Auf die Fingerfertigkeit kommt es an: Mit diesen Lernkursen verbessern Sie Ihr Orgelspiel

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Auf die Fingerfertigkeit kommt es an: Mit diesen Lernkursen verbessern Sie Ihr Orgelspiel

In der Welt der Musik gibt es viele Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden und melodische Klänge zu erzeugen. Musik begleitet den Menschen schon seit seiner Existenz und ist eines der wichtigsten Bestandteile seines Lebens. Es dürfte eigentlich kaum einen Menschen geben, der keine Musik hört, sich nicht mit Musik beschäftigt oder nicht von ihr beeinflusst wird.

Von ganz besonderer Bedeutung sind ihre psychischen Auswirkungen. Wenn etwas die menschliche Seele entscheidend in positive Stimmungen versetzen kann, dann ist es die Musik. Sie hilft dabei, sich vom alltäglichen Stress zu erholen, abzuschalten und zu entspannen. Auf religiösen Gebieten ist die Musik ebenfalls sehr wichtig. So ist sie fester Bestandteil jeder religiösen Kultur. In den christlichen Religionen spielt vor allem ein Instrument eine große Rolle, das auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Wenn Sie an kirchlichen Gottesdiensten teilnehmen, werden Sie die Kirchenorgel aus der Familie der Aerophone kennen.

Dieser Ratgeber beschäftigt sich mit Orgeln und Lernkursen, die Ihnen dabei helfen, Ihr spielerisches Können auf jedweder Orgel, egal welcher Bauart, zu intensivieren.

Die Orgel gehört zu den ältesten Instrumenten der Geschichte und entwickelte sich bis zum Synthesizer

Die Orgel gehört zu der Familie der Tasteninstrumente. Diese Zuordnung verdankt sie ihrer typischen Klaviatur, wie man sie von herkömmlichen Klavieren kennt. Obwohl die Heimorgel als solche auf dem Markt weitestgehend von Keyboards verdrängt wurde, ist sie dennoch existent und relativ beliebt. Im religiösen Bereich bleibt die Kirchenorgel natürlich außer Konkurrenz. Was jedoch noch bis in die Siebzigerjahre die Heimorgel an Bedeutung im privaten Bereich des Musikschaffens verkörperte, wurde inzwischen von Keyboards und E-Pianos eingenommen. Im Grunde sind jedoch sogar die Keyboards und E-Pianos Orgeln. Denn sie stellen die Weiterentwicklung der Heimorgel dar, auf der sie in ihrem Funktionsumfang und in der Handhabung sowie in der Auswahl mehrerer verschiedener Sounds und Instrumente basieren.

Hydraulis - der Erfinder der Wasserorgel

Die Entwicklung der ersten Orgel liegt schon über ein Jahrtausend in der Vergangenheit. Mit der Hydraulis wurde bereits um 246 v. Chr. vom griechischen Techniker, Erfinder und Mathematiker Ktesibios in Alexandria das erste Instrument entwickelt, das einer Orgel gleich kam. Dabei handelte es sich um eine Wasserorgel, bei der Luft komprimiert wurde, um Töne zu erzeugen. Dieses Instrument war vor allem im antiken Rom sehr verbreitet. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich zahlreiche Varianten gebildet, von denen das noch heute bekannte und gängige Aerophon vor allem im Bereich der religiösen Musik zum Standard gehört.

Mit dem Strom kam die Elektro-Orgel

Mit der Entwicklung der Elektrizität wurden im Bereich der Musikinstrumente nach und nach elektronische Produkte entworfen, die mithilfe von Strom künstliche Töne erzeugen konnten. Aus diesen Möglichkeiten heraus entstand die elektronische Orgel als Pendant zur mit Pfeifen und Druckluft funktionierenden Kirchenorgel. Die Besonderheit der beliebten und in der Bevölkerung weit verbreiteten Heimorgel ist im Vergleich zum gewöhnlichen Klavier, dass die Töne nicht analog, sondern elektronisch erzeugt werden können. Das bietet dem Anwender meist die Wahl, zwischen mehreren instrumentalen Klängen zu alternieren. Hinzu kommen verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, die Ihnen durch zahlreiche Knöpfe, Hebel und Schalter gegeben sind, um den jeweiligen Klang zusätzlich zu beeinflussen. Pedale für die Bedienung mit den Füßen sorgen in der Regel für eine durchdringende Bassbegleitung. Viele der typischen Heimorgeln besitzen zwei, mitunter sogar drei Manuale - also zwei bis drei unabhängig voneinander spielbare Klaviaturen auf unterschiedlichen vertikalen Ebenen. Vor allem die Heimorgeln mit lediglich einem Manual können als direkte Vorläufer der heute gebräuchlichen Keyboards angesehen werden, die aufgrund der nahen Verwandtschaft selbst heute noch oft als Heimorgeln bezeichnet werden.

