Analoge Kabel-TV Boxen für einen guten Empfang

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Analoge Kabel-TV Boxen für einen guten Empfang

Das analoge Fernsehen ist bald Geschichte. Das digitale Fernsehen wird seit mehreren Jahren stark ausgebaut und ist schon jetzt in den meisten Haushalten vertreten. Dies betrifft im Besonderen das sogenannte Kabelfernsehen. Der Empfang des alten analogen Fernsehens per Satellit ist heutzutage gar nicht mehr möglich. Beim Kabelfernsehen werden die Bild- und Tonsignale – die Rundfunkprogramme – über ein Breitbandkabel in die Haushalte übertragen.

Der Empfang des digitalen Kabelfernsehsignals ist allerdings von dem jeweiligen Fernsehanbieter und der Verfügbarkeit eines digitalen Kabelanschlusses abhängig. Sollte etwa kein Kabelanschluss im Haus vorhanden sein, können Sie diesen nachrüsten lassen. Verantwortlich für die Versorgung mit Kabelfernsehen sind in Deutschland mehrere große Netzanbieter: Kabel Deutschland, Unitymedia, Kabel BW und Tele Columbus.

Verfügen Sie noch über einen analogen Anschluss, sollten Sie dies schnell ändern lassen. Die digitale Fernsehübertragung bietet gegenüber der alten analogen Signalübertragung nur Vorteile. Unabhängig davon, ob sie ein analoges oder digitales Signal empfangen – eine Set-Top-Box für den Fernsehempfang bietet Ihnen zusätzliche Möglichkeiten. Dies ist besonders dann der Fall, wenn Sie noch einen älteren Fernseher besitzen. Die Set-Top-Box für den analogen Fernsehempfang fungiert hierbei sowohl als Tuner bzw. als Receiver der Rundfunksignale. Außerdem können verschiedene weitere Geräte angeschlossen werden.

Set-Top-Boxen, die ausschließlich ein analoges TV-Signal empfangen, werden so gut wie nicht mehr hergestellt. Machen Sie sich jedoch keine Sorgen, wenn sie noch einen analogen Anschluss besitzen. Die meisten modernen Set-Top-Boxen, die besonders zum Empfang des digitalen Fernsehsignals ausgelegt sind, verarbeiten das analoge Signal ebenso.

Dieser Ratgeber möchte Ihnen einen Einblick geben, wie der Empfang des Fernsehprogramms und die Bedienung einer solchen Set-Top-Box funktioniert und welche Geräte sie daran anschließen können. Ganz am Ende wird es um praktische Tipps und Hinweise zum Erwerb einer TV-Box gehen.

Digital-Fernsehen versus Analog-TV

Seit den 1990er Jahren werden die alten analogen Fernsehübertragungsverfahren stetig durch das digitale TV abgelöst. Der neue Standard bei dieser Übertragungsart nennt sich DVB-C und steht für den englischen Begriff "Digital Video Broadcasting Cable". Das analoge Fernsehsignal konnte man bis vor Kurzem auch per Satellit bzw. Antenne empfangen. Aus Sicht der Kabel-TV-Anbieter ergaben sich zwischen analogem Kabel-Empfang und analogem Antennen- bzw. Satellitenempfang keine Unterschiede.

Anders jedoch beim digitalen Kabel-TV. Hierfür wurde der Frequenzbereich wesentlich vergrößert, um die Übertragung von mehr Kanälen und Sonderkanälen zu gewährleisten. Um dieses Signal zu empfangen, wird in der Regel ein DVB-C-Receiver benötigt. Dies gilt für jedes Empfangsgerät im Haushalt. Die jeweiligen Receiver-Boxen empfangen dabei allerdings nicht nur das Fernsehprogramm. Mit Ihrer Hilfe lassen sich auch Radiosignale empfangen.

Grundlegendes zu TV- bzw. Set-Top-Boxen

Der englische Begriff "Set-Top-Box", kurz STB, ist vielleicht etwas verwirrend. STBs sind Geräte, die (zumeist) an den Fernseher angeschlossen werden. Der Vorteil der Boxen besteht darin, dass sie dem Anwender zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten bietet, die der Fernseher allein nicht hätte. Der englische Begriff rührt daher, dass die Geräte oft auf den Fernseher gestellt werden.

