Auf diesen tragbaren Stereoanlagen kann man CDs, MDs und Kassetten abspielen

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Auf diesen tragbaren Stereoanlagen kann man CDs, MDs und Kassetten abspielen

Seitdem die ersten Kofferradios beim Picknick im Grünen für Unterhaltung gesorgt haben, hat sich viel getan. Dank der Entwicklung der Kassette, und später der CD, der MD und schließlich dem MP3-Format, kann längst jeder überall der eigenen Lieblingsmusik lauschen. Um die geliebte Musik mit anderen im Freien zu teilen, ist eine tragbare Stereoanlage nötig. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die unterschiedlichen mobilen Geräte, ihre Vor- und Nachteile und Empfehlungen, welches Gerät für Ihre Einsatzzwecke das Richtige ist.

Die Entwicklung tragbarer Stereoanlagen

Der Weg zum heutigen mobilen Lautsprecher mit Bluetooth-Funktion, der die Musik vom MP3-Player oder Smartphone kabellos empfängt und abspielt, beginnt vor rund 40 Jahren mit der Blütezeit des Radiorekorders.

Der Radiorekorder

In den 1970er-Jahren fand der Radiorekorder in den USA und Europa Verbreitung. Das tragbare Gerät mit Aufnahme- und Wiedergabefunktion für Kassetten und einem integrierten Radio durfte in keinem Zimmer eines Heranwachsenden fehlen. Der Besitz der eigenen tragbaren Stereoanlage verschaffte ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Im Park mit Freunden war die eigene Lieblingsmusik stets mit dabei. Bei eBay sind viele Radiorekorder aus dieser Zeit erhältlich, besonders Sammler finden viele beliebte Geräte vergangener Tage. Vom Prinzip hat sich die tragbare Stereoanlage seit den Anfängen nicht verändert, es sind jedoch einige weitere Abspielmöglichkeiten hinzugekommen. Radiorekorder sind auch mit zwei Kassettenfächern erhältlich. Musik kann so einfach und bequem von einer Kassette auf eine andere überspielt werden. Es handelt sich dabei dann jedoch um eine Kopie mit Verlusten, d. h., die Qualität des Originals kann nicht 1:1 dupliziert werden.

Das Kassettenradio mit CD-Player

Anfang der 1980er-Jahre wurde die CD (Compact Disc) von Sony und Philips eingeführt. Ziel der kompakten kleinen Scheibe sollte die Ablösung der größeren Schallplatte sein. Das Format wurde in späteren Jahren erweitert, sodass nicht mehr nur Musik darauf gespeichert werden kann. Als CD-ROM ist die Speicherung beliebiger Daten, so auch von MP3-Dateien, möglich. Anstelle von 100 Minuten Audio ist dadurch die Speicherung von 200 Liedern auf einer einzigen CD möglich. Mit einem im PC betriebenen CD-Brenner ist die Erstellung von verlustfreien Kopien möglich, die Qualität des Originals wird also 1:1 auf die Kopie übertragen.

Tragbare Stereoanlagen sind noch immer häufig mit einem integrierten CD-Player ausgestattet.

Der tragbare MD-Player

Die MiniDisc sollte eigentlich eine Konkurrenz zur CD darstellen. Kompaktere Ausmaße und die Möglichkeit, diese ohne Qualitätseinbußen selbst wieder bespielen zu können, sollten die gewichtigen Argumente sein. Gegen die weitverbreitete CD konnte sich die MD jedoch nicht durchsetzen. Grund dafür könnte unter anderem sein, dass diese nur als Trägermedium für Musik, nicht aber für beliebige digitale Daten verwendet werden konnte. Tragbare MD-Player wurden einige verkauft, die Geräte waren kleiner und praktischer als die tragbaren CD-Player. Als Komponente in einer tragbaren Stereoanlage ist ein MD-Player jedoch nicht anzutreffen.

Die tragbare Stereoanlage mit USB, SD-Kartenschacht und Bluetooth

Inzwischen stellt das MP3-Format den absoluten Standard zur Speicherung von Musik dar. Die Daten werden auf einem USB-Stick oder einer SD-Karte gespeichert und sind so einfach transportierbar. Moderne tragbare Stereoanlagen verzichten vollständig auf CD und Kassette. Der MP3-Player oder das Smartphone werden über Klinkenkabel oder Bluetooth verbunden – und fertig ist die Stereoanlage. Da keine weiteren Geräte mehr notwendig sind, handelt es sich bei modernen tragbaren Stereoanlagen häufig nur noch um Lautsprecher mit integrierten Anschlüssen. Die Verbindung mit der Musikquelle erfolgt über einen Docking-Port, einen SD-Kartenschacht, einen USB-Port, den AUX-Eingang, WLAN oder Bluetooth.

