Apple TV oder Android TV – Media Streamer im Vergleich

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Apple TV oder Android TV – Media Streamer im Vergleich

Das Ansehen von Videos auf dem heimischem Fernseher ist eine tolle Möglichkeit zur Entspannung. Viele Anwender nutzen auch ihr Notebook, um darauf Filme anzusehen. Das mag unterwegs zwar eine gute Alternative zum Fernseher sein, doch zu Hause möchte man dann doch lieber den großen Bildschirm genießen. Um Filme, die auf dem Notebook oder dem PC gespeichert sind, auf dem Fernseher ansehen zu können, müssen die Computer zunächst mit dem Fernseher verbunden werden. Bei Notebooks ist dies meist unproblematisch möglich, da man die Geräte nah an den Fernseher stellen und so das notwendige Kabel anschließen kann. Der Desktop-PC lässt sich jedoch nicht ohne Weiteres neben dem Fernseher platzieren, zumindest dann nicht, wenn er dort nicht eh schon steht.

Falls Sie dennoch nicht darauf verzichten möchten, Videos, die auf Ihrem PC oder Notebook gespeichert sind, auf Ihrem Fernseher zu genießen, so sollten Sie die Möglichkeit des Streamings in Betracht ziehen. Hierbei werden die Video- oder Audiodaten direkt von Ihrem PC oder Notebook mit einem Streaming Player an den Fernseher geschickt. 

Noch bequemer geht das Ganze jedoch mit sogenannten Media-Streamern. Diese übernehmen alle notwendigen Konfigurationen für Sie und bieten Ihnen anschließend eine übersichtliche Bedienoberfläche, mit der Sie die Wiedergabe von Videos oder Musik auf Knopfdruck starten können.

Dieser Ratgeber sagt Ihnen, wie Sie das Streaming in Ihren eigenen vier Wänden realisieren können. Zudem erfahren Sie, worin sich die bekanntesten Media-Streamer unterscheiden.

Was ist überhaupt Streaming?

Das Wort „Streaming" (aus dem Englischen übersetzt bedeutet es "strömen" oder "fließen") findet sich häufig im Zusammenhang mit Multimedia-Netzwerken oder bei der Übertragung von Videos und Filmen im Internet. Als „Streaming" wird also die Übertragung von Audio- und/oder Videodaten über ein Netzwerk bezeichnet. Dabei erfolgt die Wiedergabe der Daten noch während der Übertragung.

Was benötige ich zum Streaming?

Für das Streaming benötigen Sie zunächst ein Heimnetzwerk. Dabei ist es egal, ob Sie dieses drahtlos über kabelgebunden einrichten. Bedenken Sie jedoch, dass es bei einem langsamen WLAN-Netzwerk zu Störungen beim Streaming kommen kann. Diese führen dann zu einer Unterbrechung bei der Wiedergabe und zu kurzen Aussetzen bei Ton und Bild.

Zusätzlich zum bestehenden Netzwerk benötigen Sie einen Server, der als Sender fungiert, und einen Empfänger. Der Server schickt dabei die Datenpakete an den Empfänger, auch als Client bezeichnet. Oft kommt als Server der heimische Desktop-PC zum Einsatz, doch einige Anwender verwenden auch den Router als Server. Wenn Sie nicht Ihren PC und auch nicht Ihren Router als Server verwenden möchten, können Sie einen sogenannten Media-Streamer erwerben. Hierbei handelt es sich um ein kleines Peripherie-Gerät, das den Datentransfer zwischen Server und Client ermöglicht. Einige Modelle benötigen auch keinen separaten Server, sondern können direkt als ein solcher in das Netzwerk eingebunden werden.

Die Vorteile des Streamings

Ein wesentlicher Vorteil des Streamings ist die Tatsache, dass Sie Musik, Bilder und Videos zentral auf einem PC oder einem Media-Streamer sichern können und bei Bedarf von überall in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus abrufen können. Es ist dabei nicht nötig, die Dateien zunächst auf einen USB-Stick zu kopieren oder gar auf eine CD zu brennen. Besonders in Haushalten, in denen mehrere Personen leben, ist das Streaming eine tolle Möglichkeit, die Daten für alle zugänglich zu verwalten. So können die Kinder in ihrem Zimmer Musik hören, während es sich die Eltern zusammen auf der Couch vor dem Fernseher gemütlich machen und einen Film ansehen.

