Antike Nähmaschinen und Zubehör für Liebhaber und Sammler

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Antike Nähmaschinen und Zubehör für Liebhaber und Sammler

Der folgende Ratgeber informiert Sie über antike Nähmaschinen und ihre Zubehörteile. So erfahren Sie mehr über die Verwendungsweise von Nähmaschinen, die Funktionsweise oder die verschiedenen Typen von Nähmaschinen. Ihnen wird genau erklärt, welche Maschine sich für welche Arbeit am besten eignet. Die Geschichte der Nähmaschine soll Sie über die antiken Modelle genauer informieren, sodass Sie die passenden Zubehörteile leichter und sicherer finden.

Allgemeine Informationen zur Nähmaschine helfen Ihnen, ein Liebhaberstück zu finden

Die Nähmaschine ist seit jeher ein beliebtes Gerät, denn mit der Anschaffung einer eigenen Nähmaschine war es den Menschen bereits in vergangenen Zeiten möglich, auf mechanischem Wege feste und haltbare Nähte herzustellen und somit kostengünstig eigene Kleidung zu produzieren. Während Kleidungsstücke zuvor mühsam von Hand vernäht werden mussten, war nun durch die Erfindung der Nähmaschine die Arbeit um einiges erleichtert. Die rasche technische Entwicklung machte jedoch auch vor der Nähmaschine nicht halt. Nicht nur die Handhabung der Maschine wurde mit der Zeit verbessert, auch ihre Funktionen wurden vervielfältigt und der fortschreitenden Entwicklung angepasst.

Bei eBay erhalten Sie jedoch auch noch viele antike Nähmaschinen bekannter Marken, sei es mit Koffer, Tisch oder Unterschrank, die vor allem unter Sammlern besonders begehrt sind. Unabhängig davon, ob Sie nun eine alte oder neue Maschine zum Arbeiten suchen oder ob Sie lediglich eine als Sammlerobjekt erwerben möchten, wichtig ist, dass man die Maschine kennt. Deshalb sollten Sie sich mit den verschiedenen Modellen von Nähmaschinen, aber auch mit deren Funktionsweise näher auseinandersetzen, bevor Sie sich für eine bestimmte Nähmaschine entscheiden.

Die Funktionsweise einer Nähmaschine verstehen, um eine perfekte Maschine zu finden

Um mehrere Stoffe miteinander fest zu verbinden, werden mehrere Fäden durch die Nähmaschine miteinander verknüpft. Dabei wird der sogenannte obere Faden mit der Nadel durch das Gewebe des Stoffs gestoßen. Im unteren Teil der Nähmaschine befindet sich der sogenannte Greifer. Dieser greift nach dem Durchstich der Nadel durch den Stoff auf einen Teil des Oberfadens zu. Der Oberfaden muss dem Greifer allerdings zuvor zugänglich gemacht werden mittels des Schlingenhubs. Der Schlingenhub bezeichnet die Nadelbewegung, die nach dem unteren Punkt der Nadel in Richtung des Ausstichs erfolgt und so den Faden von der Nadel löst. Es folgt eine Verschlingung des oberen Fadens mit dem unteren. Das geschieht entweder durch ein Hindurchführen des Spulenfadenwickels zwischen der Fadenschlinge und der Nadel, wobei der Spulenfaden abgewickelt wird, oder durch das Umführen der Fadenschlinge um den Spulenwickel.

Je nach Art der Maschine ändert sich auch ihre Funktionsweise. So arbeitet die Doppelsteppstichmaschine anders als die Kettenstichmaschine. Bei ihr wird anstelle des Spulenwickels der nächste Nadelstich dazu verwendet, um die Verschlingung zu erzielen. Bei dieser Stichart wird allerdings die Nadelfadenschlinge mit Hilfe des Greiferfadens verkettet. Der Faden des Greifers wird selbst durch den nächsten Einstich der Nadel verkettet, damit eine Doppelverkettung hergestellt wird. Hierbei muss die Nadel aber ganz präzise in das sogenannte Fadendreieck stechen. Auch bei der Überwendlichmaschine ist die Funktionsweise eine andere. Diese Nähmaschine hat meist zwei Greifer, die beide fadenführend sein können. Die Verkettung der verschiedenen Fäden durch diese Maschine geschieht auf der Oberseite des Stoffes, den man bearbeitet.

