Anker, Ankerhemmung

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Der Anker vermutlich wegen seiner Ähnlichkeit mit einem Schiffsanker so genannt – ist derjenige Teil der Ankerhemmung, der das Hemmungsrad mit der Unruhwelle verbindet. Er empfängt den Antrieb vom Hemmungsrad und gibt ihn an die Unruh weiter; gleichzeitig unterbricht er den Ablauf des Hemmungsrades und Räderwerkes in den Ablauf des Hemmungsrades und Räderwerkes in von der Unruh vorgegebenen, regelmäßigen Zeitabständen, durch welche die exakte Zeitmessung entsteht.
Im Laufe der Zeit wurde eine Vielzahl von Ankerformen und Varianten der Ankerhemmung entwickelt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen ruhender Ankerhemmung ( bei welcher Anker und Unruh ständig im Eingriff miteinander stehen ) und freier Ankerhemmung ( bei der Unruh nach dem Impuls durch die Ankergabel frei schwingen kann ). Die erste Form der Ankerhemmung, um 1680 von – William Clement für Großuhren entwickelt, war noch eine rückführende Hemmung. Nach der Erfindung  des Zugwinkels an den Ankerplatten durch- Georges Auguste Leschot, der die Funktion erheblich verbesserte und sicherer machte, verdrängte die moderne Ankerhemmung bei tragbaren Uhren seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts alle anderen Hemmungen zunehmend; lediglich die – Chronometerhemmung wurde in geringem Umfang bei Taschen- und Marinechronometern noch beibehalten. Bei mechanischen Armbanduhren wurde und wird ausschließlich die Ankerhemmung verwendet. Es gibt drei unterschiedliche Bauarten der modernen Ankerhemmung.
1) Die englische, bei der Anker-, Hemmungsgrad- und Unruhwelle im rechten Winkel zueinander angeordnet sind und das Hemmungsrad spitze Zähne hat.
2) Die Schweitzer Ankerhemmung, bei der die genanten drei Wellen in einer geraden Linie
( lignedroite ) angeordnet sind und das Hemmungsrad Kolbenzähne besitzt.
3) Bei der Stiftankerhemmung hat entweder das Hemmungsrad anstelle der Zähne rechtwinklig abstehende Stifte, in welche die Ankerplatten eingreifen, oder ab ( z.B. bei der – Roskopf-Hemmung) der Anker trägt zwei Stifte, die in die Ankerradzähne eingreifen. Die Stiftankerhemmung ist für Präzisionsuhren nicht geeignet. Sie wurde für Armbanduhren nur selten verwendet

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