Auf was sie beim Kauf eines Tv achten müssen

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Liebe Kunden,

in unserem letzten roten Faden hatte ich Ihnen versprochen, etwas näher auf die Begriffe einzugehen, die immer so bedeutungsschwanger bei LCD und Plasma-TV in der Gegend herum stehen. Häufig sind das nämlich technische Daten, die erst mal nur eine begrenzte Aussagekraft haben. Erinnern Sie sich noch an den Klirrfaktor? Nahezu jeder, der sich einen Verstärker gekauft hat, hat nach dem Klirrfaktor gefragt. Zu Hause war das dann so egal wie kalter Kaffee; wenn Mick Jagger seine „Angie“ besungen hat, kam es auf andere Dinge an. Natürlich macht es Sinn, auf diese Werte zu achten, aber wir möchten Ihnen gerne sagen, worauf es dabei ankommt. Unsere Frage lautet also heute



Größe
Die Größe eines Bildschirms wird für gewöhnlich in Zoll angegeben, und zwar für die Bilddiagonale. In Zentimeter lässt sicht das recht einfach umrechnen, nehmen Sie den Faktor 2,5 und schon sind Sie ungefähr da, wo sie hinwollen. Die kleinsten LCDs fangen  bei 23 Zoll, also ca. 58 cm an. Sie eignen sich hervorragend für kuschelige Schlafzimmer oder ähnliche Örtlichkeiten, an denen Fernsehen nicht unbedingt Ihre Hauptbeschäftigung ist. Man spricht hier auch vom Küchenfernseher. Für Ihr Wohnzimmer, wenn es sich nicht gerade in einem New Yorker Loft befindet, empfiehlt sich die Standardgröße von 32 Zoll. Für intensivere Erlebnisse in einem Heimkino, sollte Ihr Bildschirm allerdings größer sein.

 
Abstand
Worauf Sie bei der Auswahl der Größe also achten sollten, ist der Sichtabstand, der Ihnen zur Verfügung steht. Probieren Sie das ruhig mal für zehn Minuten, bevor Sie zugreifen, lassen Sie sich aber unbedingt verschiedene Geräte mit verschiedenen Auflösungen vorführen. Sie werden schnell merken, dass Sie bei höherer Auflösung weit näher an das Geschehen heranrücken können, als bisher.

 
Auflösung
Sie gibt die Anzahl der Punkte (Pixel) an, in die ein TV-Gerät das Bild zerlegt. Aus den 720 x 576 Punkten des alten PAL-Systems sind da inzwischen bis zu 1920 x 1080 geworden. Achten Sie dabei auf die Vorzüge der beiden Formate HD-Ready und Full-HD, damit Ihr neues Gerät auch in der Lage ist, all die vielen Punkte darzustellen. Unsere Empfehlung ist: je größer der Bildschirm ist, desto wichtiger ist Full-HD. Voraussetzung ist natürlich immer, dass das Bildmaterial auch in entsprechender Qualität geliefert wird und das geschieht bislang über HD-DVD, über die Blu-Ray-Disc und über die Sender, sofern diese in Full-HD ausstrahlen.

 
Helligkeit
Auch Spitzenweiß oder Leuchtstärke genannt, ist ein Wert, der besagt, wie hell ein Bild dargestellt werden kann. Sie wird in Candela pro Quadratmeter (cd/m2) gemessen. Gute LCDs fangen bei 500 (cd/m2) an, Plasmas bei 1000 (cd/m2). Zusammen mit dem Schwarzwert definiert er den

 
Kontrast
Er ist das Vodoo-Thema der Branche. Der Wert gibt das Verhältnis der dunkelsten zu den hellsten Bildpunkten an, hat aber nur eine zweifelhafte Aussagekraft, da es keine einheitliche Norm gibt. Jeder Hersteller misst nach seinen eigenen Kriterien, sodass Werte von 3000:1 bis 10000:1 zustande kommen. Wer viel misst, misst viel Mist, und was hier letztendlich zählt ist die subjektive Wahrnehmung. Ähnliches gilt für die

 
Anzahl der Farben
Werbewirksam ins Bild gesetzt, glaubt man natürlich: je mehr, je besser. Nun ja, seit den Impressionisten hat sich herumgesprochen, dass eine Wiese nicht einfach nur grün ist, sondern aus vielen verschiedenen Grüns besteht. Bei 500 Milliarden Farben, die etwa Plasma-Hersteller angeben, wird das leicht zu einer akademischen Zählübung, die Sie nicht mitmachen sollten. Was aber wichtig ist und worauf Sie achten sollten, ist die

 
Anzahl der Graustufen
Hört sich unspektakulär an, aber dans le Dünkel, c’est bon münkel, wie der Französe sagt. Je weniger Graustufen ein Display nämlich darstellen kann, desto mehr Details gehen bei dunklen Bildern verloren und da sich die spannendsten Szenen bekanntermaßen im Schummerigen abspielen, hat man schnell das Wichtigste verpasst, nur weil diese blöde Glotze nicht zwischen hell- und dunkelgrau unterschieden kann. Also fragen Sie nach den Graustufen, mit um die 1000 lässt sich schon was anfangen. Und dann gibt es da noch die

 
Reaktionszeit
Sie wird im Millisekunden angegeben und steht für den bekannten Nachzieheffekt. Wenn also bei Reaktionszeiten über 10 ms aus einem Tennisball ein Komet wird, ist die Reaktionszeit eindeutig zu groß und Sie sollten sich entweder eine andere Sportart aussuchen oder ein anderes Gerät. Die Messwerte sind dabei recht uneinheitlich und das Einzige, auf das Sie sich verlassen sollten, sind Ihre Augen.

 

Unser Fazit:
Begriffe sind abstrakte Größen, verlassen Sie sich lieber auf das, was Sie sehen. Sagen Sie Ihrem Verkäufer, wie groß Ihre Räumlichkeiten sind und welche Ansprüche Sie an ein Fernsehgerät haben und lassen Sie sich in aller Ruhe verschiedene Möglichkeiten vorführen. Achten Sie dabei auf die Anzahl der Graustufen und auf die Reaktionszeit, denn beides zusammen können nur gute Displays. Sinnvoll erscheint es uns, auch noch ein Auge auf den Stromverbrauch zu werfen; ist zwar kein Argument für die Qualität eines Gerätes, kann aber nicht schaden.

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