Wie richte ich das Streaming ein und was gibt es dabei zu beachten?

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die am meisten verbreiteten Verbindungsmöglichkeiten.

Streaming per Kabel

Bei dieser Variante werden alle für das Streaming notwendigen Komponenten per Ethernetkabel miteinander verbunden. Diese Lösung ist also relativ aufwendig, da Sie zunächst die gesamten Kabel quer durch das Haus verlegen müssen. Zudem kann es relativ schwierig sein, alle Kabel so zu verlegen, dass diese nicht mehr zu sehen sind. Allerdings bietet Ihnen die Kabellösung den Vorteil, dass sie besonders flotte Datenübertragungen ermöglicht. Mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde werden auch große Videos schnell übertragen, und das Risiko von Unterbrechungen bei der Wiedergabe wird gesenkt.

Streaming per WLAN

Lästige Kabel müssen Sie hier nicht verlegen, wenn Sie das Streaming per WLAN realisieren möchten. Hier reicht es, den Server und den Client in das WLAN-Netzwerk einzubinden und so miteinander zu vernetzen. Bei einem reinen WLAN-Netzwerk ist die Übertragungsgeschwindigkeit unter Umständen jedoch zu gering für ein reibungsloses Streaming. Hier kann es zu gelegentlichen Aussetzern bei der Wiedergabe kommen. Allerdings haben Sie die Möglichkeit, das WLAN-Netzwerk mit einem kabelgebundenen Netzwerk zu kombinieren, um den Datendurchsatz zu erhöhen.

Möchten Sie das Streaming per WLAN umsetzen, so sollten Sie den 802.11g-Standard verwenden. Dieser kann bis zu 54 MBit pro Sekunde übertragen, was auch für Videos in PAL-Auflösung durchaus ausreicht.

Die Media-Streamer unter der Lupe

Lesen Sie im Folgenden, welche Media-Streamer sich im Alltag bereits besonders bewährt haben und welche Funktionen und Vorteile diese Geräte für Sie zu bieten haben.

Die Apple-TV-Box

Bei der Apple-TV-Box handelt es sich um eine sehr bekannte Set-Top-Box von Apple. Das kleine, viereckige Gerät wird direkt an Ihrem Fernseher oder Bildschirm angeschlossen. Aufgrund ihrer kompakten Abmessungen ist die Apple-TV-Box sehr platzsparend zu verstauen und fällt optisch kaum auf. So misst das Gerät lediglich 23 x 98 x 98 mm und wiegt nicht einmal 300 Gramm. Die Rechenleistung übernimmt ein Single-Core-A5-Prozessor, der für eine flotte Performance sorgt.

Die Apple-TV-Box wird per HDMI-Kabel mit dem Fernseher oder einem externen Bildschirm verbunden. Da die Apple-TV-Box nicht mit einer eigenen Festplatte ausgestattet ist, bezieht sie die Daten über ein bestehendes Netzwerk. Ausgestattet mit einer Ethernetbuchse und einem integrierten WLAN-Adapter kann die Box sowohl per Kabel als auch kabellos mit einem Netzwerk verbunden werden.

Möchten Sie die Apple-TV-Box als Media-Streamer verwenden, so müssen Sie auf Ihrem PC oder Notebook zunächst die Software iTunes installieren. Diese dient als Anlaufstelle für die Apple-TV-Box. Alle Inhalte, die Sie in iTunes einpflegen, können Sie anschließend über die Apple-TV-Box auf Ihrem Fernseher oder Monitor wiedergeben. Wenn Sie Apple TV günstig kaufen möchten, sollten Sie sich auf Jeden Fall bei eBay umsehen! 

Google Chromecast

Bei diesem Gerät handelt es sich um einen Streaming-Stick, der auf Android-Basis arbeitet. Der Stick wird dabei, ähnlich wie ein USB-Stick, in Ihren Fernseher oder Bildschirm eingesteckt. Dazu benötigen Sie lediglich einen freien HDMI-Anschluss. Einige Applikationen sind bereits für den Streaming-Stick optimiert worden, sodass Sie mit dem Stick beispielsweise auf Youtube oder anderen Portalen surfen können.

