Atilla der Hunne, Gerard Butler, Alice Krige,Single DVD

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Attila, der Hunne (DVD), - historisch 100% korrekt oder ... wen interessiert denn das

"Attila, der Hunne" ist unbestreitbar das beste, - dh. verglichen mit den Möglichkeiten, wie z.B. einem geringeren Budget usw., die hier ausgeschöpft wurden, was ich in den vergangenen Jahren gesehen habe.

Änlich wie bei den TV - Produktionen "Julius Caesar" oder "Napoleon", mit einem sehr, - von der Statur und charakterlich gesehen, überzeugenden Christian "Klavier" ;-), stören mich hier gewisse Un, - bzw. Halbwahrheiten, sowie künstlerische Freiheiten und die dramaturgische Geschichtsklitterung nicht im gerinsten.

Die Darsteller (z.B. Alice Krige - "Rache aus dem Reich der Toten", - bekannt geworden aber mehr durch ihre Rolle als "Borg - Queen" in diversen SF - Serien, - Gerard Butler - "Beowulf und Grendel", "300", Tim Curry - "Rocky Horror Picture Show") sind größtenteils sehr überzeugend. Darunter auch die Nebenrollen, wenn eben auch nicht alle sehr namenhaft.

Besonders die Schlachtszenen und gerade hier einige Details darin, - die Kriegsführung mit - dh. für Klischeevorstellung vom dümmlichen, ultra - brutalen Hunnen unüblicherweise - Belagerungsgerät usw., - einige Landschaftsaufnahmen und Dekorationsaustattungen sind gut bis überzeugend gewählt. Was will mann da noch weiter übertrieben großartig daran kritisieren.

Klar, war die geschichtliche Figur mit Sicherheit eher kleiner, untersetzter und wschl. auch unatraktiver. Über seine sprichwörtliche grobschlächtige Art und sein hässliches Aussehen ist ja genug nach zu lesen. Allerdings, - nicht zu vergessen, oft genug von der "kultivierteren" wie angeblich gebildeten Gegenseite geschrieben.

Und auch über die genauen Umstände seines Todes gibt es Anlass für wilde Spekulationen. Allerdings wird auch von Attila's Selbstbescheidenheit bei gleichzeitig, großzügiger Gastfreundlichkeit und dem hohen gesellschaftlichen Niveau der hunnischen, - genau wie später erst Recht der, oft ebenso verrufenen, mongolischen, Kultur berichtet.

Wenn sich immer und vollständig an die meißtens gerade noch halbwegs bekannten Fakten gehalten würde, bräuchten ja nur noch sterile Dokumentationen, - auch nicht fälschungssicher, gefilmt werden.

Nicht immer gleich zuviel erwarten oder hinein interpretieren, - einfach nur erstmal, möglichst entspannt und unvoreingenommen, gut unterhalten lassen und hinterher, bei geweckten Bedarf, die einschlägigen Quellen durchforsten.

Am stärksten, und wschl. auch schaurigsten, im Gedächtnis hängen bleiben wird hier diese Szene mit den wie Lämmern dastehenden, römischen Gefangenen, denen ein Hunne mal eben so nebenbei die Kehlen durchschneidet. Die Parallelen zu einer änlichen bei "der Pianist", - dh. wenn dieser Film auch zu einer völlig anderen Epoche spielt, aufkommen läßt.
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