Auf das Format kommt es an: Die passenden Etiketten für A4-Drucker

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Auf das Format kommt es an: Die passenden Etiketten für A4-Drucker

Wie Sie die passenden Etiketten für Ihren A4-Drucker finden

Preise, Produktinformationen, Barcodes, QR-Codes, Warn- und Sicherheitshinweise und jede Menge anderer Informationen befinden sich auf Etiketten. Im Büro, im Gewerbebetrieb und Zuhause sind sie oftmals nützliche Organisationhelfer, ohne die man sich im Chaos befinden würde und viel Zeit für die Suche von bestimmten Schriftstücken und Gegenständen verschwenden würde. Ob Sie Ordnung in Ihre Ablage bringen wollen oder Etiketten für andere Einsatzzwecke benötigen, Sie können diese ganz einfach und bequem am Computer selbst erstellen und über Ihren A4-Drucker ausdrucken. Neben Ihrem A4-Drucker brauchen Sie dafür noch eine Software, die Ihnen den Etikettenentwurf ermöglicht, und natürlich die passenden Etiketten selbst. Welche Etiketten Sie für Ihren Zweck und Ihren A4-Drucker benutzen können, erfahren Sie im Folgenden. Vorab erhalten Sie aber zuerst Informationen über das A4-Format, das Standard von den meisten Kopierern, Tintenstrahl-, Laser- und Thermodruckern ist.

Das A4-Format als Standard für Drucker

Was die Papiergröße angelangt, folgen Drucker in der Regel nationalen Normen. So werden im deutschsprachigen Raum als Standardpapiergrößen fast ausschließlich DIN-Formate, die vom Deutschen Institut für Normung e.V. 1923 festgelegt wurden, verwendet. Die DIN 476 definiert die drei Standardpapierreihen A, B und C. Die A-Reihe umfasst Papiergrößen für Dokumente wie Briefe, Schreibhefte oder technische Zeichnungen. Papiergrößen der B-Reihe werden für Buchdrucke und der C-Reihe beispielsweise für Briefumschläge benutzt.
Seit 1975 sind diese ursprünglich deutschen Papierformate auch Bestandteil der ISO 216, also der internationalen Normung für Papiergrößen. Die ISO-Formate entsprechen dabei exakt den DIN-Formaten. Das ISO-A4-Format ist bei 95 Prozent der Weltbevölkerung im Einsatz. Ein paar Länder, die A4 nicht als Standardpapierformat verwenden, sind zum Beispiel die USA, Kanada und zum Teil Mexiko und England. Das Papierformat ISO A0 beziehungsweise DIN A0 oder kurz A0 ist mit einer Papierfläche von genau einem Quadratmeter definiert. Alle Papiergrößen der Reihe A haben ein Seitenverhältnis von Breite zu Höhe von 1 multipliziert mit dem Faktor 1,414 (Quadratwurzel aus 2) und werden durch Verdoppeln beziehungsweise Halbieren an einer Papierkante voneinander abgeleitet. Das heißt, dass A0 einmal gefaltet A1, zweimal gefaltet A2 usw. ergibt. Das A4-Format hat eine Abmessung von 21,0 Zentimetern Breite mal 29,7 Zentimetern Länge.
In Deutschland ist A4-Papier das gängigste Format in der Bürokommunikation und im offiziellen Schriftwechsel. Dementsprechend sind auch die meisten Aktenordner und Dokumentenmappen sowie Schnellhefter, Sichthüllen usw. auf das A-4-Hochformat abgestimmt. Ferner werden auch Dissertationen, Seminararbeiten und Tischvorlagen für Seminare etc. in dieser Papiergröße angefertigt. Konsequenterweise ist deshalb ebenfalls die Mehrzahl der heute privat und im Büro eingesetzten Standarddrucker, Kopierer und Faxgeräte auf das A4-Format ausgelegt. Dem haben sich auch Hersteller von Etiketten an A4 angepasst und bieten die Möglichkeit, viele verschiedene Etikettentypen auf A4-Bögen drucken zu können.

