Angelschnur Die Verbindung zwischen Angler und Fisch

Aufrufe 2 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Angelschnur

Der Angler kann ohne Rute, ohne Rolle, ja sogar wie beim Pöddern ohne Haken angeln aber es geht nicht ohne Schnur.

Ich möchte hier mal einiges über dieses wichtige Utensil sagen.

Da dieser Ratgeber gerade jetzt entsteht werde ich einiges vergessen haben.

Liebe Freunde es wird weitergeschrieben. Wenn auch hier noch nicht alles steht, wie bei den anderen von mir veröffentlichten Ratgebern, auch dieses wird ein Fortsetzungsroman.

In einiger Zeit steht dann hier alles was über Angelschnur zu sagen ist.

Jetzt geht es zunächst ganz bescheiden los.

Grundsätzliches:

Die verwendeten Schnure.

1 Monofile Schnur

2 Geflochtene Schnur

3 Stahlschnur in bis zu 49 fädig

4 Vorfachschur

5 Fliegenschnur

6 Fluorocarbonscnüre

Wer eine gute Schnur haben möchte, dafür wenig Geld ausgeben will dem sei die 1007 angeraten.

Eine Monofile Angelschnur,. grau ,wie meist unser norddeutscher Himmel. Mit fast weltweitem Einsatz und Erfolg.In Stärken von 0,20 bis 0,50 zu haben.

Immer dort richtig wo die Entfernung von Angler zu Fisch nicht weiter ist wie 50 m.

Die Schnur also die Entwicklung der monofilen, also einfädigen Schnur soll in Deutschland begonnen haben.

Die neueste Schnur dieser Art die Fuorocarbonschnur ist von unseren japanischen Freunden entwickelt worden. Diese Schnur wurde zum Fang der scharfsichtigen Thunfische erdacht. Sie hat einen ähnlichen Lichtbrechungswinkel wie Wasser. Daher ist sie für den Fisch faktisch nicht sichtbar. Was zu besseren Fangergebnissen führt.

Vom Autoren in der ersten Zeit, etwa ab 1990 als Vorfachspitze beim Fliegenfischen mit guten Erfolgen erprobt. Später dann in " Feldversuchen" beim Stippen. Ein Versuch der bis heute vom Autoren nicht gemacht wurde, als Ersatz für Stahl beim Fang von Raubfischen. Auch hier wird von guten Ergebnissen berichtet. 

1. Monofile Schnüre 

Vorteile der monofilen Schnüre: Geringer Durchmesser gegenüber allen bis zum Beginn der Markteiführung verfügbaren Schnüre. Leichte Knotbarkeit, grosser Widerstand gegen Abrieb. Einen Daumenwert für die Tragkraft mag ich hier nicht sagen, die Werte sind zu unterschiedlich. In den englisch sprechenden Ländern wird die Schnur nach Tragkraft gehandelt. Mir gefällt die Durchmesser Bezeichnung besser. Wer eine Schnur von 6 Pfund Tragkraft kauft, weiss nicht die Menge der Schnur die er auf seiner Rolle hat. Wer eine 0,30 Schnur verwendet kann genau die Länge seiner Schnur wissen.  

Die ersten Monofilen Schnüre ermöglichten den Beginn eines echten Spinnangelns. Die bis dahin verwendeten Pfeffer und Salz Schnüre liefen schlechter durch die Ringe, weite Würfe waren damit kaum möglich.Die Dehnungsfähigkeit die eine fehlerhafte Bremseinstellung oft "verzeiht". Die Knotenfestigkeit, jedenfalls bei richtig gebundenen und sauber zu gezogenen Knoten besteht.

Nun traf die Erfindung der monofilen Schnur in etwa mit der Erfindung der Stationärrolle zusammen. Dadurch war es auch besser möglich sie als Hauptschnur zu verwenden.Die Monofile. Schnur neigt ja zu einer Sperrigkeit. Sie will sich also gerade machen. Da "springt" sie von der Rolle, dahin wo der Angler seinen Köder möchte..