Bei TV-Boxen haben sich drei Spielarten herausgebildet. Zum einen finden sich aktive Geräte, die dem Fernseher bzw. dem Basisgerät zusätzliche Funktionen liefern, ohne irgendwelche Rückmeldungen zu brauchen. Viel seltener sind Set-Top-Boxen, die auf die Rückmeldung der angeschlossenen Geräte angewiesen sind und daher als passiv bezeichnet werden können. Der dritte Typus ist ein Hybrid, der aktive und passive Fähigkeiten miteinander vereinigt.

Set-Top-Boxen bzw. Kabel-TV-Boxen können eine Vielzahl an verschiedenen Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte aufweisen. Dieser Umstand ist einer der wesentlichen Vorteile einer Kabel-TV-Box. Sie ist nicht nur zum Empfang und zur Verteilung des Fernsehsignals gedacht, sondern kann – bei entsprechender Kompatibilität – als Herzstück der heimischen TV-Anlage dienen.

Dennoch existiert auch eine gewisse Kritik an Kabel-TV-Boxen. Dies betrifft zum einen Ihre Steuerung:

  • Da die Kabel-TV-Box ein zusätzliches Gerät darstellt, kommt diese auch mit einer zusätzlichen Fernbedienung daher. Sollten Sie noch mehrere Geräte mit Fernbedienungen besitzen, kann es am Wohnzimmertisch schnell unübersichtlich werden. Dieser Umstand lässt sich jedoch mit einer Universalfernbedienung für alle Geräte lösen. Manchmal kommt es jedoch vor, das spezielle Funktionen doch mit der Originalfernbedienung gesteuert werden müssen.
  • Des Weiteren kann es bei einigen herkömmlichen Videorekordern vorkommen, dass sie das Programm nicht automatisch von der Set-Top-Box holen. Die beiden Geräte müssen dann unabhängig voneinander angesteuert werden.
  • Fernseher, die auf die Signalübertragung per Set-Top-Box angewiesen sind, verlieren unter Umständen dadurch einige ihrer Funktionen. Das kann beispielsweise der Teletext oder die Kanalvorschau sein. Ältere Fernseher können hingegen davon auch profitieren.

Die wesentliche Ursache mancher dieser Problematiken besteht besonders darin, dass die Fernseher, die zu Beginn der Digitalisierung hergestellt wurden, zunächst nur analoge Empfänger besaßen. Damit waren Sie noch nicht für den DVB-Empfang ausgelegt.

Kabel-TV-Boxen und ihre Anschlüsse

Wie bereits erwähnt, schleifen moderne Kabel-TV-Boxen, die für den digitalen Fernsehempfang ausgerichtet sind, das alte analoge Signal einfach mit durch. Die Boxen kommen dabei mit einer großen Vielfalt an unterschiedlichen Schnittstellen. Anschlüsse sind hier genauso für analoge Geräte vorhanden wie für digitale.

Koaxialer Antennenanschluss zur Übertragung des Fernsehsignals

Der grundlegende Anschluss für die Box ist derjenige für das koaxiale Antennenkabel. Mithilfe dieses Kabels schließen Sie die Box an die Kabeldose in Ihrem Wohnzimmer an. Koaxialkabel sind zweipolig. Achten Sie darauf – das gilt insbesondere für die Übertragung des analogen Fernsehsignals, dass das Kabel gut isoliert ist. Je länger Analogkabel sind, desto mehr Signalverlust entsteht.

HDMI-Anschlüsse für digitale Übertragungsqualität

Der HDMI-Anschluss ist der bevorzugte Übertragungsweg für hochauflösendes Fernsehen. Die Verbindung zwischen einer Kabel-Box und einem Fernseher per HDMI-Kabel ist jedoch ausschließlich zur Übertragung des digitalen Signals möglich. Der HDMI-Standard wird seit 2003 entwickelt und vereinheitlicht existierende Übertragungsverfahren. Bisher werden Kabellängen von bis zu 15 Metern vorgesehen.