Seine wahre Stärke spielt der Stick jedoch erst beim Streaming aus. Per Drag and Drop können Sie auf der Festplatte gespeicherte Videos ohne weitere Programme direkt in den Browser ziehen und damit an den Streaming-Stick übertragen. Der Stick unterstützt die Formate AVI, MOK und MKV und ist damit besonders flexibel einsetzbar. Bei eBay können Sie den Chromecast kaufen und ganz einfach nach Hause bestellen. 

Der Fantec-Media-Player

Bei diesem Gerät handelt es sich um einen funktionalen Media-Player, der auch das Streaming unterstützt. Anders als die Apple-TV-Box und der Google Chromecast-Stick fällt der Fantec-Media-Player etwas größer aus. Optisch überzeugt das Gerät aber auf ganzer Linie. Dank der abgerundeten Ecken und der schwarzen Farbe sieht der Player richtig gut aus und lässt sich mühelos mit jeder Wohneinrichtung kombinieren.

Ausgestattet mit einem Netzwerkanschluss ermöglicht der Fantec-Media-Player das Streamen von Filmen, Bildern und Musik. Das Gute daran: Das Streaming funktioniert plattformunabhängig. Mit Hilfe spezieller Applikationen können Sie sogar von Ihrem Smartphone aus streamen.

Die Android-TV-Box

Auf den ersten Blick wirkt diese Box klein und unscheinbar. Klein ist das Gerät tatsächlich, denn mit seinen Abmessungen von 153 x 35 x 110 mm benötigt es nicht sonderlich viel Platz, um aufgestellt werden zu können. Allerdings vereint dieser Media-Streamer viele nützliche Funktionen, die einen echten Gewinn darstellen. Der Player ist mit dem Android-Betriebssystem ausgestattet und eignet sich damit nicht nur zum Ansehen von Filmen, sondern auch zum Surfen im Internet oder zum Abrufen und Verschicken von E-Mails.

Die Android-TV-Box kann mit jedem Fernseher oder PC-Bildschirm verwendet werden. Die Verbindung erfolgt per HDMI- oder VGA-Kabel.

Wenn Sie die Streamingfunktion der Android-TV-Box nutzen möchten, können Sie die Box per WLAN oder LAN in Ihr Heimnetzwerk einbinden. Beim Streaming unterstützt die Box alle gängigen Audio- und Videoformate. Hierzu gehören unter anderem AVI, MKV, TS oder MP3. Per USB-Anschluss können Sie eine externe Festplatte oder einen USB-Stick direkt an die Box anschließen. Darauf gespeicherte Fotos und Videos lassen sich über den integrierten Dateimanager per Knopfdruck starten und auf dem Fernseher oder Bildschirm wiedergeben.

Apple TV, Android TV oder was?

Für welchen Media-Streamer Sie sich letztendlich entscheiden, hängt nicht zuletzt von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Die Apple-TV-Box ist vor allem dann zu empfehlen, wenn Sie schon weitere Apple-Geräte nutzen. Diese lassen sich mit sehr wenig Aufwand per Apple-TV-Box miteinander verbinden und so als Server nutzen. Da die iTunes-Software auf jedem iPad, iPhone oder Macbook installiert ist, werden die Geräte sofort von der Apple-TV-Box erkannt. Die Konfiguration ist auch für unerfahrene Anwender absolut problemlos zu bewältigen.

Dass die Apple-TV-Box jedoch keinen eigenen Speicher hat und auch keine externe Festplatte mit dem Gerät verbunden werden kann, ist ein echter Nachteil.

Hier sollten Sie sich den Gefallen tun und lieber zu einem Android basierten Media-Streamer greifen. Diese Geräte fallen zwar meist etwas größer aus, bieten dafür aber auch mehr Anschluss- und Konfigurationsmöglichkeiten und können damit für mächtig viel Unterhaltung im heimischen Wohnzimmer sorgen.

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