Kassette, CD, MD, USB-Stick, SD-Karte – die unterschiedlichen Audioquellen

Die Kassette (Compact Cassette)

Die gute alte Kassette ist ein Tonband, das zum Zwecke des einfachen und praktischen Umgangs in ein Gehäuse aus Kunststoff eingeschlossen ist. Es ist ein analoges Medium, die Daten werden elektromagnetisch auf dem Tonband abgespeichert. Philips hat die Kassette im Jahr 1963 eingeführt. Neben der Schallplatte und später der Audio-CD war die Kassette von den frühen 1970er- bis zu den späten 1990er-Jahren das beliebteste Audio-Medium. Die Qualität der Kassette wird von den digitalen Medien übertroffen. Heute ist es aufgrund der Robustheit noch ein beliebtes Medium in den Entwicklungsländern. Die digitalen Medien haben die Kassette in den Industrieländern hingegen weitgehend abgelöst.

Die Audio-CD

Die CD besteht aus einem Polykarbonat-Träger mit dünner aufgetragener Aluminiumschicht, ist 1,2 mm dick und hat einen Durchmesser von 8 cm (Single) bzw. 12 cm. Gedacht ist diese als Nachfolger der Schallplatte mit geringeren Ausmaßen und höherer Klangqualität.

Korrekterweise wird die Audio-CD als CD-DA bezeichnet. In der ursprünglichen Form enthält das Medium ausschließlich Audio-Daten, textuelle oder multimediale Zusatzinformationen werden nicht gespeichert. Erweiterungen des Standards wie Enhanced CD/CD-Plus, Mixed-Mode-CD, CD-Text, CD G oder CD MIDI wurden vorgenommen. Die Audiodaten werden auf der CD unkomprimiert gespeichert.

Die Musikindustrie übernahm die bekannten Vermarktungsstandards der Schallplattenindustrie. CDs werden als Alben oder Single angeboten. Auf einer Single-CD sind ein bis ungefähr vier Stücke abgespeichert. Eine Album-CD fasst maximal 80 Minuten.

Die Mini-Disc (MD)

Als die Mini-Disc (auch MiniDisc) 1992 von Sony auf den Markt gebracht wurde, galt sie als direktes Konkurrenzprodukt zur CD. Die Mini-Disc ist der CD in allen Belangen überlegen, konnte sich dennoch nie durchsetzen. Bei gleicher Kapazität ist die MiniDisc gegenüber der CD unempfindlicher und kleiner. Zusätzlich ist die MiniDisc wiederbeschreibbar, ein wichtiges Feature, welches lange vor Einführung der CD-Rewriteables gegeben war.

Heute werden kaum noch Geräte für die MiniDisc gebaut, die Technik gilt als überholt. Eine extrem gute Aufnahmequalität bietet Hi-MD, sodass dieses Format noch von einigen Hi-Fi-Enthusiasten geliebt wird.

Der USB-Stick

Der USB-Port ist die universelle Standard-Schnittstelle für Computer. Über diese Schnittstelle ist die Verbindung zwischen einem Notebook oder Desktop-PC und einem externen Gerät möglich, wie z. B. einem Drucker, einer Digitalkamera oder einer externen Festplatte. Der USB-Port ist auch an Autoradios und tragbaren Stereo-Anlagen zu finden, daran wird ein USB-Stick mit MP3-Dateien angeschlossen und betrieben. Beliebige Musikstücke sind auf diese Weise praktisch und einfach immer auf dem Stick, der an die unterschiedlichen Endgeräte angeschlossen wird. Bei der Auswahl des USB-Sticks ist gegebenenfalls darauf zu achten, dass die tragbare Stereo-Anlage die Speicherkapazität unterstützt.

Die SD-Karte

Die SD-Karte ist der am weitesten verbreitete Speicherkarten-Typ. Die sehr kompakten Ausmaße dieser briefmarkengroßen Karte haben ursächlich diesen Erfolg herbeigeführt. Während auf einer Audio-CD nur 700 MB abgespeichert werden, ist die SD-Karte je nach Modell mit 64 GB und sogar mehr erhältlich. So ist nicht nur ein einzelnes Album, sondern eine ganze Musiksammlung auf kleinstem Platz stets dabei. Aufgrund der enormen Mobilität sind SD-Karten-Schlitze seit einigen Jahren auch in tragbaren Stereoanlagen und Autoradios zu finden.

Komponenten einer tragbaren Stereoanlage

Radio-Empfangsteil

In fast jeder tragbaren Stereo-Anlage ist ein Radio-Empfangsteil integriert. Kurz-, Mittel- und Langwelle werden damit empfangen. Häufig wird die RDS-Technologie unterstützt, sodass die Anzeige von Titelinformationen u. a. möglich ist. Das Kofferradio war die erste tragbare Stereoanlage. Heutige MP3-Player und Smartphones integrieren häufig ein Radio, sodass die Funktion von der tragbaren Stereoanlage nicht mehr bereitgestellt werden muss.

Kassettentonbandgerät

Die Kassette ist das erste Medium, das die private Anfertigung von Kopien ermöglichte. Die Aufnahme von Radiosendungen und Liedern, die über das Radio gespielt wurden, war sehr weit verbreitet. In einer tragbaren Stereo-Anlage war die Integration von einem oder zwei Kassettentonbandgeräten lange Standard. Sind zwei Abspielgeräte verbaut, ist das Anfertigen einer 1:1-Kopie möglich. Moderne Geräte sind in der Lage, automatisch die Seite zu wechseln und z. B. zum nächsten Lied vorzuspulen.

Der CD-Player

Die CD hat die Kassette abgelöst, hat allerdings bereits ihre Hochphase hinter sich. Der CD-Brenner für den PC hat die Anfertigung von eigenen CDs mithilfe von CD-Rohlingen möglich gemacht. Die Wiedergabequalität ist sehr hoch und übertrifft die von Kassette und Schallplatte. Ein Problem der CD-Rohlinge ist die Empfindlichkeit gegen Kratzer und Beschädigungen von außen. Tragbare CD-Radio-Player sind bei eBay erhältlich.

Der MD-Player

Die MD konnte sich nie gegen die CD durchsetzen. Tragbare MD-Player zum Anschluss eines Kopfhörers werden verkauft, tragbare Stereoanlagen mit integriertem MD-Player sind so gut wie gar nicht gebaut worden.

Anschlüsse an einer modernen tragbaren Stereoanlage

Zahlreiche Anschlüsse erweitern die Einsatzmöglichkeiten einer tragbaren Stereoanlage. Die unterschiedlichen möglichen Anschlüsse werden im Folgenden kurz vorgestellt.

AUX-In

Verfügt die tragbare Stereoanlage über einen AUX-In-Anschluss, ist volle kabelgebundene Flexibilität gegeben. Über diesen Anschluss kann mithilfe eines 3,5-mm-Klinkensteckers jedes beliebige andere Musikabspielgerät über dessen Aux-Out (Kopfhörerausgang) angeschlossen werden. Ein tragbarer CD-Player, MD-Player, MP3-Player oder Walkman lassen sich über diese Schnittstelle verbinden und betreiben. Um sich die flexiblen Einsatzmöglichkeiten offenzuhalten, empfiehlt es sich, bei der Auswahl darauf zu achten, dass ein AUX-In-Anschluss vorhanden ist.

USB

Ist die tragbare Stereoanlage mit einem USB-Port ausgestattet, ist der Anschluss eines USB-Sticks oder ähnlichen Geräts möglich. Die gewünschten MP3-Tracks sind auf diese Weise bequem zwischen Computer und Stereoanlage transportierbar.

SD-Kartenschacht

Noch praktischer als die Verwendung eines USB-Sticks ist die SD-Karte. Diese ist noch kleiner und wird fast vollständig in den SD-Kartenschacht eingeschoben. Tragbare Stereoanlagen mit SD-Kartenschacht sind bei eBay erhältlich.

Bluetooth

Die Bluetooth-Technologie ermöglicht die kabellose Verbindung einer tragbaren Stereoanlage mit einem kompatiblen Gerät, z. B. einem MP3-Player oder Smartphone mit Bluetooth. Die Reichweite beträgt meist fünf bis zehn Meter, Sichtkontakt ist nicht notwendig.

Moderne tragbare Stereoanlagen bestehen meist nur noch aus Lautsprechern, einem Aux-In-Anschluss und einer Bluetooth- oder WLAN-Schnittstelle bzw. einem Docking-Port. Smartphone oder MP3-Player werden mit der Stereoanlage verbunden, Kassetten, CDs und MDs sind überflüssig.

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