Arctic Accelero S2 - Die passive Kunst des Kühlens

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Vor mehr als einem Jahr kaufte ich mir eine Zotac Geforce 9600GT PCI-E, um meine alte Radeon X800 Pro AGP abzulösen. Zudem muss ich bemerken, dass mein Socket 775 Mainboard, ein ASRock 775Dual-VSTA beides unterstützt, sowohl AGP, als auch PCI-Express. Dies ist eher selten der Fall.
Mit der Grafikkarte war und bin ich sehr zufrieden für die Leistung, die zum Preis des Kaufzeitpunktes geboten wurde.

Nun aber nach einem Jahr bemerkte ich ein klackerndes Geräusch im Rechner und vermutete die Festplatte. Es handelte sich aber um den Grafikkartenlüfter, dessen Lager sich verabschiedet hatte. Deswegen weigerte sich der Lüfter anzulaufen und hatte mit einem erhöhten Widerstand zu kämpfen. Da die Grafikkarte auch im Leerlauf schon einigermaßen heiß geworden war, entschied ich mich kurzerhand diese auszubauen und übergangsweise eine alte Geforce MX 440 AGP als Lösung zu verwenden.

Nun stand aber die Frage offen, was nun geschehen sollte. Da ich nicht das Debakel einer Garantieabwicklung für einen Lüfter auf mich nehmen wollte, beschloss ich bei Google.de nach einem neuen Kühlsystem zu suchen und stieß schnell auf den Arctic Accelero S2. Viele berichteten in Foren von guten Kühlergebnissen des S2 im Zusammenhang mit meinem Grafikkartenmodell. Also beschloss ich mir diesen als Ersatz zu kaufen.

Bei Ebay fand ich ein unschlagbares Angebot für 9,90€ (Versand inkl.), lediglich die 9600GT war als kompatibles Grafikkartenmodell nicht mit angegeben. Auf der Homepage von Arctic aber fand ich eine weit größere Kompatiblitätsliste. Wie es den Anschein hatte, passte der Accelero S2 zufällig und durch seine Flexibilität bei der Anbringung an viele genormte Grafikkartenmodelle, die neuer waren als der Kühler selbst. Deswegen konnte man die Liste bei Arctic wahrscheinlich getrost erweitern. Dies ist aber nur Vermutung.

Nachdem der Kauf abgeschlossen und der Kühler angekommen war, machte ich mich an die Montage, welche sich schon als knifflig herrausstellte. Wenn man die mitgelieferte Anleitung jedoch genauestens befolgt, kann man so gut wie nichts falsch machen. Lediglich die Abstandshalter zwischen Kühler und dem Prozessor der Grafikkarte musste ich selbstständig platzieren, da in der Kompatiblitätsliste der Anleitung keine Geforce 9600GT vermerkt war. Dies klappte aber ohne weitere Probleme. Nachdem ich die kleinen Kühlkörperchen für die Ramchips befestigt und den Kühler mit Clipsen und Schrauben montiert hatte, wagte ich die ersten Tests.

Und was soll man dazu noch sagen? Selbst wenn ich mitten nach einer halben Stunde Testspiel mit der Tastenkombination ALT+TAB schnell das Spiel (Fallout 3) verließ und in das Fenster eines sehr zuverlässigen Temperaturmessprogramms wechselte, kam der Prozessor der Grafikkarte nie über  48°C. Im Leerlaufmodus pendelt sich die Temperatur ganz schnell wieder auf 37-40°C ein. Nur zum Vergleich : Mit dem Standardkühler von Zotac waren im Leerlauf minimal 50°C und im Spiel 60°C möglich! Und das bei laufendem aktiven Lüfter.

Ich kann den Kühler jedem empfehlen, der eine einigermaßen ausreichende Gehäusebelüftung hat und auf eine lautlose aber doch effiziente Kühllösung zu einem fairen Preis für seine Grafikkarte setzen will. Außer bei Ebay wird der Kühler im freien Handel oft mit bis 20€ gehandelt. Aber selbst das wäre er wert. Spätere Grafikkartenmodelle werden wohl heißer werden als meine 9600GT, weiteres dazu lässt sich bestimmt auch Google entnehmen.

Nun noch ein Paar Details zu meinem System und den Rahmenbedingungen des Tests :

-Gehäuse Miditower mit LC-Power 550W Netzteil (120mm Silentlüfter horizontal)
-Mainboard ASRock 775Dual-VSTA
-Prozessor Intel Core 2 Duo E4500 (von 2,2GHz auf 2,86GHz übertaktet)
-Prozessor-Kühler Arctic Freezer 7 Pro
-2 x Team 1024MB DDR2 PC800 RAM CL5
-Hitachi Deskstar 500 GB S-ATA II 7200UP/M
-CD Brenner von Sony, DVD Brenner von LG, beide IDE
-PCI Firewire- und Soundkarte
-Gehäuselüfter in der Mitte des linken Gehäusedeckels (nicht auf Grafikkarte gerichtet, bläst nach außen)
-Umgebungstemperatur ca. 25°C
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