Um Ihr Orgelspiel mithilfe von Lernkursen zu verbessern, müssen Sie sich nicht auf Orgelschulen beschränken

Die nahe Verwandtschaft von Klavier, Orgel und Keyboard zueinander und die sehr ähnlichen Eigenschaften dieser Instrumente bewirken letztendlich den positiven Nebeneffekt, dass Sie sich bei Ihrer Suche nach adäquaten Lernkursen für Ihr Instrument nicht ausschließlich auf Lernkurse beschränken müssen, die sich lediglich mit der Orgel als Hauptinstrument beschäftigen. Was mit den Klavierschulen für das Erlernen des Klavierspiels von Vorteil ist, kann für Ihr Orgelspiel nicht nachteilig sein. Ebenso verhält es sich mit den Keyboardschulen. In diesem Fall ist die Nähe der Instrumente zueinander sogar noch deutlicher. Denn Keyboards besitzen ebenfalls die gleichen oder zumindest ähnliche erweiterte Funktionen wie Heimorgeln. Mit Kursen für das Keyboard können Sie demzufolge natürlich ebenso Ihr Spiel auf der Orgel sowie Ihr Verständnis für ein Instrument dieser Kategorie verbessern.

Zum Verständnis von Harmonielehre, Rhythmik und Notenlehre

Vor allem jedoch, wenn es um grundlegende musikalische Kenntnisse geht, die über den Bezug zu einem bestimmten Instrument hinausgehen, kann Ihnen ausnahmslos jeder musikalische Lernkurs dienlich sein. Denn die Harmonielehre, das Verständnis von Rhythmik und Geschwindigkeit sowie die Notenlehre gehören zum allgemeinen Musikverständnis und sind die Basis für Ihre persönliche Weiterentwicklung innerhalb der Musik, ganz egal, welches Instrument Sie spielen. Nichtsdestotrotz ist es jedoch ratsam, dass Sie sich auf Lernkurse beschränken, die sich mit Tasteninstrumenten wie der Orgel, dem Klavier oder dem Keyboard beschäftigen. Selbst wenn Sie als Kirchenmusiker durchstarten wollen, sind die besagten Kurse für Sie zumindest als Einstieg sehr hilfreich. Nachfolgend werden Ihnen einige Kurse für Orgeln vorgestellt, die Sie bei der Verbesserung Ihres Orgelspiels unterstützen können.

Mit speziellen Orgelschulen lernen Sie Ihr Instrument von Grund auf kennen und spielen

Die Orgelschulen gehören in den sehr speziellen Bereich der Lernkurse, die sich tatsächlich nur mit Ihrem Instrument befassen, also beispielsweise mit Ihrer Heimorgel. Der Vorteil bei diesen Lernkursen ist, dass Sie je nach Produkt bei einer Heimorgel mit mehreren Manualen durch Ihre Orgelschule im Verständnis und in der Handhabung Ihres Instruments unterstützt werden können.

Orgelbücher, Orgelnoten und Songbooks

Um Ihr Spiel nach Noten zu verbessern und die durch die Orgelschule erlernten Punkte umzusetzen und zu verinnerlichen, bieten Ihnen Orgelbücher eine Vielzahl von auf Ihr Instrument zugeschnittenen Musikstücken, mit denen Sie durch intensives Üben schon bald erste nennenswerte Erfolge erzielen können. Die beste Übung im Bereich der Musik ist immer noch das Spielen der Musik als solches. Die ganze Theorie wird Ihnen mit mangelnder Praxis schließlich wenig bringen. Darum ist es sehr empfehlenswert, dass Sie sich nicht nur auf Lernkurse beschränken, sondern begleitend Orgelnoten respektive Songbooks erwerben. Mit den in diesen Büchern abgedruckten Liedern können Sie sogleich in die Tat umsetzen, was Sie durch die Orgelschulen gelernt haben.

