Atari Lynx - Der Luchs im Taschenformat! 1 & 2

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Na das ist doch mal ein Weihnachtsgeschenk! Ich verspreche euch: ein Lynx von Atari lässt nicht nur bei
echten Retrogamern das Herz höher schlagen.

Der liebevoll gestaltete Handheld aus den späten Achtzigern überrascht durch seine Gestaltung und echte
technische Innovationen. Also: falls ich noch kein Geschenk gefunden habt, haltet nach diesem Prachtexemplar
Ausschau. Es lohnt sich.

Tragbare Videospiele in Farbe? Davon gab es im Jahr 1989 nicht viele.

Tatsächlich gab es sogar nur eine einzige mobile Konsole, die ihre Spiele in mehreren Farben darstellen konnte:
den Lynx von Atari!

Und das war noch nicht alles. Bei 4.096 Farben und 16 MHz Systemgeschwindigkeit war der Lynx eine der schnellsten
Handheldkonsolen, die es je gab! Die Optik des Lynx war seinerzeit ebenfalls einmalig.

Gerade das Original - der Lynx I - besticht durch sein kompromissloses Design.


Hintergrundbeleuchtung inklusive

Auch der in seiner Helligkeit einstellbare und hintergrundbeleuchtete Bildschirm war dem seiner Konkurrenten weit
voraus. Das Gehäuse war für Rechtshänder und Linkshänder gleichermaßen gestaltet. Mit einen Handgriff konnte
der 7,5 cm breite und 4,8 cm hohe Bildschirm "geflippt" werden, um das Steuerkreuz mit der anderen Hand bedienen
zu können.

Der Lynx ist für Rechts- und Linkshänder geeignet


Mehrspielerfähig

Wie viele Spieler ein Spiel unterstützte, hing dabei vom Spiel ab. Der ComLynx-Port des Lynx entsprach einer
seriellen Schnittstelle, die mit einer Kapazität von 300,5 Baud bis zu 62,5 Kilobaud betrieben wurde.

Strom bekam der MOS 65C02 Prozessor entweder von sechs 1,5 Volt Mignon-Batterien, oder dem Netzteil
(9 Volt / 1 Ampere). Mit einem Satz Batterien konnte der Lynx ungefähr 5 Stunden betrieben werden.
Auf der linken Seite des Gehäuses befand sich eine Klappe, hinter der eines von den ca. 100 verfügbaren
Spielmodulen eingesetzt werden konnte. Das Gehäuse ist solide verarbeitet, so dass man keine Angst haben muss,
filigrane Plastikteile zu strapazieren.

Durch seine leistungsfähige Grafik, einem 4-Kanal-Sound sowie dem schnellen Prozessor, war der Lynx in der Lage
selbst komplexe Spiele zu ermöglichen.



Konkurrent Game Boy

Natürlich wurde der Lynx (damals noch "Portable Colour Entertainment System" genannt) mit Nintendo's
Game Boy verglichen. Und obwohl der Game Boy einige Vorteile (Größe, Batterieverbrauch und ein riesiges
Spieleangebot) gegenüber dem Lynx hatte, war der Spielspass auf Atari's Luchs nicht zu überbieten.

Es gab vom Lynx zwei Modelle. Der hier abgebildete Lynx I wurde später durch den Lynx II ersetzt.          


In Stereo und Farbe

Der Lynx II unterschied sich in folgenden Punkten vom Lynx I:

    * Sein Gehäuse war kleiner, leichter und moderner gestaltet
    * Der Batterieverbrauch war geringer
    * Die Hintergrundbeleuchtung konnte abgeschaltet werden
    * Der Kopfhöreranschluss gab Stereosound wieder
    * Ein Power-LED wurde hinzugefügt


Sein Vorgänger hatte allerdings einen etwas lauteren Lautsprecher als das Nachfolgemodell. Alle anderen Merkmale
(Bildschirmgröße, Steuerfunktionen, Spielmodule) waren bei beiden Modellen identisch.
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