DVI-Schnittstelle als Vorgänger von HDMI

Das "Digital Visual Interface" ist ebenfalls ein rein digitales Verfahren zu Übermittlung von Videodaten. HDMI ist dabei eine Weiterentwicklung von DVI. Dieses wird bzw. wurde jedoch oft bei Computern zum Anschluss von Monitoren an Grafikkarten genutzt. Daher kann es vorkommen, dass bestimmte Kabel-TV-Boxen über einen solchen Anschluss verfügen.

Für den analogen Ton: Cinch-Anschlüsse

Wollen Sie das Tonsignal von einer Kabel-TV-Box auf analoge Weise zu einem anderen Gerät (bspw. Ihrem Fernseher) leiten, benötigen Sie herkömmliche Cinch-Kabel. Diese besitzen für die Übertragung von Stereofonie jeweils zwei Stecker (klassischerweise rot und weiß) an jedem Ende für die Kanäle rechts und links. Besonders gute Cinchkabel besitzen eine Goldlegierung, die den Stecker korrosionsunabhängiger macht und den Strom besser durchleitet.

Analoge Videosignalübertragung per SCART und S-Video

Die Kabel-TV-Box ist standardmäßig mit einem Scart-Anschluss und/oder einem S-Video-Anschluss ausgestattet. Diese sind besonders bei älteren Fernsehgeräten bzw. zur Weiterleitung des analogen Fernsehsignals an Videorecorder, Fernseher und andere Geräte erforderlich. Neben dem Videosignal übernimmt der Scartanschluss auch gleichzeitig die Übertragung des Audiosignals.

Grundlegende Funktionen und Bedienung einer Kabel-TV-Box

Mithilfe der Kabel-TV-Box sind Sie in der Lage die Programmkanäle umzuschalten. Dies wird in der Regel nicht am Gerät selbst vorgenommen, sondern über die dazugehörige Fernbedienung erledigt. Hier finden Sie die gleichen Auswahlmöglichkeiten vor, die Sie auch schon von der Fernbedienung Ihres Fernsehers gewöhnt sind.

Weiterhin stellen Sie mit der TV-Box auch die Lautstärke des Programms ein, ganz so, wie Sie es gewohnt sind. Eine weitere Möglichkeit, die die meisten TV-Boxen bieten, ist die Synchronisation von Bild- und Tonsignal. Damit können Sie Zeitunterschiede zwischen Bild und Ton anpassen.

Die Bildeinstellungen sind zumeist etwas komplexer. Hier werden Ihnen verschiedene Optionen angeboten, die kurz erläutert werden sollen. Dabei finden Sie vor allen Dingen die Möglichkeit, das Bildformat des Fernsehsignals einzustellen. Im Zuge der Umstellung auf digitales Fernsehen werden viele Sendungen im 16:9 Format übertragen. Ältere Sendungen und Filme nutzen zumeist noch das alte 4:3 Format.

Weiterhin haben Sie auch hier die Möglichkeit, die Signalquelle des Fernsehprogramms einzustellen. Wenn Sie beispielsweise ein älteres Fernsehermodell mit Scart-Anschluss benutzen, besteht die Möglichkeit, diesen Übertragungsweg als Standard zu definieren.

Hinweise zum Schutz und zur Pflege Ihrer TV-Box

Um die Langlebigkeit und den störungsfreien Betrieb Ihrer TV-Box zu gewährleisten, gibt es ein paar simple Regeln, an denen man sich orientieren kann. Dies betrifft als Erstes die adäquate Stromversorgung. Betreiben Sie das Gerät immer nur mit dem dafür vorgesehenen Netzteil! Überlastungen von Netzsteckdosen bzw. Verlängerungskabel sind unbedingt zu vermeiden.

Verhindern Sie in jedem Fall, dass Flüssigkeiten oder kleine Gegenstände in das Gerät eindringen können. Stellen Sie also niemals mit Flüssigkeiten gefüllte Gegenstände auf das Gerät. Auch ist in diesem Zusammenhang der Aufstellungsort von entscheidender Bedeutung. Stellen Sie es nicht in die Nähe einer Heizung oder einer Klimaanlage und verhindern Sie direkte Sonneneinstrahlung.

Weiterhin ist es wichtig, das das Gerät adäquat belüftet werden kann. Die Lüftungsschlitze sollten also frei sein. Achten Sie weiterhin auf einen stabilen und waagerechten Stand. 

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