzeit des Magnetschalters über Klemme 50 ist.
Dies geschieht etwa aufgrund eines defekten Zündschlosses oder durch Fehlbedienung.
Ein mitgelaufener Starter kann hier die Folge sein.
Deshalb unbedingt die Ansteuerung des Magnetschalters (Zündschloss, Kabel, …) prüfen.

Ein nützlicher Experten - Tipp

Um ein Mitlaufen des Starters zu vermeiden, kann nahezu in jedes Fahrzeug ein Schließerrelais eingebaut werden.
Dieses unterbricht, sobald der Generator arbeitet, die Verbindung zwischen Klemme 50 des Zündschlosses und dem Starter.
Somit kann der Starter weder durch Fehlbedienung noch durch falsche oder zu lange Ansteuerung beschädigt werden

Bei Fragen können Sie uns anrufen unter 030-30837362 an.
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