Die Orgelschule von Rolf Schweizer versorgt Sie mit allen wichtigen Informationen rund um das Orgelspiel

Der deutsche Komponist, Kantor und Kirchenmusikdirektor Rolf Schweizer schrieb zahlreiche sakrale Lieder sowie Orchester- und Chorwerke. Darüber hinaus verfasste er zudem eine aus zwei Bänden bestehende kleine Reihe über das Musizieren auf der Orgel. Die beiden Orgelschulen "Eine methodische Anleitung für Anfänger und Fortgeschrittene" machen genau das aus, was man von einer ausführlichen und hilfreichen Orgelschule erwartet. Diese Bücher führen Sie ohne Umleitungen auf direktem Weg in das Universum von Kirchen- und Heimorgeln. Insbesondere das Spielen auf mehreren Manualen sowie das Nutzen der Pedale wird in diesen gedruckten Werken zu einem der musikalischen Mittelpunkte gemacht, um Sie direkt und eindringlich an ein nahezu perfektes Bedienen Ihres Instrumentes heranzuführen. Dies geschieht in einem Lehrgang von insgesamt 30 auf beide Bände verteilten und methodisch angeordneten Lektionen. Hinzu kommen über 300 einzelne Übungen zur Vertiefung und Verfeinerung Ihres Könnens. Zahlreiche vollständige Kompositionen werden Ihnen zudem helfen, Ihre Fingerfertigkeit zu trainieren, um ein flüssiges Orgelspiel vollziehen zu können.

Behandelt werden insbesondere Themen wie das Spiel auf einem oder mehreren Manualen, das Pedalspiel mit den Füßen und die synchrone Zusammenführung dieser beiden musikalischen Möglichkeiten zu einem spielerischen und zweistimmigen Gesamtwerk. Des Weiteren werden Ihnen Tonleiter und Dreiklangstudien näher gebracht. Interpretationsfragen, Ornamentik und die Spielpraktiken eines Organisten runden das Gesamtkonzept von Rolf Schweizers Orgelschule in zwei Bänden ab.

Die Orgelschule von Ernst Kaller ist altbewährt und zielt vor allem auf fortgeschrittene Musiker ab

Die "Kaller-Orgelschule" des Organisten und Hochschullehrers Ernst Kaller wurde bereits im Jahr 1938 zum ersten Mal veröffentlicht. Zunächst werden Sie mit dem Pedalspiel beschäftigt, bevor es direkt mit den ersten Übungen für geübte Organisten losgeht. Wenn Sie über bereits recht gut ausgeprägte Fingerfertigkeiten verfügen, sind Sie mit dieser Orgelschule auf dem richtigen Weg, diese noch um ein Vielfaches zu verbessern. Denn die "Kaller-Orgelschule" konzentriert sich beinahe ausschließlich auf die Vervollkommnung des Zusammenspiels Ihrer Hände und Füße beim Musizieren auf einer Orgel mit mehreren Manualen, wie zum Beispiel auf einer Sakralorgel.

Wenn Sie das Orgelspiel betreffend noch in den Anfängerschuhen stecken, wird die Kaller-Orgelschule eventuell eine Nummer zu groß sein, denn in dieser Orgelschule werden die grundlegenden Elemente und technischen Eigenschaften einer Orgel nicht erklärt. Sie zielt vor allem darauf ab, Ihre Grundkenntnisse und Ihre Fingerfertigkeiten, insbesondere das Zusammenspiel der Hände auf mehreren Manualen synchron zum Pedalspiel, zu intensivieren. Mit dieser Orgelschule werden Sie also vom Fortgeschrittenen zum Profi. Die perfekte Kombination auf Ihrem Weg vom Anfänger zum Profi könnten Sie durch den gemeinsamen Erwerb der Orgelschule von Rolf Schweizer mit der von Ernst Kaller erhalten.

Die Orgelschule von Friedhelm Deis ist eine moderne Möglichkeit zum erfolgreichen Selbststudium

Im Jahr 1990 veröffentlichte Friedhelm Deis seine "Orgelschule" in drei Bänden. Diese hilfreichen gedruckten Begleiter auf Ihrem Weg zu einem versierten Organisten machen schon allein aufgrund ihres Äußeren und ihrer Verarbeitung einen guten Eindruck. Im Inneren bekommen Sie schließlich auch all was, was man sich als angehender Orgelspieler von einem Lernkurs wünscht. Eingegangen wird auf jedes Instrument, das nur im Entferntesten mit einer Orgel zu tun hat. So eignet sich diese Orgelschule für Instrumente wie Orgeln mit mehreren Manualen, Kirchenorgeln, elektronische Orgeln, das Harmonium, das Cembalo und so weiter. Vermittelt werden alle für das Orgelspiel notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse, während Sie gleichzeitig mit Ihrem Instrument vertraut gemacht werden, wobei großer Wert auf die genaue Bezeichnung der Fingersätze gelegt wird. Den ersten beiden Bänden liegt eine CD bei, die Ihnen bei Ihrem Selbststudium auf akustischer Ebene zusätzlich dienlich ist.

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