 

Die Verwendung der monofilen Schnur als Vorfach, wie bei Aalschnüren kam dazu.  

 

Nachteile derselben

Scheinbar grosse Dehnung : ca 3bis 10%, gegenüber den geflochtenen Schnüren."Gedächnis" eine verdrallte Schnur ist kaum zu entwirren. Empfindlichkeit bei falscher Lagerung und Überdehnung. Trotzdem muss jede Schnur mitgenommen werden. Bitte liebe Freunde, ein Stück von 1 Meter Länge kann schon eine tödliche Gefahr für alle möglichen Tiere werden. Ich neige dazu, wenn ich Schur in der freien Natur sehe, diese an mich zu nehmen und zu entsorgen. Da fand ich einmal eine grosse Menge monofiler Schnur am Elbeseiten Kanal. Ich bücke mich also um diese an mich zu nehmen. Da zerbröselt mir das alles zwischen den Fingern. Das muss in 1985 gewesen sein. Der Kanal ist in den 70er Jahren gebaut. Aus der Zeit dürfte auch die Teer Decke über den Ufersteinen sein. Da hatte sich also doch das Material der Schnur in wenigen Jahren zersetzt.

Die Firma Waku schreibt hierzu in einem Prospekt:

Das Material, Perlon, Nylon, Dederon, so die Handelsnamen des Polyamids, wurde 1939 für Dy Pond auf den Markt gebracht.

Durch verspinnen,   und zusetzen von Farb und anderen Zusätzen  sowie durch strecken und erwärmen werden die erwünschten Eigenschaften erreicht. Abriebfestigkeit, verringerung des Memory effekts. Auch  die Geschmeidigkeit und die Sensibilität werden bei der weiteren Bearbeitung positiv verändert. 

Ende des Zitats

 

 Geflochtene Schnure:

Heute faktisch nur noch aus Dyneema Material in rund geflochten oder flach geflochten.

Vorteil: Enorme Tragkraft. Geringe Dehnung, bei grossen Entfernungen zwischen Angler und Fisch.Lange Lebensdauer weil recht robust gegen UV Licht. Der geringe Durchmesser ermöglicht mehr Schnur auf der Rolle. Tragkraft:  Durchmesser ist meist Tragkraft o14= 14 Kg als Daumenwert. Mal auf die Schnurverpackung schauen. Eignet sich sehr gut für Multirollen.

Nachteil : Häufig überschätzte Abriebfähigkeit, erheblich verringerte Tragkraft bei falschen Knoten. Geringe Dehnung, die keinen Fehler bei der Bremsenstellung verzeiht. Die Bremsen der damit bespulten Rollen werden leicht überlastet.  Die Unempfindlichkeit gegen UV Licht macht es zu einer grossen Gefahr in der Natur.

Waku schreibt dazu in einem Prospekt:

Gebräuchlich ist die Bezeichnung Dyneema, das ist der geschüzte Name einer niederländischen Firma.Die Royal DSM N.V. vertreibt unter dem Namen Polyethylen, UHMWPE: (ULTRA HighMolecular Weight Polyethylen) Das Materieal wird  geflochten, gedrillt, gezwirnt, geschweisst, geklebt  oder gedreht und oder ummantelt.

Weitere Namen sind Spectra, Trivar, Polystone-M.

Durch eine Vielzahl an Behandlungen werden die vorhandenen Eigenschaften verstärkt oder verändert.

Ende des Zitats.        

3 Stahlschnur

Wird nur zur Herstellung von Stahlvorfächern verwendet. Ist manchmal, wie die 49 fädige weicher als Monofil. Ich habe ein einziges Mal diese Schnur zum angeln aufgespult. Für einen freundlichen Herrn aus Chile, der die Schnur, damals gab es weder Dyneema noch Kevlar Schnur, in einem tiefen Bergsee zum Schleppen einsetzen wollte.

Tragkraft der Stahlschnur 0,18 10,3 Kg

4 Vorfachschnur

Hier ist wiederum die Unterscheidung zwischen Monofil und geflochten zu machen.

Hier, wenn nicht hier, toben sich die ganzen Möglichkeiten der Schnüre aus.

Abriebfestigkeiten, Sinkfähigkeiten, ggf Weichheit, geringe Sichtbarkeit.

5 Fliegenschnur

Der erste Eindruck ist der einer Wäscheleine. Aber es ist beim Fliegenfischen ja das wesentliche Teil. Auf die Schnur kommt es an ob die Fliege dort landet wo der Angler sie haben will. Die Tragkraft ist bei dieser Schnur eine lässliche Grösse. Die Form und das Gewicht ist entscheidend.Der Köder, die Fliege wird ja an der Spitze des Fliegenvorfaches präsentiert. Die Fliegenschnur muss sich gut werfen lassen, sie muss also leicht durch die Ringe gleiten. Das gilt natürlich für alle als Abgelschnur verwendeten Schnüre. hier aber in besonderer Weise.

Es gibt Fliegenschnüre in allen erdenklichen Farben. Wobei die in den letzten Jahren auf den Markt gekommenen klaren Schnüre sich als am wenigsten fischscheuchend erwiesen haben.

Wir unterscheiden WF= Keulenschnur Gewicht vorn

                             DT= Zweispitzen Schnur

                            F= Schwimmend

                            S= Sinkend

 Gewichte zwischen 2 und 15 Wobei 2 Dünn ist und 15 sehr kräftig

Die Bezeichnung einer für die Nordheide gebräuchlichen Fliegenschnur wäre WF 5 F.

Das ist eine Keulenschnur der 5 er Klasse schwimmend.        

Die 2 er Klasse wird angeraten zum angeln mit Mini Entenbürzelfliegen zu Äschenfang.

Die 15 er ist die Big Game Ausgabe eventuell für kleine Marline. Wobei sich bei mir die Frage aufwirft ob es denn noch Fliegenfischen ist was man da macht.

6 Fluorocarbonschnur.

Das wichtigste vorweg. Auch in diesem Jahr habe ich den Test mit den Hechtzähnen nicht gemacht. Dh ich werde weiterhin sagen müssen Diese Schnur soll unempfindlich gegen Hechtzähne sein.

Meine erste Kenntnis über diese Schnur war in ca 1990. Beim Fliegenfischen als Vorfachspitze. Der Erfolg war beängstigend gut. Bis dann mir im zeitigen März ein guter Fisch das Vorfach kappte.

Danach wurde ich vorsichtiger aber die Fische wollten einfach nicht, auch bei dickerer Schnur sich zurückhalten.

Bis zu kleinen Lachsen habe ich alle Salmoniden damit gefangen.

Der nächste Versuch war dann beim stippen. Das Ergebnis war identisch. Zu der Zeit hatten wir ein Stippen am Fleet angesetzt. Kein Angler fing. Nicht gerade nachgelaufen sind mir die Fische, aber ich fing. Neben mir sass ein ganz verträumter. Dann endlich hatte er einen Hänger und seine Angel riss ab.

Nun konnte ich ganz unauffällig ihn zum Versuchsangler machen. Er bekam ein Fluorrocarbon Schnur Vorfach und Supermaden an den Haken. Da fingen wir zu zweit. 

Die in der Vergangenheit verwendeten geflochtenen Schleppschnüre zum Grossfischangeln sind kaum noch gebräuchlich. Daher werde ich auch nicht darauf eingehen.

Was vorher gesagt ist, Stahlschnüre sind im Grunde auch Vörfachschnüre.

Die besonders im aktuellen Karpfenangeln eingesetzten Schnurarten bleiben hier auch ohne Erwähnung.

   

Petri Heil

wünscht

1000 Angeln

Alte Salzstrasse 2

29549 Bad Bevensen

www.1000-angeln.de

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden