Auf die Punze achten

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

"Silber, Feinsilber ist ein sehr weiches Material, und ist für den täglichen Gebrauch, wofür es ja auch gemacht wird, auch bei Bestecken zum Beispiel, zu weich.
Daher wird also Silber legiert, sagen wir.
Zum Beispiel 800er: Das sind 800 Teile feines Silber und 200 Teile davon meistens Kupfer, oder andere Zusätze, um das Material für die Verarbeitung härter zu machen.
925 oder auch Sterling-Silber ist eben entsprechend etwas hochwertiger legiert, da sind es eben dann 925 Teile Feinsilber und der Rest ist Zumengung."

Link zu einer eBay-Seite Entfernen
Laden Sie bis zu 3 weitere Fotos hinzu.
Link zu einer eBay-Seite

Schalen, Kannen, Becher aus dem Edelmetall haben einen Vorteil – sie können repariert werden, sind nicht so zerbrechlich wie Porzellan oder Glas.
Deshalb scheint das Angebot an gebrauchten Silberwaren auf Floh- und Antikmärkten oder einschlägigen Internetseiten schier unerschöpflich.
Doch Laien sollten vorsichtig sein: Da ist sogenanntes "Neusilber" oder auch Alpaka auf dem Markt, es sieht silbern aus, enthält aber nur Gemische aus Kupfer, Nickel und Zinn.
Wer sicher sein will, dass er sein Geld wirklich für Silber ausgibt, muss vor allem auf eines achten: "Bei einem Silbergegenstand muss eine Punze, also ein Stempel, vorhanden sein.
Und zwar in Deutschland 800 oder 925. Wenn Sie jetzt keinen Stempel finden, schon ein bisschen vorsichtig sein. Oder zum Beispiel bei Bestecken sehen Sie das sehr oft, 90 oder 100, das bedeutet, 90er oder 100er Auflage, das ist ein Versilberungsgrad.
Also es ist nicht echt Silber massiv, sondern ist ein Untermaterial, das kann also Bronze sein, Messing sein, oder ein unedles Metall, was mit einer Feinsilber-Oberfläche dann beschichtet wird.
" Auf Englisch heißt das dann "plated".
Alpacca ist kein Silber.
Alpacca ist eine Legierung aus Nickel (20%), Kupfer(55%) und Zink(25%), die der deutsche Chemiker Dr.Ernst August Geitner (1783-1852) im Jahr 1823
entwickelt hat.
Im Erscheinungsbild kommt es dem echten Silber sehr nahe, – enthält aber kein Silber. Wegen des hohen Silberpreises wurde dieses Material entwickelt, welches deutlich preiswerter herzustellen war, als man Silber kaufen konnte. Besonders für Besteck und Hotelwaren (Tabletts, Kannen, Aschenbecher, Etageren etc.) wurde und wird diese Legierung eingesetzt. Zunächst nannte man die Legierung wegen ihrer äußeren Ähnlichkeit zu Silber “Argentan”.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden