Anno 1701

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Mehr als 100 Grafiker, Programmierer, Musiker, Tester und andere Spiele-Profis waren mit der Produktion des dritten Teils der Anno-Serie beschäftigt.
Anno 1701 startet mit einer Rekord-Auflage: 450 000 Exemplare in Deutschland, weltweit rund eine Million.

Die beiden Vorgänger brachten es zusammen auf 4,5 Millionen verkaufte Titel. Und weil Anno 1503 und Anno 1602 so erfolgreich waren, unterscheidet sich der Nachfolger auch nicht grundsätzlich. Das Spielprinzip bleibt, das heißt, der Spieler macht sich mit einem Schiff auf die Reise, besiedelt erst eine Insel, dann weitere und entwickelt so schließlich eine ganze Zivilisation.

Dennoch gibt es viel zu entdecken im neuen Anno. Die Grafik ist erstmals dreidimensional und auch detaillierter. Macht der Spieler seinen Job als Gestalter gut, tanzen in den Straßen seiner virtuellen Städte glückliche Menschen. Kinder laufen lachend umher, und Liebespaare turteln miteinander. Läuft es schlecht, verschmutzen die Straßen, es kommt zu Prügeleien und Demonstrationen. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass die Bewohner abwandern und die Stadt schrumpft.

Das Spiel enthält mit "Annopedia" ein Online-Lexikon. Außerdem gibt es vier Spielszenarien für Anfänger.

Auf die Wünsche der Spieler geht auch eine neue Funktion im Mehrspieler-Modus zurück. Die Geheimdiplomatie ermöglicht es, Gegenspielern Saboteure in ihre Städte zu setzen. Die lockern dann zum Beispiel die Schrauben an den Rädern der Marktkarren und unterbrechen so den Warenfluss. Man kann aber auch einen Rhetoriker schicken, der die Werktätigen durch aufrührerische Reden vom Arbeiten abhält. Und Taschendiebe sorgen in den Gassen für schlechte Laune.

Dass die Anno-Titel sich von vielen anderen Computerspielen deutlich unterscheiden, zeigt sich auch am hohen Frauenanteil in der Anno-Spieler-Gemeinde. Er liegt bei 35 Prozent - üblich sind 5 Prozent. Das Spiel ist sehr friedlich. Es gebe unter den Anno-Spielern zum Beispiel die Kategorie der "Schönbauer". Sie wollen einfach in Ruhe eine Stadt aufbauen und dann dem Gewusel zusehen. Diesem Bedürfnis trägt Anno 1701 durch den neuen Spielwiesen-Modus Rechnung. Hier darf der Spieler ungestört und ohne Geldnot Gebäude in die Landschaft setzen.

Neu im Spiel ist auch die Königin, die den Spieler mit einem Schiff ausstattet und auf Reisen schickt. Sie gewährt als Starthilfe auch ein Darlehen. Später fordert sie dann Tribut. Den zahlt man, oder man strebt die Unabhängigkeit an. Diese erlangt man durch weitere Zahlungen oder aber durch Krieg.

Wer die Unabhängigkeit will, muss auch einen Leuchtturm bauen - eines der neuen Bauwerke in Anno 1701. Zu den Novitäten gehören auch eine Oper und ein Schauspielhaus. Die Palette der Waren wurde ebenfalls vergrößert. Künftig werden zum Beispiel auch Pralinen und Parfüm hergestellt und gehandelt. Darüber hinaus besitzen Computergegner mehr Charaktereigenschaften.

Außerdem sei die Automatisierung der Handelrouten einfacher geworden. Das Micro-Management ist jetzt einfacher. Man kann sich um die großen Dinge kümmern. Die neue Grafik macht das Spiel zudem übersichtlicher. Doch auch wenn der Einstieg einfacher geworden ist - das Spiel insgesamt ist sehr anspruchsvoll.
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