Was Etiketten sind und wozu sie verwendet werden können

Das Wort Etikett kommt aus dem Französischen und im spanischen Hofzeremoniell verstand man ursprünglich unter Etiketten ganz einfach Zettel mit Hinweisen. Auch im allgemeinen Sprachgebrauch sind Etiketten Hinweisschilder, die an ein Produkt oder dessen Verpackung geklebt oder geheftet werden. Dabei können auf einem Etikett Angaben verschiedenster Art aufgeführt werden. So kann es zum Beispiel mit Preisen, Artikelnummern, Größen und Barcodes eines Produkts oder mit allgemeinen Warn- und Sicherheitshinweisen und vielem mehr beschriftet werden. Heute benutzt man zum Teil die Wörter Label oder Aufkleber als Synonyme für Etiketten.
Etiketten gibt es in unterschiedlichen Arten, Formen, Größen und Materialien. Die Bandbreite reicht dabei von Etiketten zur Warenkennzeichnung, über Hinweisschilder und Versandaufkleber im gewerblichen Umfeld bis hin zu von in Büros und privat verwendeten Adressetiketten und Ordnerrücken. Für Markenprodukte sind Etiketten zudem auch Werbeträger und im Handel gibt es sogenannte Warensicherungsetiketten, die zur Diebstahlsicherung dienen. Das Einsatzgebiet von Etiketten ist enorm groß und vielfältig. So hat die richtige Etikettierung im gewerblichen Bereich eine elementare Funktion. Dort muss sie sowohl marketing-technischen Zielsetzungen als auch oftmals gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Im industriellen Sektor gibt es zur Erstellung von Etiketten sowie deren Druck und Anbringung verschiedene Verfahren.
Etiketten und Aufkleber sind aber auch in der Bürokommunikation und -organisation sowie im privaten Bereich sehr praktische Helfer, die Sie selbst erstellen können.

Für jeden Zweck geeignet: Bogen-Etiketten im A4-Format

Wenn Sie selbst Etiketten anfertigen möchten, dann können Sie das am einfachsten und bequemsten mit sogenannten Bogen-Etiketten. Wie der Name schon vermuten lässt, befinden sich Bogen-Etiketten auf einem Bogen. Für Ihren A4-Drucker brauchen Sie natürlich auch Bögen im A4-Format. Im Fachhandel und bei eBay finden Sie eine große Auswahl an unterschiedlichsten Bogenetiketten. Darunter sind auch hochspezialisierte Etikettentypen, die auf bestimmte Einsatzzwecke abgestimmt sind und nicht mit jedem A4-Drucker bedruckt werden können. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass es Etiketten gibt, die man nicht mit Tintenstrahldruckern bedrucken kann und auch andere, die nicht für Laserdrucker geeignet sind. Wiederum andere sind für Farblaserdrucker geeignet, aber nicht für Schwarz-Weiß-Laserdrucker usw. Ferner ist für einen dauerhaften Halt von Etiketten das gewählte Grundmaterial entscheidend. Deswegen sollte man sich vor dem Kauf genau überlegen, wozu die Etiketten eingesetzt werden und was für Materialeigenschaften sie erfüllen sollten.

Selbstklebende Etiketten für A4-Drucker

In der Regel sind Bogen-Etiketten selbstklebende Etiketten, die umgangssprachlich auch Haft-Etiketten oder Klebe-Etiketten genannt werden. Diese sind mit einem Kleber versehen, damit sie von alleine auf einem Produkt oder einer Oberfläche haften. Es gibt sie im Prinzip in zwei Varianten, nämlich als permanent haftend oder als wiederablösbar.
Haft-Etiketten sind normalerweise in drei Schichten aufgebaut. Die erste Schicht ist die bedruckbare Seite. Darunter befinden sich eine Klebe- und eine Silikonschicht. Haft-Etiketten werden nach dem Druck per Hand vom Etikettenbogen abgelöst und auf den dafür vorgesehenen Gegenstand geklebt. Die meisten Haft-Etiketten sind mit Kautschuk- oder Akrylat-Klebstoffen hergestellt. Für permanent klebende Etiketten wird ein Klebstoff eingesetzt, bei dem sich die Etiketten nur schwer wieder von dem beklebten Objekt abziehen lassen. Diese bieten sich überall dort an, wo man ein Etikett dauerhaft anbringen will. Spezialtypen von permanenten Haft-Etiketten sind Etiketten mit Tiefkühl-Klebern, die Minusgrade aushalten oder spezielle wasserresistentere Outdoor-Etiketten, die speziell für den Außenbereich entwickelt wurden, aber im Prinzip überall dort, wo mit Feuchtigkeit gearbeitet wird, eingesetzt werden.
Wiederablösbare Etiketten sind vor allem dann vorteilhaft, wenn man häufig wechselnde oder kurzfristige Beschriftungen vornehmen will und die Etiketten ohne lästiges Abkratzen und ohne Rückstände wieder entfernen möchte. Anschließend kann man diese beschrifteten Etiketten wieder erneut woanders aufkleben, wenn man dies möchte. Es gibt sie für A4-Drucker in verschiedenen Größen und Formen. Sie sind für unterschiedlichste glatte, trockene, unbeschädigte und staubfreie Oberflächen geeignet und bieten sich beispielsweise für Einmachgläser, vorübergehende Hinweisschilder, Namens-Etiketten für Veranstaltungen, Preisauszeichnungen, Ordnerrücken oder als wiederablösbare Adress-Etiketten an. Die Oberflächenmaterialen der Klebe-Etiketten können beispielsweise aus Papier, PVC, Polyprophylen, Polyethylen und Polyester sein. Auch die Materialauswahl hängt vom jeweiligen Einsatzgebiet und dessen speziellen Anforderungen ab.