Die verschiedenen Typen von Nähmaschinen geben Aufschluss über Sammlerstücke

Die Flachbettnähmaschine - eine Grundform der Nähmaschine

Die Grundform der Nähmaschine ist die Flachbettnähmaschine. Sie ist rechtsständig und führt die einfachsten Arbeiten aus. Für andere und speziellere Arbeiten wurden andere Nähmaschinen wie die Sockelnähmaschine, die Flachbett-, die Freiarm-, die Säulen- oder die Blocknähmaschine entwickelt.
Bei den normalen Flachbettnähmaschinen bilden der Tisch und der Unterbau, auf dem die Nähmaschine steht, eine einheitliche Ebene. Dabei ist der Unterfaden im Tisch eingelassen. Diese Nähmaschinen werden meist komplett mit dem dazugehörigen Tisch verkauft. Gerade in früheren Zeiten hat man sich gerne solche Nähmaschinen zugelegt, denn sie erleichterten nicht nur die Arbeit beim Herstellen und Reparieren von Kleidung, sondern dienten auch als Schmuck- und Repräsentationsobjekt im Haus. Deshalb sind viele antike Nähmaschinen, die bei eBay zu kaufen sind, aufwendig verziert, etwa mit Ornamenten oder Beschlägen. Bei eBay finden Sie zudem auch Modelle aus Gusseisen der Marken Pfaff oder Singer sowie beliebte Maschinen der Firma Haid & Neu.

Die Freiarmnähmaschinen - zum Nähen von engen und runden Dingen

Auch die Freiarmnähmaschinen wurden aufwendig gearbeitet. Sie sind wie die Flachbettnähmaschinen mit einem Unterbau und oft auch einem Tisch ausgestattet. Bei dieser Maschine kommt seitlich aus dem Antriebssockel der Nähmaschinenarm heraus, der mindestens zehn Zentimeter über der Platte des Tisches liegt. In diesem Arm ist der Unterfaden der Maschine enthalten. Während die Flachbettnähmaschinen vor allem dazu geeignet sind, flache Stoffe wie Bekleidung, Wäsche oder Planen zu nähen, können mit Freiarmnähmaschinen auch enge oder runde Dinge genäht werden. Aber auch Halsbänder oder Geschirre lassen sich mit einer Freiarmnähmaschine gut bearbeiten.

Die Säulennähmaschine - besonders für Taschen und Schuhe

Anders verhält es sich bei der Säulennähmaschine. Ihre Bezeichnung hat diese Maschine durch die auf der Grundplatte enthaltenen Säule. Aufgrund ihres besonderen Baus wird sie nur für die Herstellung oder die Reparatur von Taschen oder Schuhen verwendet, da mit Hilfe der Säule Stoffe und Gewebe besonders vorgeformt werden können und somit beim Nähen leichter zu handhaben sind. Diese Nähmaschinen erhalten Sie in den unterschiedlichsten Ausformungen und Größen bei eBay. Vor allem in Hinblick auf die Säulengröße gibt es Unterschiede.

Die Block-Nähmaschine - für das Versäubern von Schnittkanten

Eine weitere besondere Form der Nähmaschine ist die Block-Nähmaschine, die vor allem für das Versäubern von Schnittkanten verwendet wird. Sie wird gern von sogenannten Vielnähern angeschafft, da sie einige Arbeiten erleichtert und schneller von der Hand gehen lässt.

Die Geschichte der Nähmaschine ist spannend und klärt Sammler und Liebhaber auf

Die Nähmaschine kann auf eine lange Zeit der Entwicklung zurückblicken. Bevor die Zeit der Nähmaschinen angebrochen war, benutzten die Menschen die Gräten der Fische zum Nähen und die Knochen der Tiere als Nadeln, um damit Stoffe zu bearbeiten. Erst spät setzte die Entwicklung der Nadeln und Maschinen ein. Im 14. Jahrhundert wurden Nadeln aus Eisen zum ersten Mal hergestellt und blieben über viele Jahrhunderte hinweg das wichtigste Werkzeug bei der Herstellung von Kleidern. So nähte man noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Hand. Da dieses Handwerk sehr mühsam war, war die Arbeit des Schneiders ein hoch angesehener Beruf. Die Damen der gehobenen Gesellschaft investierten in vergangenen Zeiten viel Geld in ihre Kleider.

1790 wurde die erste funktionierende Nähmaschine gebaut

In der Mitte des 18. Jahrhunderts beschäftigte man sich erstmals damit, die Nähnadel nicht mit der Hand, sondern durch eine Maschine bewegen zu können. Erste Experimente zur Herstellung einer Naht aus mechanischer Kraft machte der Deutsche Charles Frederick Wiesenthal im Jahr 1755. Er wollte mit einer zweispitzigen Nadel die Nähbewegung von einer Maschine ausführen lassen. All seine Experimente liefen jedoch ins Leere. Die erste Nähmaschine, die tatsächlich arbeitsfähig war, wurde von dem Engländer Thomas Saint im Jahr 1790 gebaut. Seine Maschine war vollkommen aus Holz gefertigt und mit einer sogenannten Gabelnadel ausgestattet. Auch einen Vorstecher und eine Hakennadel hatte diese erste Maschine, doch konnte man damit nur den bekannten Kettenstich nähen. In Deutschland konstruierte man erst um 1800 die erste Kettenstichmaschine, die zum ersten Mal voll automatisch eine Nadel führen konnte, um somit Stoffe zu verarbeiten. Im Unterschied zu englischen Maschinen waren die ersten deutschen Nähmaschinen mit einem Stachelradtransport ausgestattet. Damit wurde der benähte Stoff schrittweise und fortlaufend - wie von selbst - über die Maschine gezogen.

1830 entstand das erste Nähmaschinenfabrikat der Welt

Das erste Nähmaschinenfabrikat der Welt stammte von dem Franzosen Barthelemy Thimonnier aus dem Jahr 1830. Von diesen Maschinen gingen gleich mehrere Serien in Produktion. Auch der Kufsteiner Joseph Madersperger arbeitete zur gleichen Zeit an der Herstellung von Nähmaschinen. Er stattete sie mit einer zweispitzigen Nadel und einem Öhr in der Mitte aus. Die Leistung von Madersperger liegt aber in der Erfindung einer schiffchenähnlichen Einrichtung, mit deren Hilfe man den sogenannten Doppelstich erzeugen konnte.
Im Jahr 1846 baute man die ersten Nähmaschinen für die industrielle Herstellung von Stoffen und Kleidern. Der Amerikaner Elias Howe baute eine Maschine, welche die Arbeit von bis zu sechs Näherinnen erledigen konnte. Seine Maschinen wurden sogar patentiert. Gleichzeitig arbeitete auch der Amerikaner Isaac Merritt Singer an einer Nähmaschine. Singer gründete im Jahr 1891 die Firma Singer & Co., welche die ersten Nähmaschinen fabrikfertig herstellte. Alte Singer-Maschinen sind heute noch heißbegehrte Sammlerstücke, genauso wie auch die Maschinen von Junker Ruh. Zu beiden finden Sie zahlreiche Objekte bei eBay. Aufgrund ihres hohen Alters sind sie allerdings sehr sensibel und man muss einen entsprechend hohen Preis für sie zahlen, denn oft werden sie als reine Liebhaberstücke angeboten.

Aber auch andere, mittlerweile antike Nähmaschinen bekannter Hersteller sind sehr beliebt, sowohl bei Nähern als auch bei Sammlern. Besondere Beispiele dafür sind die Maschinen von Bernina und Veritas. Bernina-Maschinen sind allerdings um einiges jünger. Sie wurden erst in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts hergestellt und erfüllen demnach einen deutlich höheren Standard als die Maschinen aus dem neunzehnten Jahrhundert. Neben Veritas waren noch Clemens Müller, Stoewer, die Pfaff AG oder Vesta beliebte deutsche Hersteller.

Nähnadeln, Spulen & Co - Über hilfreiches Zubehör für antike Nähmaschinen Bescheid wissen

Das wohl wichtigste Zubehörteil für antike Nähmaschinen sind die Nähnadeln. Sie sind ebenso spezifisch wie die dazugehörigen Maschinen. Je nach Art der Maschine kann auch eine Nähnadel anders aufgebaut sein und bestimmte Eigenschaften ausweisen. Achten Sie bei dem Kauf von Nähmaschinennadeln für Ihre Nähmaschine darauf, dass beide Produkte vom selben Hersteller stammen. Dies ist ein sicherer Beweis dafür, dass die Nadeln für die Maschine passen und beides miteinander kompatibel ist. Bei eBay finden Sie Pfaff-Nadeln, Singer-Nadeln und viele andere - auch antike - Nähnadeln.
Aber auch Spulen sind wichtige Zubehörteile für eine Nähmaschine. Diese haben meist den Unterfaden um sich gewickelt und müssen in eine Maschine eingelegt werden. Aber da der Platz für diese Spulen bei jedem Fabrikat anders ist, muss auch eine Spule speziell auf eine bestimmte Nähmaschine zugeschnitten sein. Auch hier ist die Angabe des Herstellers ein sicherer Hinweis darauf, dass Spule und Maschine zueinander passen. Im Angebot bei eBay finden Sie etwa Veritas-Spulen, Singer-Spulen oder Pfaff-Spulen. Zum Nähen benötigt man obendrein auch Qualitätsgarn. Dies ist wichtig, da nicht jedes Garn zu jeder Nadel passt, denn je nach Ösengröße unterscheiden sich die Dicken der Garne. Sie sollten die Garne jedoch nicht nur in Bezug auf die Nadel auswählen, sondern auch in Hinblick auf die zu bearbeitenden Stoffe. Auch hier gilt: Nicht jedes Garn passt zu jedem Stoff.

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