Die passenden A4-Haft-Etiketten aus Papier

Im Büro und privat werden am häufigsten Papier-Etiketten auf A4-Bögen verwendet. Papier besteht hauptsächlich aus pflanzlichen Fasern. Papier-Etiketten können zunächst in holzhaltig und holzfrei (bzw. holzstofffrei) eingeteilt werden.

Der Vorteil von holzstofffreiem Papier ist, dass es weniger schnell vergilbt, fester und alterungsbeständiger ist als holzhaltiges. Zudem ist holzfreies Papier meist von höherer Qualität und sorgt für eine bessere Druckqualität. Deshalb wird es oftmals für den Etikettendruck gebraucht. Des Weiteren unterscheidet man zwischen gestrichenem und ungestrichenem Papier.

Gestrichenes Papier

Beim gestrichenen Papier ist die Oberfläche mit einem Bindemittelauftrag, dem sogenannten Strich, veredelt. Dadurch hat es für einen guten Etikettendruck eine stabilere, glattere und geschlossene Oberfläche. Der Bindemittelauftrag kann mattes, halbmattes, glänzendes und gussgestrichenes Papier hervorbringen. Die glatte Oberfläche sorgt für eine exzellente Bildqualität und Farbintensität eines Drucks.

Ungestrichenes Papier

Ungestrichenes Papier ist in der Regel Naturpapier, das vielen Ansprüchen genügt und mit der heutigen Druckertechnologie auch gute Druckergebnisse liefert.

Papier-Etiketten sind sehr beliebt, weil sie günstig sind, in vielen Formen, Farben und Papierstärken angeboten werden und auf fast jede beliebige Art beschriftet werden können, sei es per Hand mit einem Stift oder mit einem A4-Kopierer, Laser-, Tintenstrahl- sowie Thermotransferdrucker. Papier-Etiketten sind sehr vielseitig und im Innenbereich fast überall einsetzbar. Papier-Etiketten gibt es auf A4-Bögen zum Beispiel in Weiß, aber auch farbig, als Adressaufkleber, Ordnerrücken, Preisschilder, QR-Code-, CD- und DVD-Etiketten und als Vielzweck-Etiketten u.v.m. Ebenso sind sie als permanent klebende und wieder ablösbare Etiketten auf dem Markt. Auch nicht klebende Anhänge-Etiketten aus Karton können für Gegenstände, die nicht beklebt werden sollen, über einen A4-Bogen erstellt und ausgedruckt werden. Für den Außeneinsatz sind Papier-Etiketten allerdings nicht geeignet. Dafür stehen andere wetterfeste Etiketten zur Verfügung.

Besonders stabil sind Polyester-Etiketten auf A4-Bögen

Obwohl Polyester eigentlich ein Naturprodukt ist, versteht man heutzutage unter diesem Namen eher eine große Gruppe synthetischer Polymere, also Kunststoffe. Der Stoff Polyester (PET-Folie) ist das stabilste und festeste Kunststoffmaterial für Etiketten. Der Vorteil von PET-Etiketten ist, dass sie besonders temperaturbeständig und dimensionsstabil sind, das heißt, sie können bei Temperaturen von minus 60 Grad Celsius bis plus 150 Grad Celsius eingesetzt werden und sie schrumpfen und dehnen sich nicht. Bei Polyesteretiketten ist der chemische Widerstand gegen Wasser, Fette und Öle, Benzin und Alkohole sehr gut und gegen Laugen und Säuren gut. Außerdem sind Etiketten aus PET-Folien oftmals mit hochwertigen Beschichtungen wie mit UV-Beschichtungen, speziellem Dekor, besonderen Klebstoffen oder Laminierungen ausgestattet. Auch sie gibt es in vielen Größen und Formen sowohl in Weiß, als auch in Farbig und Transparent. Bei ihrem Kauf muss man jedoch darauf achten, dass bei dem gewünschten Etikettentyp der richtigen A4-Druckertyp ausgewählt wird.
Typische Anwendungen für Polyester-Etiketten sind zum Beispiel Typenschilder, Sicherheitsetiketten und wetterfeste Etiketten für den Outdoor-Bereich. Da die transparenten Versionen nach dem Aufkleben praktisch unsichtbar sind, eignen sie sich auch im Büro- und Privatbereich. Wenn man sie zum Beispiel auf einen nicht für einen Drucker geeigneten Briefumschlag klebt, sieht die Adresse trotzdem wie auf das Kuvert gedruckt aus.

Weitere Etikettenmaterialien für Ihren A4-Drucker

Weitere Materialien für Klebe-Etiketten sind PVC, Polyprophylen (PP), Polyethylen (PE). PVC-Etiketten eignen sich für Etiketten im Außenbereich, auf unebenen Flächen und wenn Wasser-, Öl- und Laugenbeständigkeit erforderlich ist. Für dieselben Anwendungen können auch Polyprophylen-Etiketten angewandt, die etwas steifer sind, oder Polyethylen-Etiketten, die auch recyclingfähig sind. Heute werden von den Folienetiketten PE-Etiketten am häufigsten verwendet.

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